WM 2022 | DFB-Großsponsor Rewe zieht Konsequenzen nach One-Love-Entscheidung

WM-News

News | Am Montag erklärten der DFB und sechs weitere europäische Verbände, aufgrund von der FIFA angekündigter sportlicher Sanktionen, auf das Tragen der regenbogenfarbenen One-Love-Armbinde zu verzichten. Die erschütterten Reaktionen, ob der fehlenden Courage und Standfestigkeit, ließen nicht lange auf sich warten. Nun hat mit dem Handelskonzern Rewe der erste Großsponsor des Deutschen Fußball-Bundes Konsequenzen gezogen.

Rewe distanziert sich von der FIFA-Haltung

Der Handelskonzern Rewe, einer der Großsponsoren des DFB, hat nach einem Bericht des Spiegel die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund unverzüglich beendet. Damit reagiert das Unternehmen mit Sitz in Köln auf die Entscheidung sieben europäischer Verbände, auf das Tragen der One-Love-Armbinde bei der WM 2022 in Katar doch zu verzichten. Aufgrund der Androhung sportlicher Sanktionen seitens der FIFA waren Deutschland, England, Wales, Belgien, Dänemark, Schweiz und die Niederlande von ihrer ursprünglichen Intention abgewichen. Das Unternehmen Rewe möchte sich mit seiner Reaktion von der Haltung des Weltfußballverbands und seines Präsidenten Gianni Infantino (52) distanzieren. Man wird fortan während der globalen Endrunde am Persischen Golf auf die bestehenden Werberechte verzichten.

Warum wir über die WM 2022 in Katar berichten

Rewe-Konzernchef Lionel Souque (51) äußerte sich dazu wie folgt:

„Wir stehen ein für Diversität – und auch Fußball ist Diversität. Die skandalöse Haltung der Fifa ist für mich als CEO eines vielfältigen Unternehmens und als Fußballfan absolut nicht akzeptabel.“



Der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands hatte bereits im Oktober den DFB darüber in Kenntnis gesetzt, unabhängig von der WM, den Partnerschaftsvertrag nicht verlängern zu wollen. Nun das sofortige Ende des Engagements. Als erste Konsequenz werden die, in den Märkten erhältlichen DFB-Sammelalben verschenkt. Alle bisherigen Erträge sollen vollumfänglich gespendet werden.

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(Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik musste leiden. Wenn sein persönlicher Traum von der professionellen Fußballkarriere schon platzen musste, entschied er sich dem Sport aus journalistisch-kritischer Perspektive erhalten zu bleiben.

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