Berufung: Chile oder Peru könnten Ecuador bei der Weltmeisterschaft ablösen

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News | Chile und Peru werfen Ecuador vor, bei der WM-Qualifikation einen Spieler unrechtmäßig eingesetzt zu haben. Berufungsrichter wiesen die Klage zurück, doch die beiden Verbände reichen Berufung ein und hoffen auf eine WM-Teilnahme.

Byron David Castillo und die Frage nach der Nationalität

Chile oder Peru könnten doch noch zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar fahren, die in weniger als einem Monat, am 20. November, beginnt. Wie The Athletic berichtet hat der Internationale Sportgerichtshof (CAS) die Berufung gegen die Entscheidung der FIFA terminiert, Ecuador nicht von der WM auszuschließen.



Die Verbände beider Länder hatten eine Bestrafung Ecuadors beantragt, nachdem sie behauptet hatten, dass Byron David Castillo (23) in Qualifikationsspielen für Ecuador gespielt habe, ohne dazu berechtigt zu sein. Die FIFA-Disziplinarkommission hatte Anfang des Jahres ein Verfahren eingeleitet, nachdem der chilenische Verband eine Beschwerde wegen möglicher Fälschung von Dokumenten zur Feststellung der Nationalität des Spielers eingereicht hatte. Der Weltfußballverband wies am 10. Juni alle Anschuldigungen gegen den ecuadorianischen Verband zurück.

Die Berufungsrichter waren der Ansicht, „dass der Spieler die dauerhafte Staatsbürgerschaft Ecuadors gemäß Art. 5 Abs. 1 der Ausführungsbestimmungen zu den FIFA-Statuten besitzt“. Doch sowohl Chile als auch Peru legten beim CAS Berufung gegen die Entscheidung ein. Chile möchte den Platz Ecuadors erhalten, da das Land sich als Viertplatzierter qualifizieren würde, wenn alle Spiele, die Castillo bestritten hat, annulliert würden. Peru hingegen will den Platz Ecuadors, da es in der CONMEBOL-Qualifikation den fünften Platz belegte und somit der nächstbeste Zweitplatzierte ist.

Der CAS hat nun die Berufungsanhörungs-Anhörung für den 4. und 5. November angesetzt. The Athletic berichtet weiter, dass der peruanische und chilenische Verband eine Entscheidung bis zum 10. November beantragt habe. Sollte dieser Termin eingehalten werden, könnten beide Länder an der Weltmeisterschaft teilnehmen, falls der Berufung stattgegeben wird, da sie dann zehn Tage Zeit hätten, sich auf das Turnier vorzubereiten. Ecuador, Peru oder Chile werden in der Gruppe A neben Katar sowie Senegal und den Niederlanden spielen. Katar trifft derzeit im Eröffnungsspiel des Turniers auf Ecuador.

(Photo by Dolores Ochoa / POOL / AFP)

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