DFB-Pokal | TSG und Hertha weiter, Sechzig kegelt Schalke raus

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News | Vorhang auf für die zweite Runde des DFB-Pokals 2021/22! Unter anderem mit einer Löwen-Überraschung gegen Schalke, einem späten Hertha-Sieg – und einer souveränen TSG aus Hoffenheim.

Doppel-Eigentor in Hoffenheim, Löwen führen gegen Schalke

Der erste Schub an Toren ließ nicht lange auf sich warten: 3. Minute in Hoffenheim, David Raum schickte Georginio Rutter steil, der Phil Neumann an der Grundlinie düpierte. Seine Hereingabe war eigentlich für Andrej Kramarić gedacht. Doch vor ihm kam Johannes van den Bergh angegrätscht und nahm dem Kroaten die Arbeit ab – kalte Dusche für Kiels neuen Trainer Marcel Rapp an alter Arbeitsstätte.

 



 

Nahezu zeitgleich ging auch die Hertha im Preußenstadion in Führung. Davie Selke ließ an der Mittellinie für Jurgen Ekkelenkamp prallen. Am Ende flankte erneut Selke an den zweiten Pfosten auf Dennis Jastrembski, der mit seiner Ablage Stevan Jovetić fand. Der Montenegriner versenkte volley zum 0:1. Der Big City Club mit einem Big-City-Spielzug.

Fünf Minuten dauerte es, bis auf Giesings Höhen das erste Tor fiel – und zwar für die Gastgeber. Darko Churlinov schloss im Zweikampf mit der Wampe von Giesing Bekanntschaft. Sascha Mölders nahm im den Ball ab, schickte Stefan Lex steil – und der verpasste Fährmann den Beinschuss. Von der Unterkante der Latte sprang die Kugel hinter die Linie.

Szoboszlai bricht den Bann für Leipzig im DFB-Pokal spät

Währenddessen erhöhte die TSG Hoffenheim auf 2:0. Erneut hieß der Ausgangspunkt Rutter, der diesmal Kevin Akpoguma in Szene setzte. Hoffenheims Nummer 25 flankte in die Mitte auf Munas Dabbur. Der israelische Nationalspieler wurde von Neumann bedrängt, Hauke Wahl kam hinzu und spitzelte die Kugel sauber ins lange Eck. Der Vorlagengeber und Torschütze zum 2:2 gegen den FC Bayern im Januar nun beide erneut mit Torbeteiligungen – allerdings auf der falschen Seite. Kieler Götterdämmerung.

Währenddessen meldete sich Preußen Münster zurück im Spiel. 41. Minute, Henok Teklab steckte für Alexander Langlitz durch, der aus spitzem Winkel noch den Pfosten traf. Von dort sprang die Kugel in die Strafraummitte zu Thorben Deters. Münsters Nummer 11 schob überlegt an sämtlichen Herthanern zum Ausgleich ein. Mit der letzten Aktion vor der Pause dezimierten sich die Gastgeber allerdings noch selbst: Nicolai Remberg, als einziger Spieler auf dem Platz bereits vorverwarnt, leistete sich eine Schwalbe. Frank Willenborg fiel darauf nicht herein und zog Gelb-Rot.

RB Leipzig tat sich in Babelsberg noch schwer. In der 45. Minute konnten sie den Knoten allerdings doch durchschlagen: Yussuf Poulsen legte im Strafraum nach halblinks zu Dominik Szoboszlai, der Jannick Theißen per Beinschuss überwand. Mit diesen Ergebnissen ging es in die Pause.

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Hoffenheim macht’s deutlich, Hertha spät – und 60 macht’s

Auch vor der zweiten Halbzeit konnte man sich nicht zu viel Zeit mit dem Bestellen von isotonischen Sportgetränken lassen: 47. Minute in Sinsheim, Fin Bartels chippte die Kugel hinter Hoffenheims Viererkette zum durchstartenden Phil Neumann. Den ersten Versuch verneinte Oliver Baumann noch, der zweite landete akkurat im kurzen Eck. Nur noch 2:1.

Wenige Sekunden später lief Torschütze Lex Malick Thiaw nach einem langen Ball davon. Der U21-Nationalspieler griff ans Trikot und damit zur Notbremse – und Dr. Robert Kampka zu Rot. Königsrotbraun in Unterzahl.

Nach fast einer Stunde erzielte die TSG Hoffenheim ihr erstes Tor dieses Tages. Akpoguma bediente Angelo Stiller, der aus 20 Metern halbrechter Position das kurze Eck anvisierte – und traf, weil Ioannis Gelios nur mit einer Hand an den Ball kommt und diesen passieren lassen musste.

Münster Hertha DFB-Pokal

Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

18 Minuten vor Schluss war die Partie für Kiel endgültig gelaufen. Munas Dabbur nahm Alexander Mühling die Kugel ab, spielte einen doppelten Doppelpass mit Robert Skov und versenkte präzise im linken Eck. 4:1.

Wesentlich knapper ging es in Münster zu: Gut 10 Minuten vor Schluss stand es noch immer 1:1 zwischen Preußen und der Hertha. Doch dann klärte die Abwehr der Gastgeber einen Einwurf an die Strafraumkante, Lucas Tousart zog wuchtig ab, von Maximilian Schulze Niehues prallte die Kugel auf die Brust von Ishak Belfodil, der nur noch einschieben musste. Kurz darauf kombinierte sich der Bundesligist in den Strafraum, Suat Serdar legte mit feinem Trick und überlegtem Querpass für Marco Richter vor. Schulze Niehues war noch dran, konnte aber nicht mehr verhindern. 1:3 – und da Pál Dárdai „nur“ fünfmal wechselte, kamen sie diesmal nicht mehr davon.

Sechs Minuten vor Schluss flog den Kielern ein eigener Eckball um die Ohren. Eine Klärungsaktion von Sargis Adamyan wurde zur Vorlage für Jacob Bruun Larsen, der durch die Mitte Tempo aufnahm und wuchtig auf 5:1 erhöhte. Die Ergebnisse.

SV Babelsberg 03 0:1 RB Leipzig
Tor: 0:1 Szoboszlai (45′)

Preußen Münster 1:3 Hertha BSC
Tore: 0:1 Jovetić (3′), 1:1 T. Deters (41′), 1:2 Belfodil (79′), 1:3 Richter (83′)
Bes. Ereignisse: Gelb-Rot N. Remberg (45’+1)

TSG Hoffenheim 5:1 Holstein Kiel
Tore: 1:0 van den Bergh (ET, 3′), 2:0 H. Wahl (ET, 31′), 2:1 Neumann (47′), 3:1 Stiller (59′), 4:1 Dabbur (72′), 5:1 Bruun Larsen (84′)

1860 München 1:0 Schalke 04
Tor: 1:0 S. Lex (5′)
Bes. Ereignisse: Rote Karte M. Thiaw (48′)

Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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