WM-Qualifikation | Sensation! Elmas schießt Nordmazedonien zum Sieg gegen Deutschland

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Zum Abschluss der Länderspielpause empfing die deutsche Nationalmannschaft in Duisburg Nordmazedonien. Eigentlich wollte die DFB-Elf an die beiden Siege gegen Island und in Bukarest anknüpfen. Doch am Ende ließen sie sich von Nordmazedonien düpieren und unterlagen 1:2.

DFB-Elf erneut verschwenderisch – Pandev profitiert

Wie schon gegen Island übernahm die Löw-Elf vom Start weg das Kommando. Diesmal allerdings ohne den Blitzstart, wenngleich Leon Goretzka in der 9. Minute nach einem schönen Spielzug den Querbalken testete.

In der 24. Minute wurden auch die Nordmazedonier erstmals vor Marc-André ter Stegen vorstellig. Ezgjan Alioski wurde in der 24. Minute auf der linken Seite von Arijan Ademi angespielt. Seine scharfe Flanke klärte Emre Can in der Mitte.

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Im Anschluss wurde – wie schon in Bukarest – die Chancenverwertung wieder zum Thema. Ilkay Gündogan dribbelte sich zwei Minuten später durch den Strafraum, kam aber nicht zum Abschluss. In Minute 27 kam Serge Gnabry zum Abschluss, den Stole Dimitrievski vereitelte. Wiederum nur vier Minuten später legte Leon Goretzka für Gnabry auf, der jagte die Kugel allerdings über das Tor.

Von der mangelhaften Chancenverwertung hätten die Nordmazedonier fünf Minuten vor der Pause fast profitiert. Gjanni Alioski schlug einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld mit Schnitt auf den kurzen Pfosten, wo Arijan Ademi zum Abschluss kam. Marc-André ter Stegen verhinderte den Rückstand herausragend.

Bildquelle: imago

Und in der Nachspielzeit passierte es tatsächlich noch. Die Nordmazedonier setzten sich am deutschen Strafraum fest. Gjanni Alioski spielte einen hervorragenden Seitenwechsel auf Enis Bardhi. Levantes Mittelfeldspieler hatte in der Mitte das Auge für das Toptalent der Mannschaft, Goran Pandev. Der 37 Jahre junge Rekordnationalspieler und -torschütze stand in der Mitte glockenfrei und schob ein. 45’+2, 0:1. Das war schon allein mangels Spielzeit der Pausenstand.

Werner vergibt die deutsche Führung, Elmas lässt Nordmazedonien ausrasten

Die zweite Halbzeit ließ sich an wie erwartet. Nordmazedonien machte es sich vor dem eigenen Sechzehner bequem. Große Mühe, eine reichlich unkreative DFB-Elf zu verteidigen, hatten sie nicht. So plätscherte die Partie minutenlang nahezu ereignislos vor sich hin. Um genau zu sein, bis zur 62. Minute. Leroy Sané dribbelte sich im Strafraum über die rechte Seite durch und schlug einen Haken, Gjanni Alioski zog ihm dabei das Standbein weg. Sergei Karasev zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Ilkay Gündogan verwandelte mittig zum 1:1.

Eine Viertelstunde vor Schluss landete ein abgefälschter Ball von Leroy Sané im Strafraum bei Joshua Kimmich. Dessen Schuss wurde allerdings noch rechtzeitig geblockt. Nur wenige Minuten später fuhr Emre Can bei einer nordmazedonischen Ecke den Arm aus, ein Elfmeter wäre hier absolut gerechtfertigt gewesen. Vor Sergei Karasev baute sich ein roter Pulk auf, den er mit gelb für Pandev auflöste. Glück für Deutschland.

Und im Anschluss Glück für Nordmazedonien. Halblinks eroberte Ilkay Gündogan die Kugel lief durch, hatte perfekt die Übersicht für den eingewechselten Timo Werner. Der verhühnerte den Abschluss mit links gründlich. Der ball kullerte rechts vorbei.

Wie es besser geht, zeigten die Gäste in Minute 85. Arijan Ademi büffelte sich links im Strafraum durch, legte mit Übersicht zurück. Stark bedrängt schob Eljif Elmas zur erneuten Gästeführung ein. Neben dem Tor von Marc-André ter Stegen bildete sich ein roter Pulk, auch Trainer Igor Angelovski kam mit zum Jubeln. Denn das war auch der Endstand. Nordmazedonien gewinnt überraschend, aber keineswegs unverdient mit 2:1 in Duisburg, weil sich Deutschland über 96 Minuten viel zu unkreativ und unpräzise zeigte.

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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