Champions League | Abgezockte Leipziger erobern den Celtic Park – und haben das Achtelfinale wieder in der eigenen Hand!

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News | Am Dienstagabend des 4. Champions-League-Spieltags reiste RB Leipzig in den Celtic Park. Timo Werner und Emil Forsberg belohnten einen abgezockten Auftritt, an dessen Ende ein 2:0-Sieg steht.

Leipzig übersteht Celtics Dreifachchance: Keine Tore zur Pause

Welcome to Paradise! Am Dienstagabend trat RB Leipzig im Celtic Park an. Das Hinspiel vergangene Woche entschied der Bundesligist 3:1 für sich. Am Wochenende gab es ein 1:1 bei dem Klub, für den Marco Rose acht Jahre lang selbst auflief: Mainz 05.

Für Celtic läuft es in der heimischen Premiership bestens. Nach einem 2:1 bei St. Johnstone führt man die Tabelle zwei Zähler vor Stadtrivale Rangers an.

 



 

Vier Änderungen nahm Marco Rose im Vergleich zur Partie in Mainz vor: Mohamed Simakan, Joško Gvardiol und David Raum begannen in der Viererkette anstelle von Benjamin Henrichs, Abdou Diallo sowie Marcel Halstenberg, der mit Zerrung im Rippenbereich fehlte. Ganz vorne spielte André Silva für Emil Forsberg.

Einen Wechsel mehr gab es bei Roses Gegenüber Ange Postecoglou: Josip Juranović, Moritz Jenz, Greg Taylor, Daizen Maeda sowie Kyogo Furuhashi begannen für Anthony Ralston, Stephen Welsh, Alexandro Bernabei sowie Giorgos Giakoumakis. Jota, im Hinspiel noch Torschütze für Celtic, fiel an diesem Abend verletzt aus.

Leipzig nur selten zwingend, zur Pause aber noch im Spiel

Damit hinein in die Partie: Keine Minute war auf der Uhr, da ergab sich bereits die erste Chance für Celtic. Liel Abadas Flanke kam bei Maeda an, der die allerdings über das Tor köpfte.

Mit fortschreitender Spielzeit bekam Leipzig die Partie immer mehr in den Griff und hatte in Minute 8 seinerseits die erste Torgelegenheit: Eine Flanke von David Raum kam in den Fünfer und Dominik Szoboszlai dort zum Abschluss, den Celtics Abwehr allerdings noch blocken konnte.

Danach beruhigte sich die Partie wieder. Erst um die Halbstundenmarke herum wurde es wieder interessant. 27. Minute, zuerst probierte es Matt O’Riley aus der Distanz – an den rechten Pfosten. Taylor schnappte sich den Rebound und traf den Querbalken, stand dabei allerdings abseits.

Keine zwei Minuten später bekam Kyogo Furuhashi die Flanke perfekt auf den Kopf serviert. Der japanische Nationalspieler mag zwar nur 1,70 Meter groß sein, verfügt aber über ein exzellentes Timing im Kopfball, das er auch hier wieder unter Beweis stellte, wenngleich der Ball diesmal über das Tor ging. Trotzdem: die nächste dicke Gelegenheit für Celtic.

Was war eigentlich mit Leipzigs Offensive? 45. Minute, Christopher Nkunku schlug einen Haken im Strafraum, sodass er freie Schussbahn hatte. Seinen Versuch aufs lange Eck parierte Joe Hart. So ging es ohne Tore in die Pause.

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Werner und Forsberg belohnen abgezockte Leipziger

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte. Dafür mit einer sehr ordentlichen Chance für RB. 49. Minute, ein erster Abschluss Amadou Haidaras aus dem Rückraum konnte noch geblockt werden. Der Ball landete allerdings genau bei Willi Orbán, dessen Schuss von rechts Joe Hart entschärfte.

Das Spiel wurde nach der Pause etwas härter. Wirkliche Chancen für Celtic ergaben sich nicht – stattdessen auf der anderen Seite: 62. Minute, Timo Werner bekam den Ball im Rückraum und hatte sehr viel Platz, Celtics Defensive blockte.

Eine Viertelstunde vor Schluss war der Bann für RB gebrochen: André Silva tankte sich links bis an die Grundlinie, brachte aber trotzdem noch den Chip in den Rückraum zu Timo Werner, der präzise ins lange Eck köpfte.

Celtic musste nun Druck machen und tat das auch: 78. Minute, O’Riley schlug einen Haken und hielt wuchtig drauf, Janis Blaswich lenkte den Ball über den Querbalken. Nur eine Minute später landete eine Flanke von James Forrest an den zweiten Pfosten, der eingewechselte Giorgos Giakoumakis köpfte knapp vorbei,

Mitten in diese Druckphase hinein kassierte Celtic den Knockout. 84. Minute, ein langer Ball von Abdou Diallo landete links bei Timo Werner der geschickt verzögerte. Im Zentrum lief Emil Forsberg in Position und vollendete sehenswert in den rechten Winkel. 0:2!

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Photo by ANDY BUCHANAN/AFP via Getty Images

Mit diesem Ergebnis hätte RB seine Hausaufgaben gemacht, bliebe aber trotzdem auf Platz 3, weil Shakhtar Donezk wenige Sekunden nach Wiederanpfiff gegen Real Madrid in Führung ging. Lange sah es danach aus, als sollte es der einzige Treffer des Abends bleiben. In Minute 95 gab es doch noch die Erlösung – dank eines ehemaligen und eines aktuellen Nationalspielers: Eine Flanke von Toni Kroos landete bei Antonio Rüdiger, der über den herauseilenden Anatoliy Trubin hinweg zum 1:1-Endstand einköpfte. Damit springt RB Leipzig doch noch auf Platz 2, steht mit sechs Zählern einen vor Shakhtar Donezk und hat – trotz bescheidenen Starts mit zwei Niederlagen – das Achtelfinale wieder in der eigenen Hand.

Am Wochenende geht es für RB gegen die Hertha, bevor sie Zweitliga-Spitzenreiter HSV zum Pokalduell empfangen. Danach geht es nach Augsburg und gegen Real Madrid.

Celtic empfängt am Samstag, die Hibs, Hibernian Edinburgh, reist dann zum League Cup nach Motherwell, gefolgt von einem Auswärtsspiel bei den Hearts und dem nächsten Heimduell in der Champions League, gegen Shakhtar Donezk.

Der Endstand aus dem Celtic Park: Celtic 0, RB Leipzig 2.

Photo by ANDY BUCHANAN/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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