DFB-Pokal | KSC düpiert Leverkusen, Behrens macht alles klar, Elfmeterheld Riemann

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News | Teil drei von vier in der zweiten Runde des DFB-Pokals! Mit einer dicken Überraschung in der BayArena, drei Verlängerungen und vor allem vielen Toren. Am Ende setzten sich Union, St. Pauli und der VfL Bochum durch.

KSC schockt Leverkusen, Union kommt in Mannheim zurück

Es waren die Underdogs, die in dieser Frühschicht des DFB-Pokals am schnellsten aus den Startblöcken kamen: 4. Minute in Leverkusen, Marvin Wanitzek flankte von links, in der Mitte kam Philipp Hofmann zum Kopfball. Die von Edmond Tapsoba noch abgefälschte Kugel konnte Lukáš Hrádecký parieren. In der Mitte kam jedoch Lucas Cueto angerauscht und staubte zur KSC-Führung ab.

Waldhof Mannheim besiegte in der 1. Runde überraschend Eintracht Frankfurt 2:0. Gegen Union Berlin brauchten sie ebenfalls gut drei Minuten um in Führung zu gehen: Marc Schnatterer brachte einen Eckball von rechts in die Mitte, den Unions Abwehr noch klären konnte. Dann jedoch schlug der langjährige Heidenheimer die Kugel erneut vors Tor, den Frederik Rønnow nur abprallen lassen konnte. Innenverteidiger Alexander Rossipal staubte ab.

 



 

Einen wirklichen Favoriten gab es im Duell zwischen Bochum und Augsburg nicht. Aber eine Mannschaft, die gerade in guter Form ist. Und das sind die Gastgeber: Einen Eckball spielte der VfL in der 12. Minute kurz wie sehenswert aus, Kostas Stafylidis spielte kurz auf den entgegenkommenden Gerrit Holtmann, der direkt prallen ließ. So konnte Bochums Außenverteidiger die Kugel an den zweiten Pfosten ziehen. Dort musste Miloš Pantović nur noch einköpfen.

18 Minuten brauchte Union, um in dieses Spiel zurückzufinden. Das taten sie allerdings äußerst sehenswert. Sheraldo Becker flankte von rechts an den zweiten Pfosten auf Andreas Voglsammer. Der legte intelligent per Kopf in die Mitte ab, wo Kevin Behrens volley zum Ausgleich versenkte.

Tore gab es vor der Pause in Dresden keine. Dafür eine Rudelbildung mit dem Halbzeitpfiff: Sven Waschitzki löste die Situation mit Gelb für Daniel Kofi-Kyereh sowie Luca Herrmann. Und 15 Minuten durchatmen.

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Tore satt in Halbzeit zwei – KSC schafft die Sensation, dreimal Verlängerung

Der zweite Durchgang brauchte ebenfalls keine Zeit, um Reiseflughöhe zu erreichen. 53. Minute „anne Castroper“: Sebastian Polter verlängerte einen Abstoß zu Christopher Antwi-Adjei. Der bediente Miloš Pantović. Augsburgs Defensive steckte geschlossen in geschäftlichen Terminen. So konnte Pantović seelenruhig Meter machen und platziert unten rechts ins Eck schlenzen. 2:0. Und Bochum hatte Ruhe. Vorerst.

Nur wenige Sekunden später fand auch Leverkusen auch den Weg auf die heimische Anzeigetafel: Amine Adli und Jeremie Frimpong doppelpassten sich durch die KSC-Abwehr. Am Ende legte Adli perfekt in den Lauf von Leverkusens Rechtsverteidiger, der aus zehn Metern halblinker Position ausglich. Marius Gersbeck konnte die Kugel zwar noch touchieren, jedoch nicht parieren.

Es ging Schlag auf Schlag: 56. Minute, diesmal in Bochum, Arne Maier brachte einen Freistoß in die Mitte, den Reece Oxford ins lange Eck köpfte – der FCA war wieder zurück in der Partie. Und wenn man gerade dabei ist: Alfred Finnbogasson nahm im Strafraum den aufgerückten Jeffrey Gouweleeuw mit. Der Niederländer spielte in den Strafraum. Den Drehschuss von Andi Zeqiri pariere Michael Esser noch, Ruben Vargas schob ein. 2:2.

