Türkei: Spätstarter Kuntz will „kleines Wunder“ schaffen

Stefan Kuntz bei seiner Vorstellung als Nationaltrainer der Türkei
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News | Stefan Kuntz wurde am Montag als Nationaltrainer der Türkei präsentiert. Dort möchte der Ex-U21-Trainer des DFB ein „kleines Wunder“ schaffen. 

Kuntz kehrt in die Türkei zurück

Unter Applaus wurde Stefan Kuntz (58) am Montag in Istanbul als neuer Nationaltrainer der Türkei vorgestellt. „Für mich ist es ein bisschen – oder nicht ein bisschen – wie nach Hause kommen“, sagte der ehemalige U21-Trainer des DFB. 1995/1996 hatte er eine Saison bei Besiktas gespielt, nun soll er als Nachfolger von Senol Günes (69) die türkische Nationalmannschaft wieder in die Spur bringen.

„Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn ich hatte eine überragende Zeit beim DFB, der mich 2016 nach zwölf Jahren Abstinenz in den Trainerjob zurückgeholt hat“, wird Kuntz in einer Mitteilung des DFB zitiert. „Ich bin dem DFB-Präsidium sehr dankbar, dass es mich vorzeitig aus meinem Vertrag entlassen hat, um meinen neuen Trainerjob beim türkischen Verband zu beginnen. Danken möchte ich auch der sportlichen Leitung um Oliver Bierhoff, Joti Chatzialexiou und Meikel Schönweitz für die vertrauensvolle Arbeit in den vergangenen Jahren.“

 

„Kleines Wunder“ schaffen

Für Kuntz ist es der erste A-Nationaltrainerposten seiner Laufbahn. Und das mit 58 Jahren. „Ich bin auch mit über 30 erst Nationalspieler geworden. Und wenn ich mir die Pubertät anschaue, war ich auch Spätstarter. Das begleitet mich also durch mein ganzes Leben“, lachte der ehemalige Stürmer. Auch Bierhoff hat keine Zweifel, dass Kuntz den Job am Bosporus meistern wird. „Für mich steht außer Frage, dass Stefan die Fähigkeit besitzt, Trainer einer A-Nationalmannschaft zu sein. Und das kann er nun in der Türkei auf einer großen Bühne beweisen. Dem türkischen Verband kann man zu dieser Verpflichtung nur gratulieren, er bekommt einen absoluten Toptrainer. Und wir sind stolz darauf, dass wir mit dem DFB Stefans Weg begleitet und ihn gefördert haben“, sagte der 53-Jährige. Kuntz bestätigte am Montag Überlegungen, sich Unterstützung aus seinem bisherigen U21-Trainerteam zu suchen. Er wolle aber „keine riesigen Löcher reißen“.

Nihat Özdemir, Präsident der TFF, freut sich derweil auf eine „neuen Ära“ im türkischen Fußball. Wann diese richtig starten wird, bleibt abzuwarten. In der WM-Qualifikation belegt die Türkei in Gruppe G nur Platz drei, einzig der Tabellenführer (aktuell die Niederlande) qualifiziert sich sicher. Am 8. Oktober steht Kuntz gegen die zweitplatzierten Norweger erstmals an der Seitenlinie. „Wir wollen das kleine Wunder noch schaffen“, betonte der neue Trainer.

Photo: Imago

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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