WCQ2022 | Sensation! Nordmazedonien kegelt Italien raus! Bale lässt Wales träumen, Schweden knapp weiter

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News | Am Donnerstagabend standen die Playoff-Halbfinals an. Italien tat sich gegen Nordmazedonien lange schwer und fiel letztlich, Wales zog dank zweier Treffer von Gareth Bale weiter, Schweden besiegte Tschechien in der Verlängerung.

Portugal gegen Kuntz-Elf auf Kurs, Bales Traumfreistoß schockt Österreich

Der Abend begann gleich von Beginn an spektakulär, brauchte allerdings eine Viertelstunde, um auch produktiv zu werden. Tatort Estadio Do Dragão, Porto. Cristiano Ronaldo bekam den Ball auf der rechten Seite serviert und nahm in der Mitte Bernardo Silva mit. Manchester Citys Mittelfeldspieler donnerte die Kugel an den linken Pfosten, Otávio schaltete vor eigenem Publikum am schnellsten und schob aus spitzem Winkel gekonnt ein.

 



 

Zehn Minuten später verursachte Christoph Baumgartner einen Freistoß aus gut 25 Metern halbrechter Position. Ein Standard, wie gemalt für Gareth Bale. Bei Real Madrid ins Hintertreffen geraten (fünf Spiele/ein Tor), nicht aber in der walisischen Nationalmannschaft. Über die Mauer hinweg streichelte Bale die Kugel an die Unterkante des Querbalkens und ins Tor. 1:0, im Moment durften die Gastgeber weiter von der ersten WM-Teilnahme seit 1958 träumen. Heimstark sind sie ohnehin. Seit einem 1:2 gegen Dänemark im November 2018 ist Wales zuhause ungeschlagen.

Die Türkei, die Mannschaft von Stefan Kuntz, hatte Mitte der ersten Hälfte eine Druckphase, konnte sich dafür allerdings nicht belohnen. So legte Portugal drei Minuten vor der Pause nach: Vor dem Strafraum ließ der Europameister von 2016 den Ball gut laufen. Am Ende der Stafette flankte Torschütze Otávio von der rechten Strafraumkante an den zweiten Pfosten. Drei Mann in weiß-rot konzentrierten sich auf Cristiano Ronaldo, sodass Diogo Jota unbedrängt einköpfen konnte. Mit diesen drei Toren ging es in die Halbzeit.

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Nordmazedonien schockt Italien, Bale-Gala lässt Wales weiter hoffen, Schweden in der Verlängerung.

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff legte auch Wales nach: Nach einem kurz ausgeführten Eckball spielte Dan James die Kugel in die Mitte zu Ben Davies. Der wiederum legte für Gareth Bale ab. Mit links trümmerte der Kapitän an Heinz Lindner vorbei in den rechten Winkel.

Die beiden Partien bewegten sich weiterhin baugleich. Zurück nach Porto, wo Cengiz Ünder in Minute 65 einen überragenden Doppelpass mit Burak Yilmaz spielte, überraschend durch die Mitte durchsteckte. Yilmaz machte den Lauf und schob zum Anschlusstreffer ein.

Praktisch zeitgleich verkürzten auch die Österreicher. Von Stefan Lainer eingesetzt hielt Marcel Sabitzer einfach mal drauf und hatte Glück, dass Ben Davies den Ball noch unhaltbar für Wayne Hennessey abfälschte.

Fünf Minuten vor Schluss wurde es in Porto dramatisch. José Fonte traf den eingewechselten Enes Ünal klar am Fuß. Daniel Siebert schaute sich die Szene auf dem Monitor an – und gab den Strafstoß. Burak Yilmaz nahm sich der Sache an. Gegen Chelsea hatte er noch getroffen, in Porto nicht. Sein wuchtiger Abschluss touchierte noch den Querbalken.

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Photo by Tullio M. Puglia/Getty Images

Bisher noch nichts tat sich zwischen Schweden und Tschechien. Beide Mannschaften schienen den Namen des Spielorts, die Friends-Arena, etwas zu wörtlich zu nehmen. Nach 90 torlosen Minuten mussten beide Mannschaften in die Overtime.

Danach sah es in Palermo auch aus – bis zur 93. Minute, Aleksandar Trajkovski zog aus gut 24 Metern einfach mal ab. Sein wuchtiger Abschluss landete im langen Eck. Die Sensation war perfekt, der Europameister nicht bei der WM dabei. Ihr letztes K.O.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft war für die Italiener das Finale 2006 – und dabei wird es mindestens 20 Jahre bleiben.

Portugal hingegen konnte das Finalticket lösen und der Kuntz-Elf den vergebenen Elfmeter um die Ohren fliegen lassen – dank der Koproduktion zweier Joker. Rafael Leão steckte genau im richtigen Moment auf Matheus Nunes durch, der Uğurcan Çakır problemlos überwand. Ora de sair, Feierabend. Die Ergebnisse

Zwei Ex-Bundesliga-Akteure doppelpassen Schweden ins Finale

Die erste Hälfte der Verlängerung zwischen Schweden und Tschechien gestaltete sich weitestgehend ereignisbefreit. Zehn Minuten vor Schluss war der Bann jedoch gebrochen: Nach einem steilen Zuspiel entschied sich der Ex-Mainzer Robin Quaison für den Doppelpass mit dem Ex-Dortmunder Alexander Isak. Ersterer schob in der Mitte locker ein. Damit treffen die Schweden im Finale auf Polen, es kommt zum Rematch des dritten Spieltags der Europameisterschaft 2020, als Schweden Robert Lewandowski und die Seinen mit einem 3:2 ausknockten. Die Ergebnisse.

Baum 1

Portugal 3:1 Türkei
Tore: 1:0 Otávio (15′), 2:0 Diogo Jota (42′), 2:1 Burak Yilmaz (65′), 3:1 Matheus Nunes (90’+4)
Bes. Ereignisse: Vergebener Elfmeter Burak Yilmaz (85′)

Italien 0:1 Nordmazedonien
Tor: 0:1 Trajkovski (90’+3)

 

Baum 2

Wales 2:1 Österreich
Tore: 1:0 Bale (25′), 2:0 Bale (51′), 2:1 B. Davies (ET, 64′)

Schottland -:- Ukraine (auf Juni verlegt)

Baum 3

Schweden 1:0 Tschechien
Tore: 1:0 Quaison (110′)

Russland -:- Polen (nach Russlands Ausschluss ist Polen bereits sicher für das Finale qualifiziert)

Photo by Tullio M. Puglia/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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