Champions League | Sevilla will, Dortmund gewinnt – und macht einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale!

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News | Am Mittwochabend des 3. Champions-League-Spieltags reiste Borussia Dortmund ins Ramón Sánchez Pizjuán, zum Sevilla FC. Dank eines Doppelschlags vor der Pause fuhr Schwarzgelb einen klaren 4:1-Sieg ein.

Sevilla hat die Chancen – und lädt Dortmund doch ein: klare Führung zur Pause!

Bienvenidos al Estadio Ramón Sánchez Pizjuán! Am Donnerstagabend reiste der BVB zum Sevilla FC. Die Dortmunder kommen mit einer 2:3-Niederlage aus Köln im Gepäck und fielen im Verlaufe des 8. Bundesliga-Spieltags auf Rang 4 zurück.

Probleme, die der Sevilla FC liebend gern hätte. Im Moment läuft bei den Andalusiern überhaupt nichts zusammen. Lediglich einen Sieg (3:2 bei Espanyol) und zwei Remis (je 1:1 gegen Real Valladolid und in Villarreal) gab es aus den ersten sieben Partien in La Liga. Ein Punkt trennt sie auf Rang 17 nur noch vom ersten Abstiegsplatz. Auch der Trainerstuhl von Julen Lopetegui wackelt und quietscht mit jedem Spiel mehr. Inzwischen ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er auch einbricht. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gab es mehr Fragen zu Lopeteguis Zukunft, als zum Spiel selbst. Jorge Sampaoli soll als Nachfolger bereitstehen und wird höchstwahrscheinlich in seine zweite Amtszeit gehen. Gerüchteweise wurde Lopetegui bereits mit den Wolves in Verbindung gebracht, die sich jüngst von Bruno Lage trennten.

 



 

Zu den Aufstellungen: Sechs Wechsel nahm Lopetegui in seinem wohl letzten Spiel sechsmal: Die beiden Ex-Bundesliga-Akteure Tanguy Nianzou (FC Bayern) und Thomas Delaney (Bremen und Dortmund), Erik Lamela sowie Kasper Dolberg saßen auf der Bank. Der ehemalige Herthaner Karim Rekik fehlte mit Oberschenkelverletzung. Óliver Torres stand nicht im Champions-League-Kader. Für sie begannen die beiden  Eigengewächse José Ángel Carmona und Kike Salas in den Innenverteidigung. Dazu Joan Jordán im Mittelfeld, zusammen mit Ivan Rakitić und Suso vorne drin.

Zweimal rotierte Edin Terzić: Emre Can und Youssoufa Moukoko begannen anstelle von Donyell Malen sowie Anthony Modeste. Gute Nachrichten gab es auch aus dem Lazarett: Gregor Kobel stand wieder im Kader. Ein Einsatz kam für ihn aber noch zu früh.

Meyer pariert gegen En-Nesyri, Dortmunder Doppelschlag: Klares 3:0 zur Pause

Damit hinein in die Partie: 6. Minute, Jude Bellingham spielte eine starke Seitenverlagerung auf Raphaël Guerreiro. Dortmunds Linksverteidiger nahm den Ball gut mit und schloss hoch über Bono hinweg ab. Carmona fälschte noch minimal ab. Traumstart und 0:1!

Danach aber drehten die Gastgeber auf: In Minute 10 fand Joan Jordán gekonnt Youssef En-Nesyri, dessen ersten Abschluss Meyer parierte – aber nach vorne. En-Nesyri bekam den zweiten Versuch, den Meyer ebenfalls hatte.

In Minute 21 stand En-Nesyri erneut im Mittelpunkt, bei einem Konter mit Salih Özcan und Karim Adeyemi brachte er als letzter Mann den Kölner Neuzugang zu Fall. Maurizio Mariani zückte sofort Rot, schaute sich allerdings am Monitor Dortmunds vorhergehenden Ballgewinn von Adeyemi gegen Isco an und befand diesen als regelwidrig. Damit ist der Rest der Szene hinfällig, Sevilla weiter zu elft.

