Europa League | Doppeltes Alupech! Arsenal scheitert an Villarreal und Ex-Trainer Unai Emery

UEFA CL/EL

Am Donnerstagabend empfing Arsenal Villarreal um Ex-Trainer Unai Emery zum Halbfinal-Rückspiel der Europa League. Nach torlosen wie hochintensiven 90 Minuten steht Villarreal im Finale.

Arsenal spielerisch überlegen, Villarreal mit einzelnen Nadelstichen

Das Hinspiel gewann Villarreal 2:1, damit hatte Arsenal zumindest den Vorteil des Auswärtstreffers auf seiner Seite. Einen personellen Rückschlag mussten die Gunners kurz vor Anpfiff hinnehmen: Der Ex-Gladbacher Granit Xhaka verletzte sich beim Aufwärmen. Für ihn rückte Kieran Tierney in die Startelf.

Das erste Ausrufezeichen der Partie setzte aber Villarreal. 5. Minute, rechts von der Strafraumkante schlenzte Samu Chukwueze die Kugel aufs lange Eck, Bernd Leno griff über und parierte.

In der ersten Viertelstunde versuchte Arsenal auf dem Vorteil des Auswärtstreffers aufzubauen und Villarreal unter Zugzwang zu bringen. Die Mannschaft von Mikel Arteta war spielerisch dominanter, das gelbe U-Boot ging eher auf Tauchstation und suchte sein Glück in schnellen Gegenzügen. Allerdings agierte Arsenal vor allem im letzten Drittel reichlich uninspiriert.

So konnte sich auch Villarreal bisweilen aus dem Körbchen wagen. 22. Minute, Dani Parejo holte einen Freistoß aus gut 21 Metern halbrechter Position heraus. Dessen nahm er sich selbst an – und zielte lediglich 20 bis 30 Zentimeter zu hoch, der Ball streifte das Tordach.

Rulli-Patzer bleibt unbestraft: Keine Tore zur Pause zwischen Villarreal und Arsenal

Nur vier Minuten später hatte Arsenal die beste Chance des Spiels. Villarreal bekam einen Eckball nur bedingt unter Kontrolle. Am Ende köpfte Dani Parejo auf den Fuß von Pierre-Emerick Aubameyang. Der zog direkt ab und traf mit seinem technisch hochwertigen Rechtsschuss allerdings nur den linken Pfosten.

Nachdem Villarreal sich von diesem Schreck erholt hat, gab es zwei Minuten später den nächsten: Samu Chukwueze sackte im Mittelfeld ohne gegnerische Einwirkung zu Boden, konnte nicht weitermachen und musste unter Tränen vom Platz getragen werden. Für ihn kam der erst 18-jährige Yeremi Pino, der am vergangenen Wochenende beim Spiel gegen Getafe den einzigen Treffer erzielt hatte.



Die nächste Schrecksekunde wusste Villarreal knapp zu verhindern. Pierre-Emerick Aubameyang zog von links nach innen und schloss eigentlich viel zu unplaziert ab. Geronimo Rulli ließ die Kugel jedoch fallen und legte sie sich selbst durch die Beine. Villarreals Torhüter konnte jedoch noch rechtzeitig fangen und sicherte den Ball vor der Linie.

So ging es nach einer durchaus lebhaften ersten Hälfte torlos in die Pause. Villarreals Spielplan ging weitestgehend auf, Arsenal fiel aus dem Spiel heraus wenig ein. So bleiben ihnen noch mindestens 45 Minuten, um das Tor zu finden, das das Tor nach Danzig aufstößt.

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Aubameyang nur an den Pfosten – Villarreal erstmals im Finale

Den ersten Versuch nach der Pause dazu gab es nach gut 60 Sekunden. Kieran Tierney chippte die Kugel in den Lauf von Nicolas Pépé, dessen Volleyschuss rechts vorbeiflog. Arsenal erwischte den wesentlich besseren Start in Halbzeit zwei, spielte druckvoller, als vor der Pause. Nachdem Geronimo Rulli eine Bellerin-Flanke in der 50. Minute nicht richtig erwischte und so für Emile Smith Rowe vorlegte, hob dieser sie nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Mikel Arteta schlug an der Seitenlinie die Hände über dem Kopf zusammen.

Das dürfte drei Minuten später auch sein Vorgänger Unai Emery getan haben, denn mitten hinein in die Kanonade der Gunners hatte Villarreal seine beste Chance der Partie. Thomas Partey verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung. So konnte sich das gelbe U-Boot mit wenigen Pässen in den Strafraum kombinieren. Gerard Morenos Abschluss stellte Bernd Leno allerdings vor keine allzu großen Probleme.

Copyright: John Walton/imago

Nach gut einer Stunde war Arsenals Druckphase abgeflacht, Villarreal nahm deutlich mehr am Spiel teil und ließ den Gastgebern bisweilen kaum noch Ballbesitz. Die Partie pendelte nun hin und her.

In der 79. Minute wieder zugunsten von Arsenal. Die Gastgeber konnten einen Villarreal-Freistoß abfangen und kontern. Hector Bellerin flankte von rechts scharf auf Aubameyang, der zum zweiten Mal an diesem Abend Aluminium traf. Die Kugel ging an den linken Innenpfosten und von dort aus zu Raúl Albiol, der sie in Richtung Themse drosch. Es war noch immer sein Treffer aus dem Hinspiel, der hier den Unterschied machte – und Villarreal letztlich ins Finale beförderte.

Arsenal drückte zwar in den letzten Minuten, Chancen kamen dabei allerdings nicht mehr heraus. Damit trifft Villarreal am 26. Mai in Danzig auf Manchester United, die in Rom zwar 2:3 unterlagen, aufgrund des 6:2 im Hinspiel aber nicht wirklich noch in Gefahr gerieten.

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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