Im Achtelfinale wird Tuchels englische Nationalmannschaft auf den Gastgeber Mexiko im legendären Aztekenstadion treffen. Der deutsche Trainer wittert derweil einen Nachteil für sein Team.
Es wird ein schweres Match werden für die Three Lions, wenn es am kommenden Montag früh im Morgen deutscher Zeit gegen Mexiko geht. Nicht nur, wegen der makellosen WM der Mexikaner bisher, sondern auch aufgrund der speziellen Bedingungen des Spielortes.
Die Partie findet nämlich im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt statt, das etwa 2.240 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Schon drei seiner bisherigen vier Turnierspiele hat die mexikanische Nationalmannschaft im Estadio Azteca ausgetragen, bisher gab es kein einziges Gegentor. Die Höhe könnte für die Engländer zum Problem werden, daher hatte der englische Fußballverband vor, eine Regel der FIFA zu umgehen. Doch dem Plan wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Tuchel über Spiel in Mexiko: „Es wird ein Nachteil bleiben“
Einem Bericht des Guardian zufolge, hat Nationalcoach Tuchel behauptet, eine FIFA-Regel versetze England in Mexiko-Stadt aufgrund der Höhenlage in einen „enormen“ Nachteil. Denn aufgrund der Akklimatisierung ist es ab dem Achtelfinale vorgesehen, dass die Mannschaften einen Tag vor den Spielen an „ortsspezifischen Trainingsstätten“ in der Nähe der Stadien trainieren müssen.
Im Falle der Engländer bedeutet das, dass die Anreise vom Stützpunkt in Kansas City schon am Freitagnachmittag erfolgen muss. Der englische Fußballverband (FA) hat indessen untersucht, wie sich die Höhenlage auf die englischen Spieler auswirken wird, und im Rahmen seiner Recherchen mit Teams aus anderen Sportarten gesprochen. Eine der Erkenntnisse ist, dass eine Anreise erst am Spieltag und bestmöglich so kurz wie möglich vor dem Anpfiff die zeitlich beste Option wäre.

„Die Empfehlung lautet, entweder schon 10 Tage vorher anzureisen – was für uns zu lang ist – oder in letzter Minute, was nicht erlaubt ist“, so Tuchel, und weiter. „Wir haben mit Mannschaften gesprochen, die das so handhaben, und sie sagen, dass sie am Spieltag sehr, sehr spät anreisen, wenn sie keine Zeit zur Akklimatisierung haben. Wir müssen einen Mittelweg finden. Es wird ein Nachteil bleiben.“

