BVB müht sich in Kopenhagen zum Remis

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Der FC Kopenhagen stellt Borussia Dortmund mit seiner mutigen Spielweise vor Herausforderungen. Statisch und uninspiriert müht sich der BVB zu einem 1:1 und zieht ins Achtelfinale der Champions League ein.

Kopenhagen mutig, Dortmund statisch

Vor dem Spiel war bereits alles klar: Borussia Dortmund ist im Achtelfinale der Champions League, der FC Kopenhagen ausgeschieden. Trotzdem entzückten die dänischen Fans das Heimteam im Parken, dem Stadion des FC Kopenhagen, mit einer weiß-blau-silbernen Choreographie. Das Stadion war von den ersten Minuten ein kochender Kessel, das Spiel hingegen brauchte noch etwas, bis es in Fahrt kam. Der BVB riskierte im Spielaufbau wenig. Salih Özcan und Emre Can drehten häufig ab, spielten quer oder zurück zu den Innenverteidigern Mats Hummels und Nico Schlotterbeck.



Die erste große Torchance hatten aber die Hausherren. Während eines Konters über den linken Flügel vernaschten zwei Angreifer der Dänen Mats Hummels. Mohamed Daramy flankte auf den völlig freistehenden erst 16-jährigen Roony Bardghji. Gregor Kobel musste sich extrem strecken, um den Kopfball ins lange Eck abzuwehren.

Der BVB hingegen spielte statisch. In der Offensive waren es Tempodribblings von Donyell Malen oder feine Pässe von Giovanni Reyna die einen Hauch von Gefahr ausstrahlten. Weiter hinten störte Salih Özcan mit seine für ihn typischen, äußerst passiven Positionierung außerhalb der Grundordnung den Spielaufbau. Statt sich hinter der ersten Verteidigungslinie von Kopenhagen zu positionieren und die Hausherren dadurch vor Zuordnungsprobleme zu stellen, ließ er sich immer wieder tief fallen und gesellte sich zu Mats Hummels und Nico Schlotterbeck.

In der 23. Spielminute flankte Felix Passlack nach einer sehenswerten Einzelaktion etwas holprig in den Sechzehner. Anthony Modeste verpasste, doch Thorgan Hazard kontrollierte den Ball am langen Pfosten und vollstreckte per Halbvolley zur Führung.

(Photo by BO AMSTRUP/Ritzau Scanpix/AFP via Getty Images)

Aber auch nach dem Führungstreffer mühte sich der BVB. Zwar hatten die Gäste mehr Ballbesitz (zur Halbzeit 55 Prozent), ertragreich war dieser allerdings nicht. Kopenhagen hingegen spielte mutig und mit Tempo nach vorne. Somit war es nur folgerichtig, dass Kopenhagen in der 41. Spielminute den Ausgleich erzielte. Giovanni Reyna spielte auf der linken Seite einen schwachen Pass in den Lauf von Viktor Claesson. Dieser marschierte bis zur Grundlinie durch, legte zurück auf den mitgelaufenen Hákon Arnar Haraldsson, der aus sieben Metern eiskalt einschob. Das erste Tor des FC Kopenhagen in der laufenden Champions-League-Saison.

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Ein munteres Auf und Ab aber ohne Tore

Zur Pause wechselte Edin Terzic. Alexander Meyer kam für den abermals starken Gregor Kobel ins Spiel, Niklas Süle ersetzte Mats Hummels. Der Grund für den Doppelwechsel war wohl eher Belastungssteuerung und nicht leistungs- oder verletzungsbedingt. In der Frühphase der zweiten Hälfte spielte Dortmund schwungvoller. Karim Adeyemi sorgte mit rasanten Dribblings für Gefahr. Erst trudelte ein abgefälschter Schuss von ihm knapp am linken Pfosten dabei, wenig später legte er uneigennützig in die Mitte, wo Anthony Modeste und Donyell Malen sich gegenseitig eine vielversprechende Schussposition klauten und die Chance vertändelten.

Kurz darauf wechselte Edin Terzic erneut, brachte Julian Brandt und Youssoufa Moukoko für Giovanni Reyna und Salih Özcan. Gleich mit ihrer ersten Aktion kombinierten die beiden Joker durch die Abwehr des FC Kopenhagen, Julian Brandt legte per Hacke auf Youssoufa Moukoko ab, der den Ball aus 17 Metern gegen den rechten Torpfosten hämmerte.

Das Spiel entwickelte sich zu einem munteren Auf und Ab. Auch der FC Kopenhagen setzte immer wieder Akzente, doch beide Mannschaften waren im letzten Drittel häufig zu ungenau. Ein Tor fiel allerdings nicht mehr, trotzdem boten die Hausherren ihren feiernden Fans 90 spektakuläre Minuten.

(Photo by BO AMSTRUP/Ritzau Scanpix/AFP via Getty Images)

 

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