Champions League: Coman rettet FC Bayern Remis gegen starke Salzburger

Coman Bayern
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News | Der FC Bayern ist in die K.O.-Runde der UEFA Champions League gestartet und absolvierte am Mittwoch sein Hinspiel im Achtelfinale bei RB Salzburg. Am Ende holte der Rekordmeister ein 1:1 und hat eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. 

Bayern tappt früh in die Salzburg-Falle

Direkt nach zwei Minuten zeigte Salzburg schon seine Qualität. Einen Fehler von Niklas Süle nutzte Karim Adeyemi für den ersten Antritt. Seine Flanke konnte geklärt werden, aber der Abpraller flog vor die Füße von Brenden Aaronson. Dessen Schuss konnte aber von Benjamin Pavard geklärt werden. Die Anfangsphase war hektisch, Salzburg forcierte das Chaos und schnelle Umschaltmomente. Die erste gute Chance des Rekordmeisters gab es nach knapp zehn Minuten, doch Philipp Köhn parierte den Versuch von Serge Gnabry, der aus rechter Position auf die lange Ecke schießen wollte. Eine gute Viertelstunde war gespielt, als es dem Gast aus München erstmals gelang, das Spielgeschehen etwas zu beruhigen. Einen zweiten, wenn auch harmlosen Abschluss, diesmal durch Kingsley Coman, gab es in dieser Phase auch.

Bayern Salzburg UCL

(Photo by KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images)

Allerdings fiel genau in dieser Spielphase das 1:0 für die Gastgeber. Der FC Bayern verlor am gegnerischen Strafraum den Ball, Salzburg schaltete schnell um, nahm Tempo auf und Adeyemi bediente auf Umwegen Junior Adamu, der den Ball von halblinke in die lange Ecke schlenzte. Die Reaktion des Favoriten ließ etwas auf sich warten. Bis zur 30. Minute dauerte es, als Leroy Sane in guter Schussposition auftauchte, aber mit dem rechten Fuß nicht genau genug abschloss. Wieder vergingen gut zehn Minuten, bis Gnabry eine Doppelchance hatte und Coman einen Kopfball nicht gut genug platzierte. Mittlerweile wäre das Remis durchaus verdient gewesen. Kurz vor der Pause gab es noch einmal Aufregung, aber Schiedsrichter Michael Oliver entschied, nachdem Adeyemi Pavard im Pressing stresste und zu Boden ging, zurecht nicht auf Elfmeter.

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Bayern übernimmt zunehmend die Kontrolle

Der FC Bayern kam etwas engagierter aus der Kabine. Coman setzte sich nach 51 Minuten auf links gut durch, übersah aber den besser postierten Lewandowski bei seinem Spurt in die Mitte und versuchte es selbst. Sein Schuss wurde geblockt. Generell kam der Gast mit dem Pressing besser klar. Bayern eröffnete häufiger mit hohen Bällen, um die anlaufenden Österreicher zu überspielen. Das gelang häufig, im letzten Drittel war der Rekordmeister aber zu umständlich. Vor allem viele Flanken und Eckbälle wurden eher blind in den Strafraum geschlagen. Die Ballbesitzanteile wurden aber deutlich besser. Die großen Torchancen fehlten aber weiterhin, ein Distanzschuss von Sane, den Köhn problemlos parierte, war schon das höchste der Gefühle.

Der Druck wuchs, vor allem Coman versuchte es mehr und mehr im 1-gegen-1. Nach 72 Minuten setzte er sich auf links durch und schloss auf die kurze Ecke ab, Köhn parierte jedoch. Drei Minuten später hatte Bayern die nächste gute Chance. Ein Konter nach einem Eckball der Gastgeber kam zu Sane, der aus kurzer Distanz an Köhn scheiterte. Gnabry kam nicht zum Naschschuss, weil der Torhüter im Nachfassen an die Kugel kam. Eric Maxim Choupo-Moting, kurz vorher eingewechselt, versuchte es nach 78 Minuten, aber sein Schuss wurde von einem Verteidiger zum Eckball geklärt. Danach wurde es beinahe dramatisch für den Rekordmeister. Ein Konter sorgte beinahe für das 2:0. Ulreich hielt gegen Adeyemi herausragend, doch Salzburg kam zum Nachschuss, den Pavard kurz vor der Linie noch abwehren konnte.

Eine Chance gab es noch in der 86. Minute, als eine Flanke des FC Bayern lange durch den Strafraum flog, aber niemanden erreichte und knapp am Pfosten vorbei in das Toraus ging. In der 90. Minute gelang dann doch der Ausgleich. Pavard spielte den Ball in den Strafraum, Thomas Müller verlängerte und diesmal war Coman zur Stelle und schoss in das kurze Eck zum 1:1 ein! Bei diesem Ergebnis blieb es dann am Ende auch.

 

(Photo by KERSTIN JOENSSON/AFP via Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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