Reformpläne: „Ideale“ Champions League ab 2024 – keine Transfers zwischen Topklubs?

UEFA CL/EL

News | ECA- und Juventus-Präsident Andrea Agnelli hat verraten, dass eine Einigung über Champions-League-Reformen kurz bevor stehe. Mit weitreichenden Folgen für die nationalen Wettbewerbe. 

„Ideale“ Champions League soll kommen

Auf der Generalversammlung der European Club Association (ECA) hat deren Präsident Andrea Agnelli (45) über die kommende Reform der Champions League gesprochen. Eine Einigung stehe kurz bevor. Der Italiener, der auch als Präsident von Juventus tätig ist, zeigt sich begeistert. Ab 2024 sollen 36 Teams in der Königsklasse spielen, die allesamt garantiert zehn Spieltage zu absolvieren haben. Festgehalten werden die Ergebnisse in einer Gesamttabelle. „Ich denke, dass das Schweizer System wunderschön ist“, teilte Agnelli mit und betonte die Vorteile aus seiner Sicht: „Meiner Meinung nach werden sich großartige Möglichkeiten für die Teams, die teilnehmen, ergeben. Es beinhaltet auch K.O.-Spiele, die für den Wettbewerb von essenzieller Bedeutung sind.“ (Zitat via The Guardian)

Für ihn sei es sehr nah dran, an einer „idealen“ Champions League. Agnelli will mit der UEFA eine Lösung finden und glaubt, dass das Schweizer System eben jene sein kann. Diese Reform hätte allerdings weitreichende Folgen für die nationalen Wettbewerbe. So müsste die Premier League, die jetzt schon Probleme hat, alle Spiele im Kalender unterzubringen, zurückstecken. Agnelli dazu: „Wir denken, dass 20 Teams pro Liga für die kompetitive Balance zu viele sind. Das ist ein Element, das im Interesse aller bearbeitet werden könnte.“ Die internationalen Wettbewerbe sollen ihm zufolge ein Drittel des Spielplans einer Saison belegen.

Nach Champions-League-Reform keine Transfers zwischen Topklubs mehr?

Der ECA-Präsident hat auch weitere Themen angerissen, die in Zukunft weiter diskutiert werden. Dazu zählen auch Transfers zwischen Topklubs. „Keine dreistelligen Millionentransfers unter Champions-League-Teilnehmern könnte vielleicht bedeuten, dass diese auf Spieler aus kleineren Ligen zurückgreifen müssten“, erklärte Agnelli, der die Ausgabenkontrolle als eine der „größten Herausforderungen“ betrachtet. 

Auch die TV-Vermarktung müsse neu gedacht werden. Der 45-Jährige zieht einen Vergleich zu einer anderen Sportart. „Nehmen wir zum Beispiel Golf. Wenn überhaupt sind nur die letzten sechs Löcher am letzten Tag interessant. Du wirst dir nicht alles angucken, außer du gehörst zum harten Kern der Fans“, erläutert Agnelli. Er schlägt ein Abosystem vor, mit dem die letzten 15 Minuten einzelner Spiele erworben werden können. „Die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern ist heutzutage geringer, als bei früheren Generationen“, begründete Agnelli diesen Vorschlag. 

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Foto: Imago

Damian Ozako

Als Kind von Tomas Rosicky verzaubert und von Nelson Haedo Valdez auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht worden. Geblieben ist die Leidenschaft für den (offensiven) Fußball. Seit 2018 bei 90PLUS.

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