Drei Thesen zur Europa League: Barça fliegt raus, die deutschen Teams kommen ins Viertelfinale

In der Europa League kämpfen unter anderem Bayer Leverkusen und Atalanta Bergamo um das Weiterkommen.
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Vorschau | Während die Entscheidungen in der Champions League gefallen sind, ist in der Europa League noch alles offen. Wir haben uns die Rückspiel-Konstellationen angeschaut und unsere Prognosen abgegeben.

Europa League bietet Raum für Comebacks und Überraschungen

These 1: Der FC Barcelona scheitert im Hexenkessel von Istanbul

In der nationalen Süper Lig spielt Galatasary Istanbul, gemessen an den eigenen Ansprüchen, eine Saison zum Vergessen. Gala ist aktuell Elfter und weit entfernt von den internationalen Plätzen. Umso motivierter dürfte die Mannschaft sein, immerhin in der Europa League eine gute Rolle zu spielen. Dort gelang der Vorstoß ins Achtelfinale, wo es mit dem wiedererstarkten FC Barcelona gegen einen harten, aber auch äußerst interessanten Gegner ging. Im Hinspiel hielt Gala der Offensiv-Power Barcas stand und holte im Camp Nou ein 0:0. Es ist also alles angerichtete für eine Überraschung im heimischen NEF Stadyumu.

Wie fanatisch türkische Fans, und speziell die von Gala, sind, ist europaweit bekannt und bewundert. Gerade bei internationalen Spielen wird der breiten Fußball-Fanbasis immer wieder demonstriert, wie die Arenen zu Hexenkesseln werden und die Fans gefühlt Spiele gewinnen. Beim jüngsten 2:1-Derbysieg über Besiktas waren schon wieder über 40.000 Zuschauer zugegen. Das Spiel gegen Barcelona wird naturgemäß ausverkauft sein. Gute Voraussetzungen also, um die Überraschung zu schaffen.

These 2: Die schwerwiegenden Ausfälle schweißen Bayer Leverkusen weiter zusammen – Die Werkself schafft das Comeback gegen Atalanta Bergamo:

Hinter Bayer Leverkusen liegen schwere Tage. Zunächst gab es bei Atalanta Bergamo eine bittere 2:3-Pleite, bei der Moussa Diaby mit seinem Tor immerhin noch die Hoffnung für das Rückspiel nährte. Am Sonntag setzte es dann eine 0:1-Niederlage im Nachbarschaftsduell mit dem 1. FC Köln, die allerdings von zwei schweren Verletzungen überschattet wurde: Stamm-Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong und Offensiv-Schlüsselspieler Florian Wirtz verletzten sich schwer. Für beide ist die Saison gelaufen.

Der Kader wurde vor dem Europa-League-Rückspiel damit noch einmal massiv geschmälert. Immerhin fehlt mit Patrik Schick bereits der Torjäger vom Dienst. Der Tscheche ist wieder im Aufbautraining und am Ball, ein Einsatz dürfte aber noch zu früh kommen.

Umso mehr dürfte der Rest des Teams nun motiviert sein, das Weiterkommen für die verletzten Kollegen klarzumachen. Die Ausfälle treffen Bayer zweifelsohne hart, alle drei Spieler haben bislang bemerkenswerte Leistungen gezeigt und waren unumstrittene Stammkräfte. Im Heimspiel hat Bayer nun auch die Mehrheit der Fans hinter sich und wird alles daran setzen, gemeinsam mit ihnen zum Erfolg zu kommen. Genügend sportliche Qualität dafür ist auch nach den Ausfällen vorhanden.

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These 3: Eintracht Frankfurt nimmt den Rückendwind mit und bleibt in seinem Lieblingswettbewerb dabei:

Die Erinnerung an die grandiose Europa-League-Saison 2018/19 sind bei Eintracht Frankfurt noch nicht verblasst. Im Gegenteil, die starken Auftritte in dieser Saison nähren sie einmal mehr wieder. Durch die Gruppe kam die Eintracht souverän, bei einem in dieser Saison stark aufspielenden Real Betis Sevilla gab es einen 2:1-Hinspielsieg – mit Möglichkeiten auf einen höheren Erfolg. Rafael Santos-Borré verschoss etwa einen Elfmeter.

Nun will die SGE im heimischen Waldstadion den Einzug ins Viertelfinale klarmachen. Auch wenn die Mannschaft auf die sehenswerten Choreographien aus der Saison 2018/19 pandemiebedingt verzichten müssen, werden die SGE-Fans natürlich so zahlreich erscheinen, wie es eben geht. In Sevilla waren schon mehrere Tausend dabei und sorgten für lautstarke Unterstützung.

In der Liga gab es zuletzt einen 2:1-Heimsieg über den VfL Bochum. Die SGE zeigte ihre Comeback-Qualitäten und bog einen 0:1-Rückstand binnen sechs Minuten in einen 2:1-Sieg um. Überhaupt gelang nach drei Liga-Pleiten in Serie zuletzt die Trendwende zur richtigen Zeit. Das soll nun auch Betis zu spüren bekommen. Doch Vorsicht: Auch die Spanier kommen nach einem 1:0-Sieg über Athletic Bilbao mit Selbstvertrauen. Dennoch tippen wir, dass in Frankfurt Endstation sein wird.

 

Photo by Emilio Andreoli/Getty Images

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