Hofmann stark, Raum mit Luft nach oben – Deutschland in der Einzelkritik

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Es war das letzte Spiel im Kalenderjahr 2021 für Deutschland, und die DFB-Elf meisterte es souverän: 4:1 hieß es am Ende gegen Armenien. Die Spieler in der Einzelkritik.

Deutschland: Defensive wenig gefordert, einer überragt

Wenngleich es rein sportlich um nichts mehr ging, wollte Hansi Flick (56) unbedingt den siebten Sieg in seinem siebten Auftritt als DFB-Trainer mitnehmen. Und die Jungs auf dem Platz folgten ihm. Zunächst war viel Arbeit angesagt, am Ende besiegte Deutschland Armenien jedoch souverän und nie gefährdet mit 4:1 (2:0).

Während die Defensive nur selten ernsthaft gefordert war, hieß es in der Offensive: Steine klopfen. Denn der Gegner beschränkte sich stark aufs Verteidigen und machte es den Deutschen gerade im ersten Durchgang nicht immer leicht.

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Marc-André ter Stegen (FC Barcelona): War praktisch nicht gefordert. Die wenigen Hereingaben des Gegners schnappte er sich problemlos aus der Luft. Entschied sich beim Elfmeter von Mkhitaryan für das falsche Eck. Note: 3,0

Thilo Kehrer (PSG): Schob auf der rechten Seite immer wieder hoch und bot sich als Anspielstation an, brachte starke 97 Prozent der Pässe an den Mann. Gegen den Ball verteidigte der Ex-Schalker progressiv, gewann vier seiner fünf Luftduelle. Eine grundsolide Gesamtleistung. Note: 2,5

Matthias Ginter (Bor. Mönchengladbach): Wie die gesamte Defensive wenig gefordert, aber wenn, war er zur Stelle. Versuchte es immer wieder mit hohen Bällen, leitete damit in den Anfangsminuten eine Torchance ein. Note: 3,0

Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen): Gewann alle seine Zweikämpfe (12/12 am Boden, 4/4 in der Luft), war stets zur Stelle, wenn ein Brand drohte. Auf den Leverkusener war heute Verlass! Note: 2,0

Jonas Hofmann (Bor. Mönchengladbach): Leitete das 1:0 mit einem starken Zusammenspiel mit Müller und einer gut getimten Hereingabe auf Havertz stark ein. War umtriebig und stets in Aktion. Blieb nach einer starken Balleroberung vor dem gegnerischen Tor cool und machte den Deckel zum 4:1 drauf. Ein rundum gelungener Auftritt des Gladbachers! Note: 1,5

Florian Neuhaus (Bor. Mönchengladbach): Im Passspiel etwas scheu, hätte hier und da die progressivere Variante wählen können. Holte einen Elfmeter stark raus, verursachte auf der anderen Seite jedoch einen vermeidbaren Strafstoß. Zudem mit einem gefährlichen Ballverlust, der gut und gerne in einem Gegentor hätte münden können. Note: 3,5

Ilkay Gündogan (Manchester City): Leitete eine frühe Torchance ein und glänzte durch starke Pässe zwischen die Linien, war ein Aktivposten im Spiel der Deutschen. Den Elfmeter verwandelte er souverän, bei seinem zweiten Treffer profitierte der Ex-Dortmunder von einem Fauxpas des gegnerischen Torhüters. Note: 2,0

David Raum (TSG 1899 Hoffenheim): War wenig am Spiel beteiligt, auch, weil Flicks Elf teils sehr rechtslastig spielte. In der Offensive oft zu unpräzise, defensiv teils mit schwachem Positionsspiel. Wenn etwas ging für den Gegner, dann häufig über seine Seite. Note: 4,0

Thomas Müller (FC Bayern): War mit einem starken Kombinationsspiel am 1:0 beteiligt, ansonsten war sein Auftritt weitestgehend unspektakulär. Seine Flanken fanden keinen Abnehmer (6/0), im Gegenpressing zudem nicht so griffig wie sonst. Vielleicht braucht auch er mal eine kleine Verschnaufpause. Note: 3,0

Kai Havertz (FC Chelsea): War ein ständiger Unruheherd für den Gegner. Nachdem er in der Anfangsphase nur den Pfosten traf, machte er es wenig später besser und erzielte das 1:0. Glänzte beim 3:0 mit Balleroberung und Vorlage, setzte nach Ballverlusten sofort zum Gegenpressing an. Note: 2,5

Leroy Sané (FC Bayern): Vergab in den Anfangsminuten eine gute Chance, wirkte auch sonst nicht ganz so spritzig und zielstrebig wie zuletzt. Wurde jedoch auch von den Teamkollegen zu wenig ins Spiel eingebunden. Note: 3,5

Die Einwechselspieler

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): Kam in der 60. Minute für Gündogan. Kurz darauf war das Spiel im Grunde schon entschieden. Beteiligte sich dennoch auffällig gut am Kombinationsspiel, spielte kluge Bälle zwischen die Linien. Note: 2,5

Lukas Nmecha (VfL Wolfsburg): Kam in der 60. Minute für Müller. Hatte sehr wenige Aktionen. Zeigte dennoch Engagement, schloss einmal ordentlich aus spitzem Winkel ab. Note: 3,5

Julian Brandt (Borussia Dortmund): Kam in der 60. Minute für Sané. Brachte sich gut ins offensive Kombinationsspiel ein, zog in den Passstaffetten immer wieder das Tempo an. Arbeitete auch mit nach hinten. Note: 3,0

Kevin Volland (AS Monaco): Kam in der 73. Minute für Neuhaus. Note: –

Ridle Baku (VfL Wolfsburg): Kam in der 84. Minute für Hofmann. Note: –

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Michael Bojkov

 

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