DFB.Pokal Leverkusen Karlsruhe

Photo by Joosep Martinson/Getty Images

Leverkusen tat sich im eigenen Stadion äußerst schwer . Was Hrádecký in der 64. Minute tat, half seiner Mannschaft nur bedingt. Einen Rückpass von Frimpong spielte er direkt auf Kyoung-Rok Choi. Karlsruhes Nummer 11 schlug noch einen Haken und versenkte die Kugel im langen Eck.

Gut eine Stunde dauerte es, bis sich auch in Dresden etwas tat: Eine Hereingabe von Luca-Milan Zander legte Kyereh an der Sechzehnerkante für Leart Paqarada ab. Paulis Linksverteidiger traf aus wenigen Metern volley mit links. Eine Führung, die allerdings nicht lange Bestand hatte: 66. Minute, Heinz Mörschel blockte eine Hereingabe direkt zu Chris Löwe, der auf den zweiten Pfosten flanken konnte. Die nahm der eingewechselte Christoph Daferner volley. Die Kugel landete im linken Winkel. 1:1.

In der 72. Minute servierte Paqarada einen Freistoß in den Strafraum. Dort fühlte sich niemand für Maximilian Dittgen zuständig – 1:2. Auch diesmal brauchte Dresden nicht lange, um zu antworten: 74. Minute, Jong-min Seo bediente im Strafraum Marius Schröter. Dessen Hereingabe lenkte Philipp Ziereis ins eigene Tor ab. 2:2 auch in Dresden.

Bei diesen Ergebnissen blieb es auch. Somit ging es – überall, außer in Leverkusen – in die Verlängerung.

Awoniyi und Behrens machen alles klar – Riemann entscheidet den Elfmeterkrimi

Den ersten Punch in der Overtime setzte der FC St. Pauli: Wieder inszenierte Paqarada und brachte eine Hereingabe auf den zweiten Pfosten. Dort produzierte Etienne Amenyido einen Querschläger der durch den Strafraum flipperte. Guido Burgstaller behielt die Übersicht und legte in die Mitte zum freistehenden Christoph Buchtmann, der satt unter den Querbalken vollendete.

Damit alle Fans rechtzeitig ins Stadion können, begann die Partie zwischen Mannheim und Union Berlin mit zehnminütiger Verspätung. So lief erst die 94. Minute, als Taiwo Awoniyi die Gäste erstmals in Führung brachte: Grischa Prömel setzte sich im Fallen gegen zwei Mann durch, so kam Awoniyi in die Show und traf via Innenpfosten ins kurze Eck. Jan-Christoph Bartels hatte keinen Auftrag – Spiel gedreht. In der 117. Minute machte Union endgültig alles klar. Behrens setzte sich nach einem langen Ball gegen Gerrit Gohlke durch und schloss aus halblinker Position im Strafraum ab. 1:3, Deckel drauf. Gleiches galt auch für St. Pauli, die das 3:2 in Dresden über die Zeit brachten. Zwischen Bochum und Augsburg hingegen ging es an den Punkt. 4:4 stand es, als Arne Maier am Tor vorbeischoss. Der letzte Elfmeter gehörte ausgerechnet Manuel Riemann, der extra für das Elfmeterschießen gekommen war. Bochums Nummer 1 verwandelte sicher und schickte den VfL ins Achtelfinale! Die Ergebnisse.

Bayer Leverkusen 1:2 Karlsruher SC
Tore: 0:1 L. Cueto (4′), 1:1 J. Frimpong (54′), 1:2 Choi (63′)

Waldhof Mannheim 1:3 Union Berlin
Tore: 1:0 Rossipal (4′), 1:1 K. Behrens (18′), 1:2 Awoniyi (94′), 1:3 K. Behrens (117′)

VfL Bochum 7:6 FC Augsburg n.E.
Tore: 1:0 M. Pantović (12′), 2:0 M. Pantović (53′), 2:1 Oxford (55′), 2:2 R. Vargas (58′)

Dynamo Dresden 2:3 FC St. Pauli
Tore: 0:1 L. Paqarada (63′), 1:1 C. Daferner (66′), 1:2 M. Dittgen (72′), 2:2 P. Ziereis (ET, 74′), 2:3 C. Buchtmann (101′)

Photo by Joosep Martinson/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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