WM 2022 | Bono bringt Spanien zur Verzweiflung: Marokko im Viertelfinale

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News | Am Dienstagnachmittag traf Marokko im siebten Achtelfinale der WM 2022 auf Spanien. Im Elfmeterschießen setzte sich Marokko 3:0 durch, Bono parierte alle spanischen Versuche.

Marokko mutig und robust, Spanien fehlt der letzte Punch

Willkommen aus dem Education City Stadium! Mit Siegen über Belgien (2:0) und Kanada (2:1) sowie dem torlosen Remis gegen Kroatien qualifizierte sich Marokko als Gewinner der Gruppe F für dieses Achtelfinale. Spanien bezwang Costa Rica überdeutlich 7:0, was trotz des Remis‘ gegen das DFB-Team (1:1) sowie der Niederlage gegen Japan (1:2) zum Weiterkommen reichte.

Es war auch der Weltmeister von 2010, der das Gros des Spiels und auch die erste Gelegenheit für sich verzeichnete: Spanien presste in Minute 25 hoch, sodass sich Nayef Aguerd und Achraf Hakimi bei einem kurzen Zuspiel von Torhüter Bono nicht einig wurden. Dani Olmo gewann die Kugel und flankte in einer Aktion. Im Zentrum ließ Ferran Torres für Gavi prallen, dessen Schuss Bono an den Querbalken lenkte. Den Rebound Ferran Torres‘ klärte Sofyan Amrabat auf der Torlinie. Die Fahne ging allerdings hoch. Ferran Torres stand bei seiner ersten Aktion bereits zu weit vorne.

 



 

Keine zwei Minuten später hob Jordi Alba den Ball in den Lauf von Marco Asensio, der aus sehr spitzem Winkel traf – und zwar das Außennetz.

Solche Druckszenen waren allerdings eher Ausnahme denn Regel in dieser Partie Marokko verteidigte kompakt und leidenschaftlich, wodurch Spanien Probleme hatte, konsequent durchzubrechen. Mit mutigem Forechecking kamen die Marokkaner auch zu einigen guten Torgelegenheiten. Minute 33, Noussair Mazraoui eroberte einen eigentlich bereits verlorenen Ball und hielt aus gut 20 Metern drauf, Unai Simón hatte die Kugel erst im Nachfassen vor Youssef En-Nesyri.

Zwei Minuten vor der Pause klärte Rodri eine missglückte Flanke viel zu kurz, sodass Sofiane Boufal von links flanken durfte. Am zweiten Pfosten stand Aguerd komplett frei, setzte den Ball allerdings über das Tor. Wenige Sekunden später, noch immer in Minute 43, legte Hakim Ziyech eine Mazraoui-Flanke per Kopf nochmal in die Mitte. Aymeric Laporte klärte vor En-Nesyri. So ging es torlos in die Pause.

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Bono pariert: Verlängerung zwischen Marokko und Spanien

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte, die sich ähnlich der ersten gestaltete. Spanien versuchte, die Schlinge sukzessiv zuzuziehen. Chancen sprangen dabei jedoch nicht heraus. Stattdessen Marokko im Konter. Es läuft bereits die 86. Minute, Hakimi bekam auf rechts Platz und flankte an den zweiten Pfosten. Abdelhamid Sabiri selbst abschloss. Unai Simón packte zu.

In der fünften Minute der Nachspielzeit zog Dani Olmo einen Freistoß von links direkt aufs Tor. Rodri und Nico Williams verpassten, sodass Bono zum Eckball parieren konnte, der nichts einbrachte. Es ging in die Verlängerung!

Cheddira vergibt doppelt, aber Marokko gewinnt das Elfmeterschießen

Fünf Minuten waren in der Overtime gespielt, da steckte Sofyan Amrabat für Walid Cheddira durch, der frei auf Unai Simón laufen konnte, allerdings scheiterte.

In Minute 104  blieb die Fahne unten, Cheddira stand nach herausragender Kombination erneut vor Unai Simón, brachte allerdings keinen platzierten Abschluss zustande.

Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images

Es ging ins Elfmeterschießen, das genauso begann, wie zwischen Japan und Kroatien – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Der eingewechselte Pablo Sarabia setzte seinen Versuch an den Pfosten, Bono parierte gegen Carlos Soler, während Sabiri und Hakim Ziyech sicher trafen. Dann schritt Kapitän Sergio Busquets zum Punkt – und vergab ebenfalls gegen Bono! Zwar genehmigte sich Marokko ebenfalls einen Fehlschuss, in Person von Badr Banoun. Den entscheidenden Schuss nahm sich dann aber Achraf Hakimi, in Madrid geboren und aufgewachsen – und chippte den Ball in die Mitte. Marokko steht im Viertelfinale und wird dort entweder auf Portugal oder die Schweiz treffen!

Der Endstand nach Elfmeterschießen aus dem Education City Stadium: Marokko 3, Spanien 0.

Marokko 3:1 Spanien

Marokko: Bono – Hakimi, N. Aguerd (84′ J. El Jamiq), R. Saïss, Mazraoui (82′ Y. Attiat-Allah) – A. Ounahi, S. Amrabat, S. Amallah (82′ Cheddira) – Ziyech, En-Nesyri (82′ Sabiri), S. Boufal (66′ Ez Abde)
Trainer: Walid Regragui

Spanien: Unai Simón – M. Llorente, Rodri, Laporte, Jordi Alba (98′ Balde) – Gavi (63′ Carlos Soler), Busquets, Pedri – Ferran Torres (75′ Nico Williams), Asensio (63′ Morata), Dani Olmo (98′ Ansu Fati)
Trainer: Luis Enrique

Photo by JACK GUEZ/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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