Am Freitagabend fanden zum Auftakt in den Spieltag in der 2. Bundesliga zwei Partien statt. Dabei hatte es zum Beispiel Preußen Münster zuhause mit dem VfL Bochum zu tun und wollte die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler vor Probleme stellen.
Doch Bochum hatte nach dem Derbysieg gegen Schalke 04 natürlich einen gewissen Rückenwind. Im anderen Spiel waren Magdeburg und Greuther Fürth im Einsatz. Generell ging es also eher um den Abstiegskampf, drei der vier Teams, die sich auf den Plätzen 15-18 befinden, waren heute am Start.
Bochum bestätigt eigene Serie
Der VfL Bochum hat einem Rückstand getrotzt und seine ungeschlagene Serie ausgebaut. Das Team von Trainer Uwe Rösler spielte bei Preußen Münster nach Pausenrückstand noch 1:1 (0:1). Ein Münsteraner Geniestreich war dagegen nicht genug, um die eigene Sieglosserie zu beenden.
Imad Rondic, Leihspieler vom 1. FC Köln, erzielte die sehenswerte Führung der Hausherren (35.). Die Gäste aus Bochum antworteten in Person von Koji Miyoshi (59.) und verhinderten die zweite Liganiederlage unter ihrem Cheftrainer Rösler. Seit nunmehr acht Spielen in Folge hat der VfL nicht mehr verloren und bleibt vorerst auf Rang acht. Die Heimmannschaft aus Münster verpasste den Befreiungsschlag im Abstiegskampf und wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg.
Nach dem Bochums Statementerfolg gegen Schalke 04 sah Trainer Rösler keinen Grund für Wechsel und schickte dieselbe Startelf auf den Platz. Bochums Koji Miyoshi, Torschütze vom vergangenen Samstag, hatte im direkten Duell mit dem Münsteraner Johannes Schenk die erste dicke Chance (12.).
Im Eins-gegen-Eins behielt dagegen Münsters Winterneuzugang Rondic die Nerven, als er einen Steckpass über den VfL-Keeper Timo Horn zur etwas überraschenden Führung sehenswert ins Tor lupfte (36.). Im zweiten Durchgang belohnten sich die Bochumer für ihr Aufbäumen. Der erneut gefährliche Miyoshi (59.) vollendete eine Kopfablage von Stürmer Philipp Hofmann.
Fürth und Magdeburg liefern sich schon wieder Spektakel
Der 1. FC Magdeburg hat einen aberwitzigen Schlagabtausch bei der SpVgg Greuther Fürth für sich entschieden und einen enorm wichtigen Sieg im Rennen um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander setzte sich bei den Franken mit 5:4 (5:3) durch und sprang auf den 13. Tabellenplatz. Acht Tore in der ersten Halbzeit hatte es in der 2. Liga zuvor erst dreimal gegeben.
Die Fürther, die nun mit 52 Gegentoren nach 21 Spielen Tabellenletzter sind, waren durch Brynjar Ingi Bjarnason (8.) in Führung gegangen. Doch dann brach eine ganz wilde Phase an. Magdeburg traf zwischen der 13. und der 33. Minute fünfmal, ein Eigentor von Reno Münz (13.) brachte die Gäste ins Rollen. Dann folgten ein Dreierpack von Mateusz Zukowski (15., 29., 33.) sowie ein Treffer durch Rayan Ghrieb (23.). Doni Arifi (43.), Jan Elvedi (45.+5) und Sayfallah Ltaief (47.) brachten die Gastgeber aber nochmals heran.
Angesichts der Tabellenkonstellation hätte man ein Duell zweier zurückhaltender Mannschaften erwarten können. Doch in Fürth ging es von Beginn an munter hin und her, beide Teams zeigten sich enorm anfällig. Magdeburg nutzte die Schwächen der Gastgeber eiskalt aus, vor allem Zukowski und der auffällige Spielmacher Baris Atik waren nicht zu stoppen.
Aber in der Defensive agierte auch der FCM vogelwild. Insbesondere Torhüter Dominik Reimann wirkte unsicher und hatte große Probleme bei hohen Bällen. Drei Gegentreffer fingen sich die Gäste nach Ecken, als dann noch Atik einen ganz schwachen Rückpass spielte und Ltaief diese Einladung annahm, war das Spiel wieder völlig offen.
In dieser Schlagzahl ging es jedoch nicht weiter, Fürth mühte sich um den Ausgleich. Die Teams kamen nun nicht mehr so leicht vors gegnerische Tor.

