Europa League | Manchester United langt knappe Niederlage bei starker Roma zum Finaleinzug

AS Roma Manchester United
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News | Manchester United stand nach dem fulminanten 6:2-Hinspielerfolg über die AS Roma bereits mit eineinhalb Beinen im Finale der Europa League. Dennoch gab sich die Giallorossi noch nicht geschlagen und gewann eine abwechslungsreiche Begegnung mit 3:2.

Guter Start der Roma – Manchester United trifft

Die Heimmannschaft begann couragiert. Schon nach vier Minuten kam Gianluca Mancini infolge eines Freistoßes aus dem Halbfeld am Fünfmeterraum zum Abschluss und scheiterte an gut reagierenden David de Gea. Der anschließende Eckball landete bei Henrikh Mkhitaryan, der ans Außennetz köpfte. Der italienische Tabellensiebte setzte nach, während die Gäste – mit dem Vier-Tore-Vorsprung im Hinterkopf – nachlässig agierten. Letztendlich überstanden sie die bedeutende Anfangsphase aber ohne Gegentreffer. Zudem kam United zu seiner ersten klaren Gelegenheit. Edinson Cavani tauchte nach tollem Zuspiel von Bruno Fernandes frei vor Antonio Mirante auf, er entschied sich für den Heber und verfehlte das Gehäuse nur knapp (20.).

 

In der 25.Minute schickte Fernandes erneut den Uruguayer auf die Reise, diesmal wehrte Mirante seinen Abschluss zur Ecke ab. Auf der Gegenseite schnupperte Mkhitaryan aus sieben Metern per Kopf am Führungstreffer (31.), nachdem eine Flanke von Edin Dzeko ihn erreichte. Die Roma besaß weiterhin Vorteile, weshalb de Gea immer wieder im Blickpunkt stand. 34 Zeigerumdrehungen waren vorüber, als der Schlussmann den Versuch von Lorenzo Pellegrini aus spitzem Winkel entschärfte. Der Aufwand zahlte sich allerdings nicht aus. Stattdessen konterten die Red Devils über Fred, der Cavani bediente und im dritten Anlauf drosch der Angreifer den Ball ins Tor – 0:1 (40.). Den knappen – aber insgesamt deutlichen – Vorsprung nahmen sie mit in die Halbzeitpause. Fernandes verpasste mit einem Schlenzer sogar nur hauchdünn den zweiten Treffer.

AS Roma Manchester United

Photo: Alfredo Falcone/LaPresse

Doppelschlag der Roma – de Gea rettet für United

Die ersten Minuten des zweiten Abschnitts verliefen deutlich verhaltender. Lediglich die AS forderte nach einem Handspiel von Harry Maguire einen Elfmeter, der Pfiff von Schiedsrichter Felix Brach blieb aber zurecht aus. In der 57.Minute belohnten sich die Gastgeber für ihre engagierte Vorstellung. Dzeko stand nach einer Hereingabe von Pedro goldrichtig und beförderte den Ball aus drei Metern mit dem Schädel ins Netz – 1:1. Rund 120 Sekunden später eroberten die Roma am gegnerischen Strafraum den Ball, Bryan Cristante zog direkt ab und traf ins linke obere Eck zum 2:1. Kurz darauf verhinderte de Gea mit hervorragenden Reaktionen Dzeko, Pedro und Mkhitaryan einen Dreierpack. Der Torhüter ließ somit im Stadio Olimpico keine Spannung mehr aufkommen. Seine Vordermänner hingegen präsentierten sich in dieser Phase desolat.

In der 66.Minute meldete sich der Premier-League-Zweite zurück. Mason Greenwood vergab ungestört vor Mirante den Ausgleich. Besser machte es zum wiederholten Male der formstarke Cavani. Einen Chipball von Fernandes verwertete er ohne jegliche Gegenwehr per Kopf – 2:2 (68.). Für eine ernsthafte Aufholjagd leistete sich die Roma zu viele defensive Aussetzer, was auch mit den neuerlichen Verletzungssorgen zusammenhing. In der Innenverteidigung kam unter anderem der 19-jährige Ebrima Darboe zum Zug. Er musste nach einer halben Stunde Ex-Red-Devil Chris Smalling ersetzen. Offensiv traten die Hauptstädter dagegen weiter aufs Gaspedal. Nach 73 Minuten traf der umtriebige aber glücklose Mkhitaryan den Pfosten.

Kleiner Trost für die Roma

Sieben Minuten vor Ende der regulären Spielzeit trug sich mit Nicola Zalewski sogar ein Europapokal-Debütant in die Torschützenliste. Seine Volleyabnahme fälschte Alex Telles unhaltbar für de Gea zum 3:2-Siegtreffer ab. Diese Szene stellte den letzten Höhepunkt einer unterhaltsamen Begegnung dar. Für die Roma hätte bei einem günstigeren Spielverlauf noch mehr drin sein können. Zumindest die Leistung machte Mut für den Liga-Endspurt, der am Sonntag gegen Schlusslicht Crotone beginnt. Im Finale der Europa League steht aber – ein heute wenig dafür in der Vorwoche extrem überzeugendes – Manchester United. Am 26.Mai treffen die Red Devils in Danzig vor 9.500 Zuschauern auf den FC Villarreal.

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(Photo: Luciano Rossi/AS Roma/LaPresse)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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