Europa League | Im ausverkauften Camp Nou: Frankfurt ringt Barcelona nieder und steht im Halbfinale!

Barcelona Frankfurt
UEFA CL/EL

Nach dem 1:1 im Hinspiel war für das Rückspiel im Camp Nou alles offen zwischen dem FC Barcelona und Eintracht Frankfurt. Die SGE konnte die Katalanen am Ende mit 3:2 besiegen und steht damit im Halbfinale der Europa League.

Kostić vom Punkt, Borré traumhaft: Frankfurt legt vor

Das Rückspiel im ausverkauften Camp Nou begann temporeich. Die Gäste aus Frankfurt pressten hoch, machten Barça im Spielaufbau das Leben schwer. Nach einem Konter ging Eric Garcia gegen Jesper Lindström im Strafraum zu hart zu Werke, es gab Elfmeter für die Eintracht. Filip Kostić nahm sich der Sache an und schoss die Kugel platziert ins rechte untere Eck (4.) – die frühe Gäste-Führung! Auf der anderen Seite hatte Pierre-Emerick Aubameyang per Kopf die erste gute Torchance für Barcelona, die Flanke von Ousmane Dembélé war jedoch einen Tick zu hoch angesetzt (10.). Gegen den Ball formierte sich die Eintracht in einem 5-4-1, machte dem Gegner vor dem eigenen Strafraum die Räume eng.

In Minute 18 wurde Kevin Trapp das erste Mal ernsthaft gefordert, als Ronald Araújo es mit einem wuchtigen Schuss aus der Distanz probierte. Die Katalanen erhöhten jetzt schrittweise den Druck, drückten die Gäste immer mehr hinten rein. Aber sie mussten wachsam bleiben, denn die offensive Herangehensweise bot natürlich auch Räume und Kontergelegenheiten für den Gegner. Bei einer wurde Kostić auf links freigespielt, der Schuss des Serben war jedoch zu schwach und zentral (26.). Kein Doppelpack und auch kein 2:0 – zumindest vorerst. Wenige Minuten später hatte Ansgar Knauff eine weitere ordentliche Gelegenheit: Der Youngster tankte sich stark durch die gegnerischen Defensivreihen, scheitete letztlich jedoch mit seinem schwachen Linken (35.).

Doch Frankfurt blieb jetzt dran, setzte nach. Nur eine Zeigerumdrehung später fasste sich Rafael Borré ein Herz und knallte die Kugel aus der Distanz unter die Latte (36.) – keine Chance für Marc-André ter Stegen, 2:0 Frankfurt! 30.000 mitgereiste Einstracht-Fans brachten das Camp Nou zum Beben. Knauff stellte kurz vor der Halbzeit sogar fast noch auf 3:0. Nachdem der 20-Jährige Jordi Alba abschüttelte, scheiterte er jedoch am Außennetz. So ging es mit einer überaus vielversprechenden 2:0-Führung in die Kabinen.

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(Photo by David Ramos/Getty Images)

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Kostić macht alles klar – Barça-Antwort kommt zu spät

Barça musste jetzt natürlich. Eine scharfe Hereingabe von Dembélé verpasste Aubameyang im Zentrum nur knapp (48.). Wenige Minuten darauf musste Trapp eingreifen. Wieder war es Aubameyang, der diesmal mit einem Schuss aus rund zwölf Metern am deutschen Torwart scheiterte (56.). Kurz darauf die nächste brenzlige Aktion für die Eintracht: Im eigenen Strafraum sprang der Ball Borré an die Hand. Nach intensivem Bildercheck entschied der Unparteiische jedoch, das Spiel weiterlaufen zu lassen (60.). Der Arm war angelegt, sodass keine Absicht vorlag.

Bitter für die Hausherren, aber es kam noch dicker. Nach einem Einwurf war Barça komplett unkonzentriert. Der Ball kam von Daichi Kamada links im Strafraum auf Kostić, der mit einem flachen Abschluss Sergiño Dest tunnelte und ter Stegen erneut keine Chance ließ (67.). Die Doppelpack Kostić und die Vorentscheidung für die SGE! Nur logisch, dass sich die Gäste in der Folge tief hinten rein stellten und auf Kontergelegenheiten lauerten. Und die hatten sie auch. Während „Blaugrana“ verzweifelt nach Antworten suchte, hätte die Eintracht durch Borré (74.) und kurz darauf Kamada (78.) sogar auf 4:0 erhöhen können.

In der 83. Minute kamen die Hausherren dann doch nochmal ran – vermeintlich. Denn der Treffer von Sergio Busquets wurde nach VAR-Check aufgrund einer Abseitsstellung  zurückgenommen. Seinen Treffer sollte der Barça-Capitano dann aber doch noch bekommen: Nach einem Abpraller zog die Vereinsikone aus der Distanz ab, Trapp war chancenlos (90.+1). Und plötzlich lag wieder ein Hauch Hoffnung über dem Camp Nou, denn es gab aufgrund einer längeren Unterbrechung ganze neun Minuten Nachspielzeit. Barça holte nochmal alles aus sich raus, kam durch Araújo zu einer weiteren guten Chance (90.+4). In der zehnten Minute der Nachspielzeit gab es nochmal Elfmeter für die Hausherren, den Memphis Depay verwandelte. Am Endresultat änderte das jedoch nichts, denn danach war Schluss. Die Eintracht aus Frankfurt ringt den FC Barcelona nieder und steht im Halbfinale der Europa League.

Photo by Getty Images

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