Champions League | Wildes Spektakel zwischen City und Leipzig

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Nach dem FC Bayern, Borussia Dortmund, Schalke 04, dem HSV und der TSG Hoffenheim sammelte Manchester City am Mittwochabend den nächsten Bundesligapunkt – im Duell mit RB Leipzig. Das geriet zum Spektakel. Zwar schlug Leipzig dreimal zurück. Doch viel zu viele Defensivschwächen führten letztendlich zu einer 3:6-Niederlage.

Nkunku trifft – aber Leipzigs Geisterbahnfahrt geht auch bei City weiter

Die Mannschaft von Jesse Marsch hinkt den eigenen Erwartungen in der Bundesliga mit drei Punkten aus vier Spielen und Platz 12 gewaltig hinterher. Jüngst setzte es ein 1:4 gegen den FC Bayern. Etwas optimistischer gestaltet sich die Ausgangslage Manchester Citys: Für den hellblauen Vollmond reicht es nicht ganz, mit neun Punkten aus vier Spielen steht man einerseits auf Platz 5. Aber auch nur einen Zähler hinter Tabellenführer und Stadtrivale United.

 



 

Zwei Personalien stechen bei Manchester City ins Auge: Kevin De Bruyne, der gegen RB Leipzig nach langwieriger Knöchelverletzung sein Comeback gab. Dazu steht Nathan Aké etwas überraschend in der Innenverteidigung, nebst Rúben Dias – heute als Kapitän tätig. Drei Änderungen nahm Jesse Marsch an seiner Startelf vom 1:4 gegen den FC Bayern vor: Mohamed Simakan, Kevin Kampl und Dominik Szoboszlai wichen zugunsten von Lukas Klostermann, Tyler Adams sowie Emil Forsberg.

Die erste Viertelstunde dieser Partie verlief mehr oder minder ereignislos. RB versuchte gut dagegenzuhalten, City schaute sich das Ganze erstmal an – und schlug in Minute 16 zu. Eckball Jack Grealish von links, Kopfball Aké, 1:0. Erster Abschluss, erstes Tor – und der erste Champions-League-Treffer für den Niederländer.

Leipzig gibt die gute Ausgangslage kurz vor der Pause wieder her

Im Anschluss erhöhte City die Schlagzahl, tackerte Leipzig am eigenen Strafraum fest. Die logische Konsequenz: Das 2:0. Kevin De Bruyne tankte sich rechts gekonnt gegen drei Leipziger durch und servierte eine Maßflanke an den zweiten Pfosten. Dort lauerte Jack Grealish. Brauchte er aber nicht. Denn Nordi Mukiele nahm ihm die Arbeit ab und traf per Hechtkopfball ins eigene Tor. 2:0.

City zog sich in der Folge und mit dem komfortableren Ergebnis etwas zurück. Das wusste RB für sich zu nutzen, wurde wieder mutiger. 42. Minute, Emil Forsberg schlug eine perfekte Flanke von links an den zweiten Pfosten, dort machte Mukiele sein Eigentor – zumindest teilweise – wieder wett, köpfte quer – und Christopher Nkunku ein. Nur noch 1:2.

In einer besseren Phase hätte Leipzig dieses Ergebnis wohl in die Pause gerettet. In dieser köpfte Ferran Torres an den ausgestreckten Arm Lukas Klostermanns. Serdar Gözübüyük schaute sich die Szene in der Review Area nochmal an und entschied dann erstmals in seiner Champions-League-Karriere auf Elfmeter. Riyad Mahrez nahm sich der Sache an, traf akkurat in den Winkel und stellte den Zwei-Tore-Vorsprung zur Pause wieder her.

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Dreimal Nkunku – aber sechsmal City

Personell unverändert ging es in Halbzeit zwei. City wollte es sich in den ersten Minuten abermals bequem machen. Das nutzte RB Leipzig aus. 51. Minute, Konrad Laimer genoss im Mittelfeld erstaunliche Freiheiten und setzte links am Strafraum Dani Olmo ein. Leipzigs Nummer 25 sah am kurzen Pfosten Christopher Nkunku, der abermals einköpfte. Und wieder war Leipzig dran.

Und wieder geißelte sich der Vizemeister der vergangenen Bundesliga-Saison wenige Minuten später selbst. 56. Minute, Jack Grealish war nach einem langen Ball auf links durchgebrochen, zog in die Mitte und durfte unbedrängt nach innen und ins lange Eck ziehen, weil Tyler Adams ihn gewähren ließ. Nach Aké der zweite Debüttreffer dieses Abends.

Bildquelle: imago

Nachdem ein Treffer von Ferran Torres zum vermeintlichen 5:2 aufgrund einer Abseitsstellung zurecht aberkannt wurde, schlug Leipzig in der 73. Minute schon wieder zurück: Der eingewechselte Yussuf Poulsen steckte perfekt für – natürlich – Christopher Nkunku durch. Der Franzose zog rechts aus spitzem Winkel ab, Hattrick. Und auch hier wieder dasselbe Spiel. 75. Minute, der ebenfalls eingewechselte Ilkay Gündoğan legte nach einem kurz ausgeführten Freistoß nach rechts zu João Cancelo. Citys Rechtsverteidiger wurde nicht ernsthaft angegriffen und zog von der Strafraumkante wuchtig ins lange Eck ab. City wieder zwei vor.

Und diesmal wurde es vorerst nicht besser. Ex-Cityzen Angeliño kam auf dem Flügel viel zu spät gegen João Cancelo. Gözübüyük zeigte ihm dafür gelb. Problem nur: die hatte er zuvor schon einmal gesehen. Leipzig in Unterzahl. Das nutzte City, um den Deckel endgültig draufzumachen: Rúben Dias will nach einer Ecke den Ball ins Tor grätschen. Im Duell mit Willi Orban fiel die Kugel in die Bahn von Gabriel Jesus, der unter das Tordach vollendete. Sechs zu drei. Das war gleichzeitig auch der Endstand. Leipzig zeigte sich bemüht, doch schnitt sich defensiv zu oft ins eigene Fleisch. So bleibt immerhin die richtige Mentalität, die Leipzig ins nächste Spiel nach Köln mitnehmen kann.

Copyright: ActionPlus/Roger Evans/imago

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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