Tumulte vor dem Stade de France – Polizei: „Normalerweise hätten wir 18 Monate Zeit, wir hatten drei“

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News | Im Vorfeld des Champions-League-Finals in Paris kam es vor den Eingängen des Stade de France zu Tumulten, der Anpfiff verzögerte sich um über eine halbe Stunde. Der FC Liverpool gab im Nachgang der Ereignisse umgehend ein Statement ab, nach dem Spiel äußerte sich auch die UEFA offiziell. Zudem teilte sich die zuständige Polizeibehörde mit.

UEFA will Vorfälle prüfen

Es waren Wüste Szenen, die sich vor dem Stade de France abspielten. Fans ohne Tickets sollen versucht haben, Barrieren vor den Eingängen zu überwinden und sich illegal Eintritt ins Stadion zu verschaffen. Es drohte eine Massenpanik. Die Polizei setzte schließlich Tränengas ein, wodurch offenbar auch Unschuldige zu Schaden kamen.



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„Im Vorfeld des Spiels wurden die Drehkreuze auf der Liverpooler Seite von Tausenden von Fans blockiert, die gefälschte Eintrittskarten gekauft hatten, die in den Drehkreuzen nicht funktionierten. Dadurch bildete sich ein Stau von Fans, die versuchten, hineinzukommen. Infolgedessen verzögerte sich der Anpfiff um 35 Minuten, damit so viele Fans wie möglich mit echten Eintrittskarten ins Stadion gelangen konnten. Als die Zahl der Fans vor dem Stadion nach dem Anpfiff weiter anstieg, setzte die Polizei Tränengas ein und trieb sie aus dem Stadion“, schildert die UEFA die Szenario in einem offiziellen Statement.

„Die UEFA hat Mitgefühl mit den Betroffenen und wird die Angelegenheit gemeinsam mit der französischen Polizei, den Behörden und dem Französischen Fußballverband dringend weiter prüfen“, teilte der Verband abschließend mit.

Auch der FC Liverpool, dessen Fans von den Tumulten überwiegend betroffen waren, äußerte sich in einem Statement: „Wir sind sehr enttäuscht über die Probleme beim Einlass ins Stadion und den Zusammenbruch der Sicherheitsvorkehrungen, denen die Liverpooler Fans heute Abend im Stade de France ausgesetzt waren. Dies ist das größte Spiel im europäischen Fußball, und die Fans sollten die Szenen, die wir heute Abend erlebt haben, nicht erleben müssen. Wir haben offiziell eine formelle Untersuchung der Ursachen für diese inakzeptablen Probleme beantragt.“

Derweil gibt es eine erste Stimme seitens der Polizei. „Normalerweise hätten wir 18 Monate Zeit, um eine solche Veranstaltung zu organisieren, wir hatten drei Monate Zeit“, äußerte sich die zuständige Polizeibehörde in einem Interview mit Le Parisien zu den chaotischen Ereignissen.

Noch am gestrigen Abend erklärte ein Polizeibeamter die Szenerie gegenüber L’Équipe wie folgt: „Wir haben das Tor Z in der letzten Stunde geschlossen, weil die Liverpooler ohne Eintrittskarte vor denen mit Eintrittskarte standen, und wir konnten sie nicht zurückdrängen, weil die Hinteren nach vorne drängten, und wir konnten sie auch nicht hineinlassen. Wir haben darauf gewartet, dass die Behörden [CRS, Bereitschaftspolizei] eintreffen, um uns beim Herausfiltern zu helfen, aber der Befehl wurde von der Leitstelle nicht erteilt. Es passiert nichts. Wir hatten Glück, dass die Liverpooler geduldig und ruhig waren.“

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