United-Probleme und wenig Punkte für die Bundesligisten: 3 Thesen zum Spieltag in der Champions League

Manchester United vor der Champions League
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Der fünfte Spieltag in der UEFA Champions League steht auf dem Programm. Der FC Bayern ist bereits für das Achtelfinale qualifiziert, andere, teils große Klubs müssen noch zittern. Für Manchester United geht es beispielsweise beim FC Villarreal zur Sache. Wir formulieren drei Thesen zum anstehenden Spieltag!

These 1: Manchester United gerät in Schwierigkeiten

Manchester United steht in seiner Gruppe in der UEFA Champions League aktuell an der Spitze. Sieben Punkte aus vier Partien sorgen aber nicht dafür, dass sich die Red Devils in Ruhe zurücklehnen können. Gegner Villarreal steht auch bei sieben Punkten und Atalanta hat fünf Punkte auf dem Konto. Das Auswärtsspiel im Estadio de la Ceramica könnte für Manchester United zu einer sehr schweren Aufgabe werden.

Manchester United Champions League

(Photo by Alex Pantling/Getty Images)

Denn: Am Wochenende verlor die Mannschaft mit 1:4 beim FC Watford und Ole Gunnar Solskjaer (48) ist nicht länger Cheftrainer beim Klub. Michael Carrick (40), aktuell als Interimstrainer im Einsatz, muss die Mannschaft schnell auf Kurs bringen. Denn ein Endspiel am letzten Spieltag gegen die Young Boys, die United schon im Hinspiel schlugen, soll dringend vermieden werden. Allerdings ist mit einem Sieg in der Neuauflage des Endspiels der Europa League der Vorsaison nicht zu rechnen. Villarreal spielt zwar keine grandiose Saison, in solchen Spielen kann die Mannschaft aber über sich hinauswachsen. Für United geht es folglich darum, ob die individuelle Klasse ausreicht, um einen Punkt zu holen.

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These 2: Keine gute Woche für die deutschen Klubs in der Champions League

Der FC Bayern ist schon qualifiziert, RB Leipzig ist schon ausgeschieden und für den BVB und den VfL Wolfsburg ist noch alles drin. Es steht eine interessante Woche in der Champions League auf dem Programm und für die Bundesliga-Klubs droht es in Sachen Ergebnisse sehr schwierig zu werden. Der FC Bayern hat sich in eine Position manövriert, in der ein kleiner Rückschlag kein Problem wäre. Gegner Dynamo Kiew ist nicht leicht zu bespielen, dem Rekordmeister reicht aber schon ein Remis zum Gruppensieg. Viel mehr scheint angesichts von acht Ausfällen und zwei angeschlagenen, fraglichen Spielern aber nicht möglich zu sein, zumal am Freitag in Augsburg viele Dinge nicht gut funktionierten.

RB Leipzig droht ebenfalls eine Enttäuschung. Der Klub kämpft noch um den dritten Platz und spielt beim belgischen Vertreter Club Brugge. Die Belgier überraschten RB schon im Hinspiel und gewannen in Leipzig, jetzt müssen die Sachsen auswärts antreten und es besser machen. Das Problem: RB Leipzig hat in dieser Saison eine katastrophale Auswärtsbilanz und weder international noch in der Bundesliga ein Spiel in der Fremde gewonnen. Der VfL Wolfsburg, aktuell auf Platz drei stehend, reist nach Sevilla. Die Andalusier sind in ihrem heimischen Stadion sehr schwer zu bespielen.

Darüber hinaus fehlt Wolfsburg auch noch Torhüter Koen Casteels (29), was die Aufgabe nicht leichter macht. Sevilla ist lästig und abgezockt, ein Punkt wäre durchaus schon ein Erfolg, ein Sieg sehr überraschend. Es ist also sehr gut möglich, dass Borussia Dortmund der einzige Klub ist, der gewinnt. Der BVB spielt auch nicht die Sterne vom Himmel, hat es aber zuletzt geschafft, viele Spiele, die eng waren, auf seine Seite zu ziehen. Das könnte auch in Lissabon, wenn es gegen Sporting geht, der Fall sein. Ein Sieg wäre jedenfalls gleichbedeutend mit dem Einzug in das Achtelfinale.

These 3: Juventus holt sich überraschend den Gruppensieg

Juventus Turin hat in dieser Saison bisher nicht gerade Angst und Schrecken verbreiten können. In der heimischen Liga stehen die Bianconeri nur auf dem achten Platz. In der Königsklasse hat die Vecchia Signora bisher aber alle vier Spiele gewonnen, darunter auch die Partie zuhause gegen Chelsea. Der amtierende Titelträger in der Champions League will sich nun revanchieren und gewann auch die Generalprobe gegen Leicester City souverän. Doch es gibt auch Faktoren, die für Juventus sprechen.

Juventus bereit für die Champions League

(Photo by Paolo Bruno/Getty Images)

Denn Chelsea tat sich in den letzten Jahren gegen italienische Klubs schwer, gewann nur eines von zehn Spielen. Darüber hinaus haben die Blues personell insbesondere offensiv einige kleine Sorgen, so fiel beispielsweise Romelu Lukaku (28) bis zuletzt aus. Ob er überhaupt auf der Bank sitzen kann, ist ungewiss. Hinzu kommt, dass Juventus am Wochenende einen wichtigen Sieg bei Lazio Rom sammelte und jetzt endlich den wichtigen Schritt in Richtung Konstanz gehen kann und will. Dass Juventus mit einer guten Kompaktheit und defensiven Struktur ein Remis in London einfährt und dadurch den direkten Vergleich gewinnt, ist also keinesfalls unrealistisch.

(Photo by Alex Pantling/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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