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Wohin wechselt De Ligt? – Arsenal: wer kommt/wer geht?

4. Juli 2019

Wohin wechselt De Ligt? – Arsenal: wer kommt/wer geht?

In unserer Reihe #ask90PLUS versuchen wir eure Fragen rund um den internationalen Fußball zu beantworten. In diesem Teil geben wir unsere Einschätzungen zu den folgenden Themen: “Wohin wechselt Matthijs De Ligt?” und “Arsenal: wer kommt/wer geht?“

Wohin wechselt De Ligt?

Matthijs de Ligt ist, neben dem sich anbahnenden Neymar-Transfer, wohl die spannendste Personalie des Sommers. Der 19-Jährige Innenverteidiger, der Ajax als Kapitän zum Double und in das Halbfinale der Champions League geführt hat, gilt als Ausnahmetalent und wird dementsprechend von vielen internationalen Topklubs gejagt. Zuletzt gab es konkretes Interesse von PSG, aber die Franzosen scheinen nun aus dem Rennen zu sein. Manchester United wurden kurzzeitig Außenseiterchancen eingeräumt, aber wirklich ernst wurde es zwischen den Parteien auch nicht. Der große Favorit war lange Zeit der FC Barcelona. Die Katalanen haben dem Vernehmen nach schon eine Einigung mit Ajax Amsterdam erzielt und warteten nur noch auf eine Bestätigung des Spielers.

Diese kam jedoch nicht und relativ überraschend deuteten viele Berichte daraufhin, dass sich de Ligt Juventus Turin anschließen wird. Angesichts der Quellenlage dürfte ein Wechsel des Niederländers zu den “Bianconeri” tatsächlich kurz vor dem Abschluss stehen. Der Spieler selbst soll sich schon endgültig entschieden haben und die Einigung zwischen den Klubs dürfte bald folgen. Eine Bekanntgabe ist nur noch eine Frage der Zeit.

Damian Ozako

Arsenal: wer kommt/wer geht?

Nach einigen Fehlinvestitionen, überteuerten Verträgen und drei Spielzeiten ohne Champions-League-Einnahmen ist das Transfer-Budget des FC Arsenal bekanntlich äußerst begrenzt. Lediglich 50 Millionen Euro sollen den Gunners zur Verfügung stehen.

Folglich ist die zweite Frage wohl wichtiger als die erste, denn ohne Verkäufe ist Arsenal nicht in der Lage seine Transferziele zu verfolgen. Alleine Celtic-Linksverteidiger Kieran Tierney und Wilfried Zaha, für den ein erstes Gebot in Höhe von 45 Millionen Euro abgelehnt wurde, würden das Budget deutlich überziehen. Verkäufe, am besten die der Topverdiener, werden allerdings nur schwer zu realisieren sein. Shkodran Mustafi, Henrikh Mkhitaryan sowie Mesut Özil sitzen beispielsweise auf überteuerten Verträgen und sind daher nur schwer an den Mann zu bringen. Einzig Calum Chambers, Laurent Koscielny, Sead Kolasinac und Mohamed Elneny sind realistische Verkaufskandidaten. Im Optimalfall könnte man durch diese vier Spieler bis zu 50 Millionen Euro erwirtschaften.

Die Nordlondoner müssen also erfinderisch werden, (Leih-) Spieler zum Tausch anbieten, Ablösesummen in mehrere Raten aufteilen oder womöglich den Verkauf eines Luxus-Spielers wie Pierre-Emerick Aubameyang in Betracht ziehen, um den Kader anderweitig zu verstärken.

(Photo by Naomi Baker/Getty Images)

Nach Zaha und Tierney, die scheinbar die absolute Priorität darstellen, bleibt den Gunners jedenfalls nicht viel übrig, um einen dringend benötigten Innenverteidiger zu verpflichten. Einzig William Saliba (Saint-Étienne) scheint derzeit eine realistische Option darzustellen. Doch selbst der 18-jährige wird mindestens 30 Millionen Euro kosten und ist eher ein Mann für die Zukunft. Ein gestandener Innenverteidiger von internationalem Format, beispielsweise ein Samuel Umtiti, scheint finanziell vorerst außer Reichweite zu sein.

Arsenal muss also hoffen, dass ein Saliba – sofern er kommt – einschlägt, der talentierte Rob Holding seinen Kreuzbandriss vollständig auskuriert und Konstantinos Mavropanos den nächsten Schritt machen kann. Sokratis, trotz guter Saison keine Premiumoption, wird jedenfalls einen jungen Mann an seiner Seite haben.

Chris McCarthy

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 (Main Photo by Michael Steele/Getty Images)

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