Europa League | Kamada verschafft Frankfurt bei Betis gute Ausgangsposition

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News | Um eine Termindopplung mit dem FC Sevilla zu vermeiden, trat Eintracht Frankfurt bereits am Mittwochabend zum Hinspiel des Europa League-Achtelfinals bei Real Betis an – und feierte einen 2:1-Sieg.

Fekir gleicht aus – aber Kamada antwortet postwendend

Mit komplett entgegengesetzten Vorzeichen gingen beide Mannschaften in dieses Duell. Während Eintracht Frankfurt 4:1 in Berlin gewinnen konnte, musste Betis eine 1:3-Heimniederlage gegen Atlético Madrid einstecken.

Oliver Glasner schickte genau dieselbe Elf auf den Rasen wie beim Sieg in Berlin. Manuel Pellegrini hingegen rotierte munter durch: Youssouf Sabaly, Guido Rodríguez, Sergio Canales, Juanmi Jiménez und Willian José fanden sich allesamt in der Anfangsformation wieder.

Betis dominierte die ersten Minuten spielerisch, zeigte immer wieder die eigenen technischen Qualitäten und präsentierte sich äußerst passsicher. Die Eintracht antwortete mit frühem Gegenpressing. Gut eine Viertelstunde dauerte es, bis zur ersten nennenswerten Aktion. Ansgar Knauff nahm in der Mitte, von wo Djibril Sow nach links zu Filip Kostić verlagerte. Was Frankfurts Nummer 10 dann tat, war schlicht herausragend. An der linken Strafraumgrenze hob er kurz den Kopf – und legte die Kugel per Bogenlampe in den rechten Winkel. Ob er den wirklich so haben wollte sei dahingestellt. Jedenfalls führte Eintracht Frankfurt im Benito Villamarín.

 



 

Der Gegentreffer verfehlte seine Wirkung bei den Béticos nicht. In den Folgeminuten präsentierten sie sich einfallslos, ohne Drive. Eintracht Frankfurt hatte so keine Mühe, sie zu verteidigen. Die Mühe machten sie sich allerdings selbst. 30. Minute, Sergio Canales bediente auf rechts Nabil Fekir. Evan Ndicka stand allein gegen den französischen Weltmeister, da Kostić den Weg mit Canales mitmachte, musste ihn so ziehen lassen. Fekir schlenzte die Kugel mühelos ins lange Eck. Trapp hatte hier keinen Auftrag. Ausgleich.

Diese Szene schien die Frankfurter allerdings nicht lange zu beschäftigen. Nur zwei Minuten nach dem Gegentreffer eroberte Sow die Kugel und schickte Jesper Lindstrøm. Von der Grundlinie gab der Däne nach innen, wo Daichi Kamada nur noch einschieben musste. 2:1! Diesen Vorsprung brachte die Eintracht sicher in die Pause. Vereinzelt gab es Pfiffe im Benito Villamarín.

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Borré verschießt – aber Frankfurt gewinnt

Ohne Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten. Auch diesmal gehörte die erste Szene den Frankfurtern. 51. Minute, Lindstrøm ließ an der Grundlinie Aitor Ruibal aussteigen. Im Fallen blockte dieser den Ball mit dem ausgefahrenen Arm. Marco Guida zeigte sofort auf den Punkt. Auch von Videoassistent Massimiliano Irrati gab es keine Wiedersprüche. Der Strafstoß stand. Rafael Santos Borré nahm sich der Sache an, schaute äußerst entschlossen. Sein Abschluss wusste davon allerdings nicht viel. Die Rückgabe aufs halblinke Eck schnappte sich Claudio Bravo sicher.

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Photo by CRISTINA QUICLER/AFP via Getty Images

Es ging hin und her. Nach einem Eckstoß reklamierte alles in grün-weiß auf Elfmeter, Frankfurt konterte. Am Ende durfte Kostić vom linken Strafraumeck abziehen, verfehlte dieses jedoch. Genau zur Stundenmarke brachte Manuel Pellegrini die Institution seines Teams, Joaquín Sánchez. Im Jahr 2000 gab der 40-Jährige sein Pflichtspieldebüt für Betis und war auch Teil der Pokalsiegergeneration von 2005. Diesmal sortierte er sich sofort auf der rechten Seite ein und übernahm auch gleich die Kapitänsbinde.

Die Chancen hatten aber ausschließlich die Frankfurter. 67. Minute, Borré eroberte im Pressing die Kugel und schickte sofort Kamada auf die Reise, der sofort per Hacke zurücklegte. Borrés Versuch geriet letztlich zu zentral, Bravo war da.

Der Rest der Partie war viel Kampf. Einen Kampf, den Eintracht Frankfurt erfolgreich bestritt. Zwar machte Betis gegen Ende hin nochmal Druck. Dabei sprangen lediglich Halbchancen heraus. So fiel auch der vergebene Elfmeter von Borré vorerst nicht weiter ins Gewicht. Eintracht Frankfurt ist die erste deutsche Mannschaft, die Betis vor eigenem Publikum bezwingen konnte. In der Gruppenphase holte Bayer Leverkusen an Ort und Stelle ein 1:1. Für das Rückspiel hat die Eintracht damit eine gute Ausgangslage. Davor allerdings steht ein Heimspiel gegen den VfL Bochum an. Auch Betis darf die kommende Partie vor eigenem Publikum bestreiten. Mit dem Athletic Club dürfte die Aufgabe allerdings nicht einfacher werden.

Der Endstand aus dem Estadio Benito Villamarín: Real Betis 1, Eintracht Frankfurt 2.

Paquetá lässt Bosz und Lyon in Porto jubeln

Parallel zu dieser Partie empfing der FC Porto Olympique Lyon um Peter Bosz. Mit Leverkusen gewann er 2019/20 bereits 3:1 im Estadio Do Dragão. In dieser Achtelfinalpartie feierte er seinen zweiten Erfolg. Lucas Paquetá erzielte den Treffer des Tages in Minute 59. Karl Toko Ekambi dribbelte sich durch den Strafraum und bediente Moussa Dembélé, der mit der Hacke zum Brasilianer legte. Paquetá vollendete unten links.

In Minute 95 versetzte Chancel Mbemba das Do Dragão doch nochmal in Ekstase. Der Innenverteidiger, in den letzten Minuten als zusätzlicher Stürmer unterwegs, stand nach einem langen Hieb mitsamt Kopfballverlängerung von Toni Martínez frei im Strafraum und schloss eiskalt zum 1:1 ab. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer. Alejandro José Hernández Hernández erkannte am Bildschirm eine Abseitsposition, sodass José Maria Sánchez Martínez den Treffer aberkannte. Es blieb beim knappen Sieg der Lyonnais. Die Ergebnisse.

Real Betis 1:2 Eintracht Frankfurt
Tore: 0:1 Kostić (14′), 1:1 Fekir (30′), 1:2 Kamada (32′)
Bes. Ereignisse: Vergebener Elfmeter R. Santos Borré (52′)

FC Porto 0:1 Olympique Lyon
Tor: 0:1 Lucas Paquetá (59′)

Photo by CRISTINA QUICLER/AFP via Getty Images

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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