DFB-Pokal | Im Dutzend billiger! Bayern demoliert Bremer SV

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Ein Spiel der ersten DFB-Pokalrunde 2021/22 stand noch auf dem Plan: Der Bremer SV empfing im Weserstadion den FC Bayern München. Es war über 90 Minuten die erwartet einseitige Angelegenheit, der FC Bayern besiegte den Bremer SV 12:0.

Dreimal Choupo-Moting und auffälliger Musiala – FC Bayern dreht auf

Eigentlich war die Partie für den 6. August angesetzt. Doch da es bei den Bremern mehrere COVID-19-Fälle gab und die Mannschaft daraufhin geschlossen in Quarantäne geschickt wurde, musste die Begegnung neu angesetzt werden.

Beide Teams konnten ihre Generalprobe erfolgreich gestalten. Der Bremer SV besiegte in der Oberliga den Blumenthaler SV 3:1, während der FC Bayern einen 3:2-Sieg gegen den 1. FC Köln einfuhr.

Julian Nagelsmann entschied sich dazu, einige Stammspieler zu schonen: Manuel Neuer, Robert Lewandowski und Leon Goretzka traten beispielsweise die Reise nach Bremen gar nicht erst an.

 



 

Es entwickelte sich ein durchaus offenes Spiel, wenngleich die Münchener die (besseren) Chancen hatte. In der 7. Minute musste die BSV-Abwehr einen Ball von Jamal Musiala von der Linie kratzen. Keine 60 Sekunden später war es doch passiert: Ein langer Ball fand auf der linken Seite Leroy Sané, der die Kugel nicht optimal annahm, sie aber trotzdem noch zu Eric Maxim Choupo-Moting, der humorlos unter den Querbalken vollendete, 0:1.

Auffälliger Musiala sorgt für klare Verhältnisse

In den ersten Minuten präsentierte sich der Fünftligist noch durchaus angriffslustig. Doch je länger die Partie dauerte, desto druckvoller wurden die Münchener – was in Minute 16 wenig überraschend im nächsten Tor mündete. Niklas Süle spielte Jamal Musiala am Strafraum an. Nach einem Doppelpass mit Choupo-Moting stand Musiala frei vor Malte Seemann und schob flach zum 0:2 ein. Das erste Pokaltor für Musiala.

Sein zweites bekam er in Minute 27 von Jan-Luca Warm verwehrt. Wieder wurde der 18-Jährige von Choupo-Moting eingesetzt, der Abschluss war baugleich zum 0:2. Doch Warm stolperte die Kugel letztlich über die eigene Torlinie. Und nur 82 Sekunden später stand es schon 0:4. Corentin Tolisso holte sich gut 25 Meter vor dem Tor die Kugel, setzte Leroy Sané auf links ein. Bayerns Nummer 10 spielte maßgenau in die Mitte auf Choupo-Moting, der nur noch einschieben musste.

Bayern machte in dieser ersten Halbzeit ernst. 35. Minute: Tolisso flankte von der Strafraumkante rechts an den zweiten Pfosten zu Thomas Müller. Der legte per Kopf nochmal quer. Wieder hatte Choupo-Moting einfaches Spiel. Dreierpack und 0:5.

Der Bremer SV versuchte – wenn es sich anbot – durchaus mitzuspielen. Und kam durchaus zu einigen Halbchancen. In der 36. Minute gab es einen Freistoß aus gut 20 Metern für die Gastgeber. Sebastian Kurkiewicz beförderte die Kugel in die Mauer und zu einem Eckball, der nichts einbrachte. Für Trainer Benjamin Eta war es wichtig, dass sich seine Mannschaft selbst treu bleibt. Das tat sie. Dennoch führte der FC Bayern gegen den Bremer SV zur Pause vollkommen verdient 5:0.

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Musiala, Sané, Cuisance, Choupo-Moting – FC Bayern gewinnt zweistellig

Dreimal wechselte Julian Nagelsmann zur Pause, brachte Chris Richards, Michael Cuisance und Malik Tillman kamen für Niklas Süle, Joshua Kimmich und Thomas Müller. Und einer der neuen, Malik Tillman, brauchte keine zwei Minuten, um sich in die Torschützenliste einzutragen. Ikram Olatunji wurde von Malte Seemann am eigenen Strafraum angespielt, Tillman luchste ihm die Kugel ab und versenkte souverän zum 0:6 in der 47. Minute.

nordphoto GmbH/gumzmedia/imago

In der 49. legte Choupo-Moting abermals für Musiala auf, der aus halbrechter Position zum Dribbling ansetzte und in den linken Winkel vollendete. Und damit waren die Bayern bei ihrem höchsten Sieg im Weserstadion angekommen. 2013/14 gewannen sie – damals noch unter Pep Guardiola – 7:0 und fügten dem SV Werder die höchste Heimniederlage ihrer Bundesligageschichte zu.

Nach einer Stunde durfte sich Jamal Musiala den verdienten Applaus abholen. Die schlechte Nachricht für den Bremer SV: Nagelsmann brachte keinen weiteren Youngster, sondern Serge Gnabry.

Cuisance und Choupo-Moting machen’s zweistellig

In den Folgeminuten verflachte die Partie etwas. Doch 25 Minuten vor Schluss schlug der FC Bayern erneut zu. Leroy Sané wurde links im Strafraum von Chris Richards glänzend in Szene gesetzt und schloss via Innenpfosten wuchtig zum 0:8 ab. Gleich danach wurde er durch Taylor Booth ersetzt. Auch er durfte sich den Applaus der Fans abholen, was ihm nach den jüngsten Geschehnissen sicherlich guttun wird.

Und es wurde noch bitterer für den BSV: Ugo Nobile zog Malik Tillman das Trikot zwei Nummern größer. Das wertete Nicolas Winter als Notbremse und stellte Bremens Nummer 9 vom Platz. Es gab Standing Ovations von den eigenen Anhängern. Den daraus resultierenden Freistoß beförderte Cuisance in die Mauer.

In der 80. Minute machte es der Franzose besser, Gnabry setzte Cuisance von der rechten Grundlinie ein, der nur noch einschieben musste. Erstmals seit dem 31. März 2013, damals beim 9:2 über den HSV erzielten die Münchener wieder neun Tore in einem Pflichtspiel.

Anders als damals machten sie es aber heute zweistellig. Diesmal kam der Ball von Cuisance über Umwege zu Choupo-Moting, der noch einen Haken schlug und ins lange Eck zum 10:0 einschob. Viererpack.

Und das war noch nicht das Ende der Fahnenstange. Erneut legte der glänzende Choupo-Moting vor. Diesmal für Bouna Sarr, der an der Grundlinie aus spitzem Winkel zum 0:11 vollendete. Und in der 88. Minute war das Dutzend voll. Der inzwischen eingewechselte Torhüter Ole Bahr konnte den Ball noch ablenken, aber nur bis zu Corentin Tolisso, der aus spitzem Winkel zum 0:12-Enstand einschob.

Foto: Maik Hölter/TEAM2sportphoto/imago

 

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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