Wohin geht die Reise für Frankfurt, Leipzig und Leverkusen? – 3 Thesen zur Champions League

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News | Am letzten Gruppenspieltag der Champions League stehen noch einige wichtige Entscheidungen aus. So ist das Schicksal von drei deutschen Teilnehmern noch nicht bestimmt. Unsere drei Thesen zum Spieltag. 

1. Trostpreis in der Krise: Leverkusen macht die Europa League klar

Mit einem 4:0-Sieg über Schalke startete Xabi Alonso (40) sein neues Projekt in Leverkusen. Was folgten, waren fünf sieglose Spiele am Stück und nicht allzu viele Mutmacher. Immerhin: Auch positive Ansätze waren durchaus erkennbar und im Metropolitano gab es vergangene Woche ein 2:2 gegen Atletico, gegen die man nun im Fernduell um Platz drei und die Europa League kämpft.

Die Aufgabe: Ein Heimspiel gegen Brügge. Vorteil für die Werkself könnte sein, dass die Belgier bereits fürs Achtelfinale der Champions League qualifiziert sind. Das ließen sie auch am letzten Spieltag anmerken, als es eine 0:4-Heimpleite gegen Porto hagelte. Ein Gegner, für den es um nicht mehr allzu viel geht, ist grundsätzlich keine schlechte Ausgangslage.

Unabhängig davon, wie man das eigene Spiel gestaltet, muss Bayer allerdings hoffen, dass Atletico nicht in Porto gewinnt. Auch hierfür stehen die Chancen nicht schlecht. Viel mehr Erfolgserlebnisse als Bayer hatten die „Colchoneros“ in der laufenden Saison nämlich nicht. Nach dem besagten 2:2 gegen die Werkself, der durch einen verschossenen Elfmeter – nach Schlusspfiff, wenn man so will – abgerundet wurde, verlor man in letzter Sekunde in Cadiz (2:3).

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(Photo by Angel Martinez/Getty Images)

Das Selbstvertrauen dürfte sich im rot-weißen Stadtteil Madrids momentan also nahe dem Gefrierpunkt befinden. Zudem befindet sich Gegner Porto in guter Verfassung, hat nur eins der letzten neun Pflichtspiele verloren – gegen Meister Benfica (0:1). These: Atleti kommt in Porto nicht über ein Remis hinaus, während Bayer gegen Brügge punktet und sich als Trostpreis für die aktuelle Misere die Teilnahme an der Europa-League-Zwischenrunde sichert.

2. Eintracht zurück in „ihrem“ Wettbewerb

Es sind die portugiesischen Klubs, die über das Schicksal der deutschen Vereine in der Champions League mitentscheiden. Eintracht Frankfurt ist beim Sporting CP gefordert, die Ausgangslage klar: Sieg und weiter in der Champions League oder kein Sieg und – Europa League? 

Spannend wird die Herangehensweise der Portugiesen sein, für die es „verlieren verboten“ heißt. Im Hinspiel zogen sie der Eintracht mit ihrer Konterstärke und Effizienz vor dem Tor den Zahn. Da der Plan bestens aufging und man im Rückspiel nicht gewinnen muss, kann man davon ausgehen, dass Trainer Ruben Amorim (37) eine ähnliche Herangehensweise wählt. Trotz der Tatsache, dass die Ergebnisse in den letzten Wochen überwiegend bescheiden ausfielen, ist insbesondere die Offensive um Pedro Goncalves (24) jederzeit in der Lage, zuzuschlagen. Wie? Dazu befrage man die Eintracht über das Hinspiel. Dort unterlag man im heimischen Stadion mit 0:3.

These: Für die SGE wird es nicht zum Sieg in Lissabon reichen. Da Marseille parallel gegen Tottenham aber ebenfalls nicht dreifach punktet, qualifiziert sich die Eintracht für die Zwischenrunde der Europa League und darf damit ab Februar wieder in „ihrem“ Wettbewerb angreifen.

3. Leipzig macht das Achtelfinale der Champions League klar

Anders gestaltet sich die Ausgangslage für RB Leipzig, für die es gegen Shakhtar darum gehen wird, nicht zu verlieren. Dann wäre das Achtelfinale der Champions League sicher, unabhängig vom Parallelspiel. Um das zu erreichen, wird es wichtig sein, sich nicht wie im Hinspiel von den Ukrainern auskontern zu lassen. In jedem Fall wird höchste Konzentration gefordert sein, denn Shakhtar braucht einen Dreier, um den Sachsen noch das Achtelfinal-Ticket zu entreißen. Entsprechend werden sie alles in die Waagschale werfen.



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Grund zur Unmut gibt es bei den „Roten Bullen“ allerdings kaum, die Vorzeichen stehen gut. Marco Rose (46) hat es geschafft, die Maschine wieder zum Laufen zu bringen. Unter ihm ist Leipzig seit neun Spielen ungeschlagen, von denen sechs gewonnen wurden. Zuletzt konnte sogar das bis dahin ungeschlagene Real Madrid mit 3:2 bezwungen werden, was der Mannschaft auch für die letzte Gruppenpartie ordentlich Rückenwind geben dürfte.

Und: Hatte man im Hinspiel gegen einen tief verteidigenden ukrainischen Meister erhebliche Probleme mit der Chancenerarbeitung, hat die Mannschaft unter Rose einen Qualitätssprung gemacht, was Kreation und Durchschlagskraft im Offensivdrittel anbelangt. Immerhin konnte man ganze 25 Tore in den vergangenen neun Spielen erzielen, brachte durchschnittlich sechs Schüsse auf das gegnerische Tor, was einem ordentlichen Wert entspricht. Die Expected-Goals-Statistiken bewegen sich auf einem ähnlich hohen Niveau.

These: Leipzig wird das Rückspiel gegen Shakhtar gewinnen und zieht damit neben Dortmund und den Bayern als dritter deutscher Teilnehmer ins Achtelfinale der Champions League ein.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Michael Bojkov

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