Erst nach einer halben Stunde kam Dortmund wieder besser ins Spiel. In Minute 33 hatte Adeyemi rechts am Strafraum Platz und legte ins Zentrum. Moukoko timte seinen Laufweg nicht perfekt, musste so noch einen Haken schlagen. Sein Abschluss wurde geblockt. Der Rebound von Thomas Meunier ging in Richtung Innenstadt.

Kurz vor der Pause drückte Sevilla aber wieder auf den Ausgleich. 37. Minute, infolge eines Ballverlusts von Emre Can ging es bei Sevilla schnell. Eine Flanke von links brachte En-Nesyri den Ball aufs linke Eck, Meyer parierte herausragend. Die darauffolgende Ecke verlängerte Kike Salas an den zweiten Pfosten, Carmonas Volley ging knapp vorbei.

Und dann merkte man wieder, wie tief der Sevilla FC in der Tinte steckt: 41. Minute, die Dortmunder spielten einen Angriff schnell und präzise aus. Nach einem doppelten Doppelpass drang Jude Bellingham energisch in den Strafraum ein, ließ Nemanja Gudelj stehen und spitzte den Ball nach einem Haken ins lange Eck. 0:2! Damit wurde Bellingham zum ersten Mittelfeldspieler der Champions-League-Geschichte, der als Teenager in drei aufeinanderfolgenden Partien traf.

Nur drei Minuten später verlud Moukoko mit einer gekonnten Ballannahme zwei Mann. Den wuchtigen Abschluss parierte Bono. Karim Adeyemi blieb in der Szene drin und schloss mittig zum 0:3 ab. Zur Pause gab es ein gellendes Pfeifkonzert im Ramón Sánchez Pizjuán.

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Brandt antwortet En-Nesyri: Dortmund festigt Platz 2

Zwei Wechsel nahm Julen Lopetegui vor: Erik Lamela und Gonzalo Montiel ersetzten Suso sowie Jesús Navas. Tatsächlich erwischten die Gastgeber diesmal die bessere Anfangsphase. 51. Minute, Youssef En-Nesyri sprang bei einem Eckball höher als Schlotterbeck, beziehungsweise er sprang überhaupt und köpfte perfekt ins lange Eck ein. 1:3.

Im direkten Gegenzug kam Moukoko aus rund 13 Metern zur Chance, scheiterte aber an Bono. Diese Phase gehörte allerdings den Gastgebern. 56. Minute, Lamela schickte Alex Telles links in die Box, dessen Hybrid aus Hereingabe und Abschluss ging knapp am rechten Pfosten vorbei.

Nach einer Stunde bediente Meunier Moukoko mit einem langen Ball. Sein Heber ging über Bono, aber auch den Querbalken.

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Photo by Fran Santiago/Getty Images

Eine Viertelstunde vor Schluss machte Schwarzgelb endgültig alles klar, weil sie abermals von Sevilla eingeladen wurden: Moukoko von links zur Flanke. In der Mitte hatte Julian Brandt so viel Platz, dass er vor seiner Kopfball-Bogenlampe ins lange Eck noch mit dem Hund hätte Gassi gehen können. Sei’s drum, 1:4.

Das Parallelspiel gewann Manchester City erwartungsgemäß deutlich 5:0 gegen den FC Kopenhagen. Damit festigt der BVB Platz 2 in Gruppe G mit sechs Zählern. Fünf Punkte beträgt ihr Vorsprung inzwischen auf Sevilla.

Kommende Woche treffen beide in Dortmund erneut aufeinander. Davor steht für Dortmund am Samstagabend das Topspiel gegen den FC Bayern an. Sevilla empfängt parallel den Athletic Club. Dann wohl mit Sampaoli an der Seitenlinie. Nach der Partie ging Lopetegui nochmal auf den Platz. Es gab das nächste Pfeifkonzert, gegen die Mannschaft und vor allem den Vorstand.

Der Endstand aus dem Ramón Sánchez Pizjuán: Sevilla FC 1, Borussia Dortmund 4.

Photo by Fran Santiago/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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