Champions League | Havertz schießt Chelsea gegen City zum zweiten Titel

UEFA CL/EL

Vorhang auf für den letzten großen Akt der Saison 2020/21 – das Champions-League-Finale zwischen Manchester City und Chelsea. Während sich die Skyblues über 97 Minuten schwer taten, gab es für Chelsea einen magischen Moment, den Kai Havertz zum entscheidenden 1:0 vollendete.

Werner hat die Chancen, Havertz macht das Tor – Chelsea führt verdient

Manchester City griff von Beginn an extrem früh an, versuchte so direkt ein Zeichen zu setzen. Chelsea wusste das mit schnellen Gegenstößen zu erwidern. In der 4. Minute setzte sich Timo Werner auf rechts durch, nahm in der Mitte Kai Havertz mit. Dem misslang allerdings die Ballannahme, sodass sein Flankenevrsuch sicher in den Armen von Ederson landete.

Vier Minuten später schlug der Brasilianer einen langen Ball auf Raheem Sterling, der aber noch rechtzeitig von Reece James abgedrängt wurde. Der folgende Eckball verpuffte wirkungslos.

Mehr und die besseren Chancen hatte aber Chelsea, vor allem in Person von Timo Werner. In der 10. Minute scheiterte er  – mustergültig von Kai Havertz bedient – halblinks im Fünfmeterraum an Ederson. Und auch in der 14. Minute wusste er die Vorlage von Mason Mount nicht zu veredeln.

 



 

Es war ein äußerst ereignisreiches Finale, wenngleich die Anzeigetafel noch nichts davon wusste. Beide Trainer, Pep Guardiola und Thomas Tuchel coachten aktiv an der Seitenlinie mit. Nach gut 25 Minuten fand auch City besser ins Spiel. De Bruyne bediente im Strafraum Phil Foden. Der kam auch zum Abschluss, aber die rettende Instanz hieß Antonio Rüdiger.

In der 39. Minute gab es den ersten Rückschlag für die Blues. Abwehrchef Thiago Silva griff sich nach einem Zweikampf mit Phil Foden an die Leiste, konnte nicht weitermachen. Für ihn kam der Ex-Gladbacher Andreas Christensen.

Und der sah, wie Mason Mount einen herausragenden Steilpass in den Lauf von Kai Havertz. Ederson stürmte ungestüm aus seinem Tor, Havertz legte die Kugel am Brasilianer vorbei und schob ins leere Tor ein. 0:1, 43. Minute. Tuchel jubelte, Guardiolas schaute, als hätte ihm jemand die Taktiktafel weggenommen. Sein Plan, gänzlich ohne defensiven Mittelfeldspieler anzutreten, wurde bis hierhin torpediert. Und Pause.

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Azpilicueta heroisch, Pulisic knapp vorbei – Chelsea holt den Titel

Die zweite Hälfte begann wie die erste. City griff früh an, Chelsea lauerte im Wissen um die eigene Führung auf Umschaltmomente. So plätscherte die erste Viertelstunde dahin. Zwischendurch, in der 56. Minute, rasselten Antonio Rüdiger und Kevin De Bruyne mit den Köpfen zusammen. Doch während der Nationalspieler nach kurzer Behandlung weitermachen konnte, musste De Bruyne enttäuscht, leicht benommen und mit einem Veilchen unter dem rechten Auge ausgewechselt werden. Für Rüdiger gab es obendrein noch gelb.

Großchancen ließen in der zweiten Hälfte auf sich warten – bis zur 68. Minute. Phil Foden zündete den Turbo durch die Mitte, und steckte rechts raus zu Riyad Mahrez. Citys Nummer 26 gab sofirt in die Mitte. Dort klärte César Azpilicueta heroisch vor dem einschussbereiten Ilkay Gündogan.

Mandatory Credit: Photo by Dave Shopland/BPI/Shutterstock/imago

Chelsea stand defensiv kompakt und hatte seinerseits in der 73. Minute die Riesenchance, den Champions-League-Sieg klarzumachen. N’Golo Kanté eröffnete einen mustergültigen Konter Chelseas, am Ende behauptete Kai Havertz die Kugel herausragend und legte sie rechts raus zum eingewechselten Christian Pulisic. Doch der Ex-Dortmunder lupfte knapp am linken Pfosten vorbei.

Ansonsten machte City die Musik. Sie hatten zwar den Notenschlüssel, aber nicht den für Chelseas Hintermannschaft. In der sieben Minuten andauernden Nachspielzeit machte City zwar nochmal großen Druck, aber Chelseas Hintermannschaft hielt dem Stand, gewinnt 1:0 und ist damit Champions-League-Sieger 2021.

Mandatory Credit: Photo by Dave Shopland/BPI/Shutterstock/imago

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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