Kurioser Afrika-Cup: Referee pfeift 2x zu früh ab, Tunesien verweigert im Anschluss Fortführung

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News | Der Afrika-Cup in Kamerun, der seit Sonntag stattfindet geizt bisher mit Toren. Viele Partien werden durch einen Treffer entschieden. Heute beim Spiel zwischen Mali und Tunesien stand allerdings der Schiedsrichter im Mittelpunkt. 

Schiedsrichter pfeift zweimal zu früh ab – Tunesien verweigert Fortführung

Mali und Tunesien lieferten sich beim Afrika-Cup am Mittwoch ein ausgeglichenes Spiel. Mali ging durch einen Elfmeter in Führung, Tunesien verschoss einen Strafstoß nach Ansicht der Videobilder. Diese beiden Szenen alleine hätten in der zweiten Halbzeit schon für eine Nachspielzeit gereicht. Der Schiedsrichter der Partie, Janny Sikazwe aus Sambia, hatte aber andere Pläne. Nach gut 85 Minuten pfiff er das Spiel ab – zur Verwunderung aller. „Vielleicht hat der Referee noch Anschlusstermine“, mutmaßte der Kommentator bei Sportdigital.

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Nach kurzer Diskussion pfiff der Unparteiische die Partie aber wieder an, noch waren rund vier Minuten zu spielen. Quasi direkt danach gab es einen Platzverweis für El Bilal Toure von Mali. Die rote Karte war extrem hart, doch der Schiedsrichter beließ es bei der Entscheidung. Als sich alle auf eine längere Nachspielzeit eingestellt hatten, pfiff der Schiedsrichter erneut das Spiel ab. Wieder vor Ablauf der regulären Spielzeit, diesmal aber endgültig. Vor allem die Delegation der Tunesier war außer sich.

Die Schiedsrichter diskutierten in der Folge, wie es weitergehen soll. Der Trainer von Mali war schon bei der Pressekonferenz, wurde dabei davon in Kenntnis gesetzt, dass die Partie wieder aufgenommen werden könnte. Das ist mittlerweile offiziell, die Spieler gehen wieder auf das Feld, von den Spielern aus Tunesien fehlt aber noch jede Spur.

Allerdings war das noch nicht das Ende dieses kuriosen Nachmittags. Die Tunesier verweigerten die Fortführung des Spiels, kamen nicht aus der Kabine. Das Spiel wurde nach einer kurzen Wartezeit dann endgültig abgepfiffen. Ob es einen Einspruch gegen die Spielwertung seitens der Tunesier geben kann und wird, ist aktuell noch nicht klar.

(Photo by ISSOUF SANOGO/AFP via Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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