WM 2022 | FIFA spricht mit Interessenvertretern über Menschenrechtslage in Katar

Gianni Infantino, Präsident der FIFA, auf der Tribüne in Doha/Katar.
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News | Die WM 2022 in Katar ist höchst umstritten aufgrund der unzähligen sterbenden Gastgebern auf den Baustellen vor Ort. Die FIFA will das Turnier dennoch dort austragen, obwohl sie sich nun mit Menschenrechtsorganisationen auseinandersetzte.

FIFA und Katar im Dialog mit Menschenrechtsvertretern

Katar wird im Winter 2022 die Weltmeisterschaft ausrichten. Der Gastgeber steht seit der Zusage der FIFA in der Kritik, da er Menschenrechte missachtet, was zu tausenden von Toten auf den Baustellen, die mit Blick auf das Turnier entstanden, führte.

Die Agentur Reuters (via Sky Sports) berichtete, dass am Dienstag die FIFA mit Präsident Gianni Infantino (51), das katarische Organisationskomitee, Mitglieder des europäischen Parlaments und Europarats virtuell zusammenfanden, um mit Arbeitnehmer-  sowie LGBTQIA-Vertretern über die Lage im Wüstenstaat zu sprechen.

 

Hassan Al Thawadi (43), Leiter des WM–Organisationskomitees, erklärte: „Vom ersten Tag an haben wir uns verpflichtet, vor dem Turnier ein Vermächtnis zu hinterlassen, das auch über das Turnier hinaus Bestand hat, insbesondere bei der Arbeitsreform, aber auch bei anderen Themen.“ Einer Aussage, der man nur schwer Glauben schenken kann.

15.000 Tote | Die WM 2022 in Katar – Wenn Humanismus keine Rolle spielt

In einem 48-seitigen Bericht von Amnesty International mit dem Titel „Reality Check 2021″ hieß es nämlich, dass Praktiken wie die Einbehaltung von Löhnen und die Erhebung von Gebühren für einen Arbeitsplatzwechsel noch immer weit verbreitet seien.

Human Rights Watch richtete den Blick auf die katarischen Gesetze, die nach wie vor Frauen sowie lesbische, schwule, bisexuelle und transsexuelle Personen (LGBT) diskriminieren. Daher sagte Piara Powar, Geschäftsführerin des Fare-Netzwerks, einer Organisation, die sich gegen Diskriminierung im europäischen Fußball einsetzt: „Unsere Hauptfrage hier in Katar betrifft die LGBTQIA-Rechte und insbesondere das Gesetz, das Homosexualität unter Strafe stellt.“

Weiter fügte sie an: „Wir wissen, dass viele LGBTQIA-Personen Angst vor dem haben, was auf sie zukommt und was sie erwartet.“  Deshalb solle der Respekt vor der lokalen Kultur nicht ausschließen, „dass man sich für die Sicherheit von LGBTQIA-Gemeinschaften einsetzt“.

(Photo by Mohamed Farag/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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