Champions League | Juventus raus! Villarreal zerlegt die „Alte Dame“ in der Schlussphase

UEFA CL/EL

Am Mittwochabend empfing Juventus den FC Villarreal zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League. Nach dem 1:1 im Hinspiel war Spannung garantiert. Diese hatte die Partie auch – bis in die Schlussphase. Dann zogen die Gäste an und qualifizierten sich am Ende mit einem souveränen 3:0 für das Viertelfinale. 

Muntere erste Halbzeit, Chancen auf beiden Seiten

Vor heimischem Publikum versuchte Juventus zunächst, das Spiel zu kontrollieren. Die Herangehensweise wirkte von beiden Seiten abwartend, Risiko wollte hier keiner zu früh eingehen. In Minute elf wurde es erstmals richtig gefährlich: Nach einer Flanke von Juan Cuadrado kam Alvaro Morata zum Kopfball, doch Villarreal-Torwart Geronimo Rulli parierte aus kürzester Distanz stark. Jetzt kam etwas mehr Zug in die Partie. In der Strafraummitte verpassten Morata und Dusan Vlahovic knapp (14.), letzterer versuchte es wenig später nochmal aus der Distanz (20.). Der Neuzugang hatte jetzt Lunte gerochen, eine Hereingabe von Mattia De Sciglio knallte der Serbe ans Gebälk (22.). Im Gegenzug wurden auch die Gäste erstmals gefährlich: Nach einem schnellen Gegenstoß war die „Alte Dame“ hinten unsortiert, Giovani Lo Celso fasste sich ein Herz, verfehlte den Kasten aus der Distanz jedoch knapp (24.).

Mittlerweile hatte das Spiel die erhoffte Betriebstemperatur erreicht, es ging wild hin und her. Die Gäste aus Spanien wussten mit der Zeit immer besser, eigene Nadelstiche zu setzen. Doch die besseren Torchancen gehörten den Italienern. Nach einer Ecke kam Vlahovic aus kurzer Distanz gefährlich zum Kopfball, doch Rulli riss die Arme nach oben und rettete in höchster Not (38.). So ging es in einem munteren Spiel mit einem 0:0 der besseren Art in die Pause.

Juventus Villarreal

(Photo by MARCO BERTORELLO/AFP via Getty Images)

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Nach vielen Längen: Villarreal fertigt Juventus in der Schlussphase ab

Auch nach dem Seitenwechsel suchten beide Mannschaften aktiv den Weg nach vorne. Allerdings fehlte es auf beiden Seiten an der nötigen Durchschlagskraft. Juventus hatte mehrt vom Ball, kontrollierte die Partie nach Wiederanpfiff über weite Strecken. Der Unterhaltungswert blieb im Vergleich zum ersten Durchgang jedoch weitestgehend auf der Strecke. Beide Parteien scheuten das Risiko, was gewissermaßen auch verständlich war. Ein Fehler könnte schließlich das Aus im Achtelfinale bedeuten. Wenn eine Mannschaft den Drang zum 1:0 hatte, war es Juve. Die ganz großen Chancen fehlten jedoch.

Villarreal wurde seinerseits ab der 70. Minute peu à peu wieder gefährlicher. Daniele Rugani brachte Francis Coquelin im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Szymon Marciniak entschied nach VAR-Check auf Elfmeter für die Spanier. Den ließ sich der eingewechselte Gerard Moreno nicht nehmen (78.) – 0:1! Wojciech Szczesny war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Und die Gäste legten nach: Einen Eckball verlängerte Serge Aurier per Kopf, Pau Torres erledigte den Rest und nickte zur vermeintlichen Entscheidung ein (85.). Und es kam noch dicker für die Italiener: Matthijs de Ligt blockte einen Schuss im eigenen Strafraum mit der Hand, erneut zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Diesmal nahm sich Arnaut Danjuma der Sache an und verlud Szczesny in die falsche Torecke (90.+2). Damit beseitigten die Gäste auch die letzten kleinen Restzweifel. Villarreal schlägt Juve spät und steht im Viertelfinale der Champions League!

Photo by Getty Images

Alle Kommentare


  • Juve sagt:

    Omg ihr habt nix im Hirn. Die italienischen Vereine werden schon seit Jahren rausgepfiffen. Das ist so, wir haben Dutzend Belege. Und auch noch zerlegt hinein zu bringen, Juve war die eindeutig besser Mannschaft. 🖕

  • Oranjefan sagt:

    Aluhut, tut dem Sport nicht gut …….

    und wer es trotz Rückstand und drohendem Ausscheiden nicht schafft auch nur 1 Tor zu schiessen kann wohl soviel besser nicht gewesen sein.


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