#URUPOR: Cavani schickt CR7 heim

Spielanalysen

Auch das zweite Spiel des Achtelfinals, Uruguay gegen Portugal, war kein fußballerisches Feuerwerk, aber es war ins Sachen Einsatz und Leidenschaft richtig Feuer drin. Und auch eine ganze Menge Drama. Denn ausgerechnet der Held des Abends – Doppeltorschütze Edinson Cavani – musste beim 2:1-Sieg Uruguays vorzeitig verletzt ausgewechselt werden.

Ob der Stürmerstar im Viertelfinale gegen Frankreich allerdings mitmischen kann, ist fraglich. Wie Uruguay sich gegen Portugal durchsetzte, warum der Europameister und Cristiano Ronaldo nach Hause fahren müssen, analysieren bei Kick in Russ auf meinsportradio.de Malte Asmus und Manuel Behlert von 90PLUS.

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Spielbericht

Das Spiel begann mit einem Traumstart für Uruguay. Ihre Devise: defensiv kompakt stehen und das Spiel nach vorne den Superstars überlassen. Und das klappte zumindest einmal hervorragend: Erste Chance, erstes Tor. Cavani verlagerte das Spiel mit weiter Flanke vom rechten auf den linken Flügel, pirschte sich in den Strafraum und bekam von Suarez die perfekte Flanke serviert: Mit der Wange oder dem Kinn schloss er zum 1:0 ab (7.).

Es sollte der einzige erfolgreiche Pass von Suarez auf Cavani in der ersten Hälfte bleiben. Uruguay konzentrierte sich in diesem von viele Zweikämpfen geprägten Spiel mit der Führung im Rücken erst mal auf die Defensive und lauerte auf Konter. Die nächste gute Chance hatten sie Mitte der ersten Hälfte per Freistoß. Suarez zwang Rui Patricio Patricio per Aufsetzer zu einer guten Parade (22.). Ansonsten Portugal ergriff die Initiative. Allerdings mangelte es den Südeuropäern an Tempo, kreativen Ideen und Genauigkeit, um die Abwehr Uruguays zu knacken. Die wenigen Abschlüsse blieben harmlos, Ronaldo kam nicht einmal in den gegnerischen Strafraum – einige seiner Schüsse aus der zweiten Reihe wurden geblockt.

Besser lief es dann nach einer Ecke von der linken Seite kurz nach Wiederanpfiff. Uruguays Abwehr orientierte sich zu Ronaldo und aus dem Hinterhalt huschte Pepe heran und köpfte zum 1:1 (55.). Portugal bekam durch den Ausgleich kurzzeitig Oberwasser, dann aber auch prompt wieder den Dämpfer verpasst. Abstoß Muslera, weitergeleitet von Bentancur zu Cavani und der schlenzte den Ball ins rechte Toreck und stellte mit dem 2:1 für Uruguay den alten Abstand wieder her (62.).

Portugal erhöhte das Risiko. Quaresma kam für Adrien Silva und André Silva für den blassen Goncalo Guedes. Auf der Gegenseite verletzte sich ausgerechnet Doppeltorschütze Cavani, sodass er ausgewechselt werden musste. Uruguay blieb trotz dieses Schocks ruhig und in der Defensive weiter sicher. Und da Portugal offensiv viel Stückwerk zeigte und somit wenig gefährlich wurde, zog Uruguay ins Viertelfinale ein.

 

 

(Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

 

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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