Primeira Liga | Porto lässt Benfica im Clássico leer ausgehen

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News | Spitzenspiel am 16. Spieltag der Primeira Liga! Der FC Porto empfing Benfica zum Clássico. Es entwickelte sich eine intensive Partie, in der Porto die Oberhand behielt – und verdient 3:1 gewann.

Fábio Vieira und Pepê vergrößern Benficas Sorgen in der Primeira Liga

Die Spielzeit verlief für beide Mannschaften eher gemischt. Während der FC Porto als Tabellenführer in dieses Spitzenspiel ging, konnten sie sich in der Champions League nicht gegen Liverpool sowie Atlético Madrid durchsetzen und verloren das Gruppenfinale gegen den amtierenden spanischen Meister 1:3.

 



 

Bei Benfica verhält es sich genau spiegelverkehrt. Mit dem 2:0 gegen Dynamo Kyiv – und etwas Schützenhilfe aus München – konnten sie den FC Barcelona dorthin schicken, wo sich auch Porto wiederfindet: in die Europa League. Dafür läuft es national überhaupt nicht für den Ex-Dortmunder Julian Weigl und die Seinen. Sieben Punkte trennten sie vor dem Abend vom Spitzenduo aus Stadtrivale Sporting sowie Porto. Der amtierende Meister konnte bereits am Mittwoch dank eines Hattricks von Paulinho mit einem 3:2 gegen Portimonense vorlegen. Da es bei Benfica infolge des 0:3-Pokalaus vor genau einer Woche an Ort und Stelle zu einem Zerwürfnis zwischen der Mannschaft und Jorge Jesus kam, fand letzterer die Entlassungspapiere unter dem Baum. Bis Saisonende übernimmt Nélson Veríssimo, der auch schon nach dem Rücktritt von Bruno Lage einsprang.

Personell holte Veríssimo sämtliche Sportwagen aus der Garage, mit Julian Weigl, mit João Mário, mit Éverton, Roman Yaremchuk sowie Gonçalo Ramos.
Selbiges gilt auch für Sérgio Conceição auf der anderen Seite: Chancel Mbemba, Otávio, Vitinha, Pepê und vorne Fábio Vieira sowie Mehdi Taremi. Der Ex-Leverkusener Wendell musste vorerst auf der Bank Platz nehmen. Dort fand sich unter anderem auch der Filius des Trainers wieder, Francisco, genannt „Chico“ Conceição.

Kaum Chancen für Benfica, Porto dominant – und mit verdienter Pausenführung

Und dann hinein ins Geschehen, dass zunächst eine tiefblaue Färbung trug. 3. Minute, nach einem Eckball von links kam Fábio Vieira zum Volley, setzte diesen allerdings über den Querbalken. Eine gute Viertelstunde später kombinierte sich Porto sehenswert nach vorne, im Strafraum kam Mehdi Taremi zum Abschluss, den André Almeida heroisch per Grätsche verhinderte.

Nach 22 Minuten war der rote Riegel erstmals durchbrochen: Pepê erzielte von halbrechts das 1:0, stand dabei aber abseits, nach VAR-Überprüfung zählte der Treffer zurecht nicht.

Es dauerte bis zur 33. Minute, bis Benfica seine erste gute Gelegenheit hatte. Nach einem gelungenen Zuspiel hatte Roman Yaremchuk freie Fahrt Richtung Diogo Costa, schoss diesen aber an – Chance vergeben.

Es sollte auch die letzte für die Gäste vor der Pause bleiben. Denn danach kam wieder Porto auf und diesmal erfolgreich wie regulär: 34. Minute, Fábio Vieira blieb halbrechts im Strafraum mit etwas Glück in Ballbesitz, behielt die Ruhe und schob ins lange Eck ein.

Und nur drei Minuten später flankte Otávio von rechts, Pepê lief im genau richtigen Moment ein und köpfte sehenswert zum 2:0 ein. Dabei blieb es zur Pause auch.

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Mehdi Taremi macht alles klar – Benfica fällt weit zurück

Ohne personelle Wechsel ging es in die zweite Hälfte. Dafür gab es einen postwendenden auf der Anzeigetafel: Rafa Silva setzte sich auf der rechten Grundlinie durch, in der Mitte musste Roman Yaremchuk nur noch einschieben. 1:2, Fußball kann manchmal tatsächlich so einfach sein. 47. Minute, Benfica praktisch mit Wiederanpfiff zurück im Spiel.

Das Hoch machten sich die Gäste allerdings selbst zunichte. Denn nur zwei Minuten später kam André Almeida, bererits gelb vorverwarnt, im Mittelfeld viel zu spät und hatte vorzeitig Feierabend.

Trotzdem präsentierte sich Benfica im zweiten Abschnitt verbessert. In der 63. Minute spielten sich Rafa Silva und Gonçalo Ramos zu zweit durch Portos Hintermannschaft. Diogo Costa war bereits geschlagen. Doch Zaidu Sanusi rettete mit viel Mühe auf der Linie und verhinderte das Eigentor.

Den Warnschuss hatte Porto gehört, 68. Minute, Benfica konnte einen Eckball zunächst klären, allerdings setzte Vitinha nach. Sein Zuspiel nahm Mehdi Taremi gekonnt mit und schob von halblinks ins lange Eck ein. Sein erstes Ligator seit einem Dreierpack beim 3:1 in Tondela Ende Oktober. Dieser Treffer nahm sichtlich Drive aus der Partie, mit einem Mann und zwei Toren mehr konnte es Porto sichtlich ruhiger angehen lassen, von Benfica kam in den Folgeminuten nicht mehr viel.

Die Partie lief locker aus, der FC Porto holte vor allem aufgrund dank einer starken ersten Halbzeit den verdienten Sieg, springt wieder an die Tabellenspitze und ist damit erneut punktgleich mit Meister Sporting. Am 8. Januar steht die nächste Partie an, bei Aufsteiger Estoril Praia. Für Benfica hingegen wird es düster, sie liegen nunmehr zehn Zähler hinter dem Spitzenduo und müssen aufpassen, Rang 3 nicht auch noch zu verspielen. Drei Punkte hinter ihnen befindet sich Braga bereits in Lauerstellung.

Der Endstand aus dem Estádio do Dragão: FC Porto 3, SL Benfica 1.

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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