DFB-Junioren: So lief die Länderspielpause für die U-Nationalteams

Die U19-Nationalmannschaft des DFB
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Spotlight | In der gerade abgelaufenen Länderspielpause war nicht nur die A-Nationalmannschaft des DFB auf Tour, sondern selbstverständlich auch die Nachwuchsmannschaften. Dabei waren vor allem die Nationalmannschaften der U20-U18 erfolgreich, während die U21 zwei Niederlagen hinnehmen musste.

DFB: U21 mit zwei Niederlagen, U20, U19, U18 und U16 erfolgreich

Nachdem sich die U21-Nationalmannschaft bereits im Juni erfolgreich für die EM im kommenden Jahr in Rumänien und Georgien qualifiziert hat, standen in der vergangenen Länderspielpause lediglich zwei Freundschaftsspiele an. Am Freitag, 23. September, war die gleichaltrige Auswahl aus Frankreich in Magdeburg zu Gast. Das DFB-Team von Trainer Antonio Di Salvo verlor allerdings durch einen Treffer von Amine Gouiri mit 0:1 (0:0).

Auch das zweite Testspiel, am 27. September in Sheffield gegen England, ging verloren. Nach 90 Minuten stand es 3:1 (1:1) für die Gastgeber. Wolfsburgs Felix Nmecha hatte sein Team in Führung geschossen (35.), Folarin Balogun (41.), Conor Gallagher (47.) und Cole Palmer (49.) drehten die Partie jedoch. Zu allem Überfluss sah Ansgar Knauff unmittelbar vor Schluss noch die gelb-rote Karte (90.+7).

Ansgar Knauff im Trikot der U21 des DFB

(Photo by Naomi Baker/Getty Images)

Die U20 startete in eine neue Spielzeit der sogenannten European Elite League, die saisonweise ausgespielt wird. Siege gegen Polen (2:1) am vergangenen Freitag und gegen Rumänien am darauffolgenden Dienstag (1:0) bescherten einen perfekten Start mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen. In Unterhaching gegen Polen drehten Hoffenheims Fisnik Asllani (85.) und Schalkes Kerim Calhanoglu (87.) den durch ein Eigentor von Freiburgs Kenneth Schmidt (25.) entstandenen Rückstand kurz vor Schluss.

Beim Sieg im rumänischen Arad war Freiburgs Robert Wagner (73.) der entscheidende Siegtorschütze. Der 23-er Kader der Auswahl von Trainer Hannes Wolf war mit 15 Spielern aus dem Jahrgang 2002 und acht Spielern aus dem 2003er-Jahrgang unterwegs. Damit waren die Altersunterschiede geringer als bei der U21, die mit acht Spielern aus dem Jahrgang 2000, sieben aus 2001, sechs Spielern aus 2002 und mit Luca Netz (Borussia Mönchengladbach) und Youssoufa Moukoko sogar jeweils einen 2003er und einen 2004er mit an Bord hatte.

Die anderen Talente des 2004er Jahrgangs, die Deutschlands U19-Nationalmannschaft bilden, schlossen in der vergangenen Länderspielpause die erste Qualifikationsrunde für die EM 2023 in Malta ab. Aus drei Spielen resultierte die maximale Ausbeute von drei Siegen. Armenien (5:0), Belarus (5:1) und die Slowakei (1:0) wurden geschlagen. Durch den Gruppensieg in dieser Qualifikationsgruppe ist die deutsche U19 am 8. Dezember bei der Auslosung der Eliterunde in Topf eins gesetzt. In der Eliterunde wiederum werden im März die EM-Teilnehmer ausgespielt.

Gegen Armenien erzielten Brajan Gruda von Mainz 05 (24.), Hoffenheims Muhammed Damar (33.), zweimal Schalkes Keke Topp (69. Elfmeter, 79.) und Herthas Lukas Ullrich (89.) die Treffer. Die letzten drei Genannten trafen auch gegen Belarus. Damar (31., 74. Elfmeter) und Topp (79., 86.) trafen doppelt, Herthas Ullrich setzte erneut spät den Schlusspunkt (90+4). Beim Sieg gegen die Slowakei traf Hoffenheims Umut Tohumcu (59.) per Elfmeter. Die Spiele fanden in Gifhorn und Braunschweig statt, was auch Basketball-Star Dennis Schröder zu einem Besuch bewegte.

Die U18-Nationalmannschaft (2005er) bestritt das Vaclav-Jezek-Turnier in der Tschechischen Republik. Zum Auftakt gab es einen 4:0-Sieg gegen die Gastgeber, bei dem Leander Popp von Hertha BSC (10.), Nelson Weiper von Mainz 05 (53.), Hoffenheims Tom Bischof (59.) und Arijon Ibrahimovic vom FC Bayern München (61.) trafen. Das zweite Spiel konnte 2:0 gegen die USA gewonnen werden, Leon Catak (SC Freiburg) in der 38. Minute und Dzenan Pejcinovic (VfL Wolfsburg) per Elfmeter (73.) erzielten die Tore.

Im letzten Spiel gegen Mexiko gab es eine 0:1-Niederlage. Dennoch reichten die sechs Punkte aus den drei Partien zum Turniersieg. Auch in der Sportschule Wedau in Duisburg fand ein Vier-Nationen-Turnier statt, an dem die U17-Nationalteams aus Uruguay, Belgien, Israel und Deutschland teilnahmen. Die deutsche U17 verlor das Auftaktspiel gegen Uruguay mit 1:3, steigerte sich ergebnistechnisch aber von Spiel zu Spiel und spielte gegen Belgien 1:1, ehe es zum Abschluss des Turniers einen 3:1-Sieg gegen Israel gab. In der Abschlusstabelle bedeutete dies Rang drei.

Bei der Niederlage gegen Uruguay traf Paris Brunner vom BVB (51.), gegen Belgien glich Max Moerstedt von der TSG Hoffenheim spät aus (90.). Beim Sieg gegen Israel trafen erneut Brunner per Doppelpack (7., 81.) und Moerstedt (12.).

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Die U16 Nationalmannschaft reiste ins Nachbarland Österreich, um dort ein Doppel-Länderspiel gegen die U16 der Alpenrepublik zu bestreiten. In Salzburg konnte sowohl das erste Spiel (3:2) als auch der zweite Leistungsvergleich (3:0) gewonnen werden. In der ersten Partie trafen Trevor Benedict (28.) vom VfL Wolfsburg, Kilian Sauck (58.) von Borussia Mönchengladbach und Otto Stange (67.) vom HSV. Österreich war früh in Führung gegangen (6.) und hatte zwischenzeitlich noch einmal ausgleichen können (60.).

Auch das zweite Spiel war lange Zeit offen, ehe Batuhan Deliboyraz (82.) von Mainz 05, erneut Benedict (86.) und Cenny Neumann (88.) von RB Leipzig spät in der Partie noch für den deutlichen Sieg sorgten. Die U15 des DFB, das jüngste Nachwuchsteam, bestritt keine Länderspiele, sondern bezog für einen Lehrgang vom 25.-28.9. auf dem DFB-Campus in Frankfurt Quartier.

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

Gero Lange

Fußballbegeistert seit der Heim-WM 2006. Großer Fan von Spektakelfußball mit vielen schönen Toren, am liebsten aus der Distanz. Seit 2020 bei 90PLUS

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