Nationalmannschaft | Müller zieht mit Seeler gleich – aber Deutschland in Amsterdam nur remis

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News | Dienstagabend, Johann Cruyff Arena, Niederlande. Auch wenn die Partie „nur“ das Etikett „Testspiel“ hatte, konnte zwischen diesen beiden großen Fußballnationen auf dem Platz von freundschaftlichem Charakter nur bedingt die Rede sein. Deutschland lieferte über 60 Minuten einen überzeugenden Auftritt – muss sich letztlich aber mit einem 1:1 begnügen.

Müller zieht kurz vor der Pause mit Seeler gleich.

Beide Mannschaften gingen mit einem Sieg in diese Partie. Deutschland gewann 2:0 gegen Israel. Auch die Niederlande besiegte Dänemark mit zwei Toren Differenz, wenngleich etwas spektakulärer, 4:2.

Hansi Flick wechselte auf vier Positionen: Manuel Neuer kehrte ins Tor zurück, Antonio Rüdiger begann neben Nico Schlotterbeck. Außerdem standen Thomas Müller und Leroy Sané in der Startelf.

Es war ein Wiedersehen, vor allem auf der Trainerbank: Hansi Flick, der mit dem FC Bayern das Triple holte, trat gegen Louis van Gaal an, der 2010 genau einen Diego Milito davon entfernt war. Bereits auf der Pressekonferenz betonte Flick, wie sehr in der holländische Fußball in seiner Trainerlaufbahn geprägt hat. Bei den Niederländern stand der Freiburger Mark Flekken im Tor. Donyell Malen durfte in der Spitze neben Memphis Depay beginnen.

Deutschland erwischte einen äußerst dominanten Start, mit viel Ballbesitz. Der erste Abschluss ging allerdings an Oranje. 6. Minute, die Niederlande führte einen Eckball kurz aus, Depay flankte in den Strafraum, wo Teun Koopmeiners hochstieg. Der unplatzierte Kopfball stellte Neuer nur bedingt vor Probleme.

Sechs Minuten später verbuchte auch Deutschland seine beste Chance: Leroy Sané ließ den Ball auf halblinks clever für Thomas Müller durch, der ihn per Chip umgehend zurückgab. Sanés Abschluss landete am Außennetz. Deutschland machte es sich in der Johan Cruyff Arena bequem. 21. Minute, Kai Havertz spielte David Raum frei. Hoffenheims Linksverteidiger hatte sehr viel Zeit zum Flanken und fand Timo Werner, der von Virgil van Dijk und Matthijs De Ligt komplett vergessen wurde. Mark Flekken schaute den Abschluss an die Unterkante des Querbalkens. Zusätzlich war auch die Fahne oben.

Danach kamen auch die Holländer auf: 35. Minute, Memphis Depay stecke intelligent für Donyell Malen durch. Der Dortmunder hatte freie Fahrt Richtung Neuer, wurde aber noch von Antonio Rüdiger rechtzeitig unter Druck gesetzt, sodass der Abschluss lediglich am Außennetz landete.

Das letzte Wort vor der Pause gehörte allerdings Deutschland. 45’+1, Nico Schlotterbeck schickte Jamal Musiala an die Grundlinie. Sein abgefälschtes Zuspiel landete im Rückraum bei Thomas Müller, der sehenswert mit links in den linken Winkel hämmerte. Die – unterm Strich – verdiente Führung mit dem Pausenpfiff. Für Müller war es das 43. Länderspieltor. Damit zieht er mit Uwe Seeler gleich. Vor ihm liegen noch Karl-Heinz Rummenigge (45), Rudi Völler (47), Jürgen Klinsmann (47), Lukas Podolski (49), Joachim Streich (59), Gerd Müller (68) und Miroslav Klose (71).

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Bergwijns Treffer leitet die niederländische Druckphase ein

Einen Wechsel nahm Louis van Gaal zur Pause vor: Georginio Wijnaldum ersetzte Teun Koopmeiners. Allerdings dauerte es nur drei Minuten, bis der 70-Jährige ob der inkonsequenten Abwehrarbeit seiner Mannschaft auf Betriebstemperatur war. Vier Mann konnten Leroy Sané nicht stoppen. Sein Pass landete links bei David Raum, der links den halben Strafraum für sich allein hatte. Sein Abschluss ging knapp über den Querbalken.

Deutschland ließ bis gut 25 Minuten vor Schluss nichts zu. Dann kam Minute 68. Frenkie De Jong spielte einen starken Diagonalball von links an die Grundlinie, wo Denzel Dumfries das Kopfballduell gegen David Raum gewann. Seine Ablage nahm der eingewechselte Steven Bergwijn volley unters Tordach vollendete. Zwei Minuten später schickte Wijnaldum Depay steil, der von Kehrer zu Fall gebracht wurde. Craig Pawson zeigte auf den Punkt, schaute sich die Szene danach nochmal auf dem Monitor an – und nahm den Strafstoß zurück.

Letztlich blieb es beim 1:1.

Photo by JOHN THYS/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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