Champions League | 0:3! Bayern straft Barcelona erneut ab

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Benvingut a Catalunya, Benvingut a Barcelona! Der FC Bayern ist zu Gast im Camp Nou und wird dort gegen den FC Barcelona seine Champions-League-Saison eröffnen! Für die Katalanen war es einmal mehr ein deprimierender Abend. Ein drückend überlegener FC Bayern gewann absolut verdient 3:0.

Barcelona mit gutem Start, aber Bayern beißt sich ins Spiel

Das letzte Duell dieser beiden dürften die Münchener noch in bester Erinnerung haben. 2020 besiegte man – damals noch unter Hansi Flick – die Katalanen im Viertelfinale 8:2. Auch die Bilanz spricht klar für den FC Bayern. Zwei Barcelona-Siegen und zwei Unentschieden stehen sieben Erfolge des deutschen Rekordmeisters gegenüber.

In diesem Aufeinandertreffen wird – voraussichtlich – eine von zwei langen Serien beendet werden: Auf der einen Seite hat Barcelona keines der letzten 22 Eröffnungsspiele verloren, der FC Bayern gewann sogar die letzten 17 am Stück und kassierte dabei lediglich zwei Gegentore. Zuletzt gab es in der Allianz Arena ein 4:0 gegen Atlético Madrid, davor ein 3:0 gegen Roter Stern Belgrad.

 



 

Aufstellungstechnisch wechselte Julian Nagelsmann im Vergleich zum 4:1-Sieg in Leipzig zweimal: Niklas Süle ersetzte Lucas Hernández in der Innenverteidigung. Dazu rückte Jamal Musiala für Serge Gnabry in die Startelf. Die fächerte sich im gewohnten 4-2-3-1 auf, mit Alphonso Davies auf links, Benjamin Pavard rechts, Leon Goretzka und Joshua Kimmich im Zentrum. Davor Thomas Müller, der in fünf Pflichtspielen gegen Barcelona sechs Tore erzielte und Robert Lewandowski in der Spitze.

Der FC Barcelona hatte am vergangenen Wochenende spielfrei, sodass die Katalanen ihr letztes Pflichtspiel am 29. August absolvierten, ein 2:1 gegen Getafe. Ronald Koeman nahm vier Änderungen an dieser Startelf vor. Emerson Royal wurde mittlerweile zu Tottenham weitertransferiert und Antoine Griezmann an Atlético Madrid zurückverliehen. Darüber hinaus fehlten Clément Lenglet und Martin Braithwaite. Für die vier begannen Gerard Piqué, Eric García, Pedri und Sevilla-Leihgabe Luuk De Jong im 5-3-2.

Natürlich Müller! FC Bayern führt zur Pause in Barcelona

Die ersten Minuten des Spiels gehörten den Gastgebern, die die Münchener früh anliefen und schon beim Spielaufbau störten. Mit dieser mutigen Herangehensweise tat sich der FC Bayern sichtlich schwer. Doch wirkliche Torchancen sprangen dabei nicht heraus. Erst nach einer guten Viertelstunde waren beide Mannschaften in diesem Spiel angekommen.

In der 19. Minute wurde es erstmals am Abend gefährlich. Die Münchener konnten sich am gegnerischen Strafraum festsetzen. Leroy Sané zog aus gut 13 Metern halblinker Position ab, Marc-André ter Stegen parierte etwas unkonventionell mit einer Hand.

Es war ein extrem ausgeglichenes Spiel, wenngleich kein zwingend spektakuläres. Allerdings übernahm der FC Bayern mit fortlaufender Dauer immer mehr das Zepter. Es gelang der Mannschaft von Julian Nagelsmann, zu frühen Ballgewinnen und in der Folge auch zu Chancen. 31. Minute, Thomas Müller spielte ins Zentrum auf Robert Lewandowski. Der ließ direkt für Sané prallen. Nach einem Abschluss von Joshua Kimmich war schließlich die Fahne zurecht oben. Ein etwas zu verspielter Angriff.

Besser machten es die Münchener zwei Minuten später. Nach einer schnellen Kombination über links wurde Thomas Müller aus gut 22 Metern nur halbherzig angegriffen, hielt drauf – und traf, weil Eric García noch unhaltbar abfälschte. Man hätte es fast erahnen können. Siebtes Tor im sechsten Spiel gegen Barcelona und sein 49. in diesem Wettbewerb. Eine Führung, die der FC Bayern sicher in die Pause brachte.

