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Marius Merck
Marius Merck
Chefredakteur

Wunderst du dich noch oder realisierst du schon, werden sich die Schweden gerade fragen. Denn ihre Mannschaft steht tatsächlich im Viertelfinale der WM. Sensationell waren die Skandinavier durch einen Sieg am letzten Gruppenspieltag gegen Mexiko doch noch als Gruppensieger ins Achtelfinale eingezogen, wo sie dann die Schweizer mit 1:0 besiegen konnten. Es war kein schönes Spiel, aber Schweden sah die Chance weiterzukommen und nutzte sie.

Wie? Das klären Malte Asmus und Marius Merck von 90PLUS – hier bei Kick in Russ, dem WM-Podcast auf meinsportradio.de.

 

Der Schweizer Akanji war es, der in der 66. Minute einem Schuss von Forsberg den nötigen Richtungswechsel gab, um für das Tor des Tages zu sorgen und die Schweiz wieder einmal im Achtelfinale bei einer WM ausscheiden zu lassen.

 

Spielbericht

Die Schweiz hatte in der umkämpften ersten Hälfte zunächst leichte statistische Vorteile in Sachen Ballbesitz und Zweikämpfen, Schweden hinterließ aber den besseren Eindruck. Zwei Möglichkeiten hatten sie in der Anfangsphase. Ein Berg-Schuss wurde abgeblockt, den Abpraller haute Ekdal aus 20 Metern weit über das Tor (9.). Gefährlicher wurde es erst nach fast einer halben Stunde. Im Strafraum kam Berg an den Ball. Er schoss den Ball nach Zuspiel von links aus zehn Metern direkt als Aufsetzer aufs linke Eck. Sommer zeigte eine gute Parade (28.).

Die Schweiz fand in der Endphase der ersten Hälfte besser ins Spiel. Dzemaili bediente Zuber auf der linken Seite. Der passte in den Rücken der schwedischen Abwehr und Dzemaili verzog freistehend über das Tor (38.). Schweden kam vor der Pause nur noch selten nach vorne, aber wurde gefährlich. Lustig flankte auf Ekdal, dessen Volleyabnahme flog aber deutlich über das Tor (41.).

Viel tat sich in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte dann nicht. Schweden allerdings mit einem leichten optischen Übergewicht. Und das fand dann auch in Zahlen seinen Ausdruck, als Toivonen den Ball am Strafraum quer legte und Forsberg abzog. Sommer hätte den Schuss sicher gehabt, wäre er nicht von Akanji unhaltbar zum 1:0 abgefälscht worden (66.). Und kurz darauf hätte Ekdal erhöhen können. Doch er verzog nach einer schönen Vorarbeit von Lustig (69.).

Bei der Schweiz kamen Embolo für Zuber und Seferovic für Dzemaili und die Eidgenossen verlagerten das Spiel in die schwedische Hälfte. Allerdings blieben sie mit ihren Flanken von der rechten Seite sehr ausrechenbar und konnten nur durch einen Kopfball von Djourou annähernd gefährlich werden (79.). Seferovic hatte dann noch eine Kopfballchance nach Flanke von Rodriguez – Olsen hatte den Ball sicher. Und in der Nachspielzeit machte sich dann Olsson auf, wurde kurz vor dem Strafraum von Lang gefoult. Der Schweizer sah Rot für eine Notbremse. Sommer hielt den Freistoß, aber das Spiel war für die Eidgenossen verloren.

(Photo by GABRIEL BOUYS/AFP/Getty Images)

 

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