Champions League | Vorteil Villarreal! Fahrige Bayern kassieren erste Saisonniederlage!

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News | Am Mittwochabend griff auch der FC Bayern ins Viertelfinalgeschehen der Champions League ein, im Estadio de la Cerámica zu Villarreal. Letztlich mussten sie sich hochverdient 0:1 geschlagen geben.

Danjuma schockt Bayern – Überlegenes Villarreal zur Pause vorne

Beide Mannschaften haben sich nach einem 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel letztlich klar durchgesetzt. Villarreal gewann 3:0 bei Juventus, der FC Bayern 7:1 gegen Salzburg. Unai Emery bot seine stärkste Elf auf, mit Raúl Albiol und Pau Torres in der Innenverteidigung, den erfahrenen Étienne Capoue und Dani Parejo im Mittelfeld. Auch der Ex-Freiburger Francis Coquelin durfte beginnen. Vorne sollen Gerard Moreno und Arnaut Danjuma für die Tore sorgen.

Beim FC Bayern gab Alphonso Davies nach fast viermonatiger Abstinenz sein Comeback. Zuletzt stand er am 17. Dezember, beim 4:0 gegen den VfL Wolfsburg auf dem Platz. Innen ersetzte Dayot Upamecano Tanguy Nianzou. Außerdem begann Jamal Musiala neben Joshua Kimmich auf der Sechs, anstelle von Leon Goretzka und rechts Serge Gnabry für Leroy Sané.

In den ersten Minuten beschnupperten sich beide Mannschaften. Deren acht waren auf der Uhr, als Giovani Lo Celso rechts auf die Grundlinie geschickt wurde. In der Mitte leitete Dani Parejo mit dem Außenrist weiter, sodass Arnaut Danjuma im Fünfmeterraum nur noch abstauben musste. Lucas Hernández hatte zuvor eine mögliche Abseitsposition aufgehoben und Jamal Musiala den Weg mit Lo Celso nicht mitgemacht.

Ansonsten verlagerte Villarreal das Spiel ins Mittelfeld, ließ bis zur Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs Tor zu. Unai Emery hatte den deutschen Rekordmeister bis auf den allerletzten Spielzug studiert. Der FC Bayern ließ vor allem im Gegenpressing viel vermissen. Das Mittelfeld Villarreals mit Dani Parejo, Etienne Capoue und Francis Coquelin hatte bislang klar die Oberhand. Letzterer wurde von Parejo vier Minuten vor der Pause steilgeschickt, flankte links aus spitzem Winkel – und traf! Das verdiente 2:0? Nicht ganz. Verdient wäre es gewesen, aber Coquelin stand abseits. Durchatmen beim FC Bayern. Es ging „nur“ mit 0:1 in die Kabine.

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Villarreal verschwenderisch, aber erfolgreich

Es war klar, dass sich zur zweiten Hälfte viel ändern musste beim Rekordmeister. Villarreal verteidigte es, so gut man es nur verteidigen kann. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass die Münchener ihre seltenen Momente, als sie hinter Villarreals Abwehrreihe kamen, viel zu ungenau ausspielten. Erst in Minute 50 gab es die erste nennenswerte Torchance des Rekordmeisters, weil sie sich das erste Mal um den Strafraum kombinieren durften. Davies bediente Serge Gnabry, der aus spitzem Winkel abzog. Sein Schuss streifte knapp am rechten Pfosten vorbei, Thomas Müller konnte in der Mitte nicht mehr den Fuß reinhalten.

Wesentlich gefährlicher war aber Villarreal: 53. Minute, Gerard Moreno wurde halbrechts vor dem Strafraum nicht angegriffen, zog ab. Sein Abschluss klatschte zentral an den linken Pfosten. Vier Minuten später kombinierte sich das gelbe U-Boot schnell nach vorne. Danjuma bediente Gerard Moreno per Außenrist. In der Mitte klärte Alphonso Davies im allerletzten Moment.

Erst nach einer Stunde nahm Julian Nagelsmann die ersten Wechsel vor: Leon Goretzka und Leroy Sané ersetzten Thomas Müller sowie Serge Gnabry. Das Spiel wurde wesentlich offener. Auch der FC Bayern kam zu einigen guten Torgelegenheiten. Die besseren hatten allerdings weiterhin die Gastgeber. 63. Minute, Manuel Neuer wollte an der Mittellinie eröffnen, tat das aber genau in den starken Linken von Gerard Moreno. Villarreals Nummer 7 hielt aus der eigenen Hälfte aufs leere Tor. Neuer hatte Glück, dass sich der Schuss am rechten Pfosten vorbei drehte.

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Photo by CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

67. Minute, Danjuma wurde in der Mitte freigespielt und hatte viel Platz, nicht aber soviel, um sich den Ball nochmal zurechtzulegen. Upamecano blockte. Inzwischen war es fahrlässig, was die Gastgeber an Großchancen liegen ließen.

Erfolgreich waren sie dennoch – und das hochverdient. Über 94 Minuten zeigte sich Villarreal griffiger, willensstärker und durchschlagskräftiger, als ein in allerhöchstem Maße enttäuschender FC Bayern, der mit dem Ergebnis bestens bedient ist. Vor allem in der zweiten Hälfte gab der deutsche Rekordmeister eine absurde Anzahl an Großchancen her, selbst Manuel Neuer patzte. Kommenden Dienstag müssen sie versuchen, dieses Resultat zu biegen. Davor geht es noch gegen den FC Augsburg, der am frühen Abend sein Nachholspiel gegen Mainz 05 2:1 gewinnen konnte. Villarreal empfängt den Athletic Club um Ex-Trainer Marcelino.

Der Endstand aus dem Estadio de la Cerámica: Villarreal CF 1, FC Bayern 0.

Photo by PIERRE-PHILIPPE MARCOU/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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