Es ist ein verdienter Halbzeitstand. Zwar taten sich die Münchener anfangs schwer. Doch Barcelona nutzte die gute Phase zu Beginn nicht aus, ließ den Rekordmeister ins Spiel finden und sein gewohntes Angriffspressing aufziehen. Spätestens, als Süle und Upamecano auch noch den tiefer postierten Memphis Depay im Griff hatten, kamen die Katalanen praktisch nicht mehr zu offensiven Szenen. Und wenn, dann hatte die bayrische Defensive immer die passende Antwort parat.

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Lewandowski macht den Bayern-Sieg klar

Beide Mannschaften gingen unverändert in die zweite Halbzeit. Nach drei Minuten produzierte Leon Goretzka ein Schüsschen, das links vorbeiging. Zwei Minuten später hielt Sergio Busquets auf der anderen Seite drauf, Müller fälschte zur Ecke ab, die nichts einbrachte.

Die Münchener knüpften an ihre Dominanz der ersten Hälfte an. 52. Minute, Leroy Sané dribbelte sich durch die Abwehr, scheiterte aus neun Metern aber an Marc-André ter Stegen scheiterte. Das 0:2, es lag in der Luft. Und gefallen ist es in der 56. Minute. Ein Linksschuss von Alphonso Davies wurde geblockt, Jamal Musiala nahm den Ball auf und setzte ihn mit der Pike ans rechte Gestänge. Robert Lewandowski war gedankenschneller als Ronald Araújo, schnappte sich den Abpraller und schob zum 0:2 ein. Es waren unglückliche Gegentore, die der FC Barcelona hier kassierte, aber keineswegs unverdiente.

Copyright: EIBNER/Benjamin SOELZER/imago

Mit dem klareren Ergebnis begann die große Wechselorgie: Gavi, Yusuf Demir, Óscar Mingueza und Ex-Münchener Philippe Coutinho für Sergio Busquets, Sergi Roberto, Eric García und Luuk De Jong auf der einen Seite. Lucas Hernández und Serge Gnabry für Benjamin Pavard sowie Jamal Musiala.

Lewandowski wackelt Piqué aus – und schnürt den Doppelpack

In der 69. Minute hatte Coutinho seinen ersten Auftritt. Beim 8:2 noch auf der anderen Seite mit Doppelpack und Vorlage. Diesmal konnte der nahezu beschäftigungslose Manuel Neuer seinen Schlenzer entspannt über den rechten Winkel schauen. Eine gute Viertelstunde vor Schluss war bei Jordi Alba der Tank leer. Alex Baldé ersetzte ihn, der wie Gavi sein Champions-League-Debüt gab.

Das tat bei den Münchenern später auch Marcel Sabitzer. Er kam zusammen mit Kingsley Coman und Josip Stanišić für Thomas Müller, Leroy Sané und Niklas Süle. Wenig später kam die 3 auf der Anzeigetafel für die 2. Davies steckte rechts für Serge Gnabry durch, der den rechten Pfosten traf. Lewandowski schnappte sich abermals den Abpraller, wackelte Gerard Piqué aus und schob zum fast schon überfälligen 0:3 ein. Dabei blieb es letztlich auch.

Kein 8:2, aber trotzdem ein Klassenunterschied

Am Ende steht ein hochverdienter 3:0-Sieg für den FC Bayern in Barcelona. Die Münchener holen damit den achten Sieg im zwölften Spiel gegen die Katalanen. Es war über 70 Minuten – und vor allem nach der Pause – ein Klassenunterschied. Die Münchener waren in allen Belangen – Tempo, Ballsicherheit, Kreativität – drückend überlegen. Die Gastgeber versuchten, sie anfangs mit dem eigenen Publikum im Rücken zu überrumpeln. Torchancen sprangen dabei nicht heraus.

Danach übernahm der FC Bayern das Zepter und gab es bis Spielschluss nicht mehr her. Erstmals seit 2003, seit 18 Jahren, blieb der FC Barcelona in der Champions League ohne Schuss aufs Tor. Die Youngster um Gavi und Alex Baldé brachten in Tateinheit mit Philippe Coutinho frischen Wind. Wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte Koeman sie von Beginn an gebracht, ist müßig zu diskutieren. 2013 unterlag Barcelona dem FC Bayern ebenfalls 0:3, blieb danach sieben Jahre ohne Heimniederlage in der Königsklasse. Nun kassierten sie – nach dem 0:3 gegen Juventus und dem 1:4 gegen PSG – die dritte in Folge und die dritte deutliche.

Denn der Endstand im Camp Nou lautet diesmal: Barcelona 0, Bayern 3.

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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