Am Sonntagmittag fanden in der 2. Bundesliga drei Spiele statt. Dabei war vor allem das Spiel zwischen Hertha BSC und Aufstiegsanwärter Darmstadt 98 sehr interessant. Aber nicht nur diese beiden Teams hatten sich viel vorgenommen.
Düsseldorf hatte zudem den SC Paderborn zu Gast. Die Paderborner kämpfen auch um die vorderen Plätze, die Fortuna um das Überleben. Dresden und Bielefeld komplettierten den Spieltag.
Dresden verpasst Big Points
Dynamo Dresden hat im extrem engen Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wichtige Punkte liegen lassen. Die Sachsen kamen im Kellerduell gegen Mitaufsteiger Arminia Bielefeld nach Führung nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und verpassten im Jahr 2026 den dritten Sieg im dritten Spiel. Mit nun 20 Punkten bleibt die Elf von Trainer Thomas Stamm voll in der Abstiegszone.
Angreifer Christoph Daferner (43.) gelang per Kopf die Dynamo-Führung, doch Tim Handwerker (67., Foulelfmeter) glich aus. Dresdens Robert Wagner sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot wegen Ballwegschießens (90.+1).
Bielefeld hielt damit den Angstgegner, gegen den in den vergangenen sechs Duellen kein Sieg gelang, in der Tabelle hinter sich und bleibt mit 21 Zählern über dem Strich. Allerdings wartet die Arminia bereits seit acht Spielen auf einen Dreier.
Beiden Teams war die Bedeutung der Partie in der Anfangsphase anzumerken, es ging hauptsächlich um Fehlervermeidung. Bis auf einen Abseitstreffer von Bielefelds Semir Telalovic (23.) gab es kaum Torraumszenen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit erspielte sich Dynamo ein leichtes Übergewicht. Erst zwang Jakob Lemmer Arminia-Torwart Jonas Kersken zu einer Parade (42.), ehe der Keeper bei der anschließenden Ecke daneben griff und Daferner am ersten Pfosten einnickte.
Nach dem Wechsel zog sich Dresden zurück, Bielefeld fiel erstmal wenig ein. Alexander Rossipal brachte dann aber Joker Monju Momuluh im Strafraum zu Fall, Handwerker ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen.
Düsseldorf mit großem Befreiungsschlag
Fortuna Düsseldorf hat mit einem Heimsieg gegen den Aufstiegskandidaten SC Paderborn ein Zeichen im Abstiegskampf gesetzt. Mit einem 2:1 (0:1) verließen die Rheinländer vorerst die Abstiegszone, der in der Schlussphase dezimierte SCP kassierte einen Rückschlag im Rennen um den Aufstieg.
Dank Shinta Appelkamp (63.) und Cedric Itten (83.) ist Fortuna (23 Punkte) nun Tabellen-13. Winterzugang Kennedy Okpala (2.) hatte früh für die nach Gelb-Rot gegen Mattes Hansen (72.) in Unterzahl spielenden Paderborner getroffen, die mit 36 Zählern auf Rang vier abrutschten.
Gleich bei der ersten Ecke wurde die unaufmerksame Abwehr der Düsseldorfer bestraft, als Okpala völlig unbedrängt per Direktabnahme seinen Premierentreffer in der 2. Bundesliga erzielte. Den 21-Jährigen hatte Paderborn zu Jahresbeginn vom Drittligisten Waldhof Mannheim verpflichtet.
Danach kontrollierten die Gäste weitgehend das Geschehen. Fortuna fand kaum Mittel, um aus dem Spiel heraus Torgefahr zu entwickeln. Das änderte sich spürbar nach der Pause: Appelkamps abgefälschter Distanzschuss sorgte für neue Hoffnung, die die Überzahl noch verstärkte. Dann traf Itten aus gut elf Metern.
Darmstadt holt 0:2 in Berlin auf
Darmstadt 98 hat die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt erkämpfte sich bei Hertha BSC nach Rückstand zwar noch ein 2:2 (1:2), ist hinter Schalke 04 und der SV Elversberg aber nun Dritter.
Für die Berliner war es ein weiterer Rückschlag im Kampf um den Aufstieg. Die Berliner verspielten nicht nur eine 2:0-Führung, sondern sind nun seit sechs Ligaspielen in Serie sieglos – die vergangenen fünf Partien endeten jeweils unentschieden. Dadurch stagniert die Hertha auf Rang sieben.
Fabian Reese (2.) brachte seine Mannschaft früh in Führung, Julian Eitschberger (15.) erhöhte nur wenig später. Fraser Hornby (39./Foulelfmeter und 62.) verkürzte und traf auch zum Ausgleich. Der Herthaner Dawid Kownacki (70.) sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte.
Den Gastgebern gelang der Blitzstart. Marten Winkler fand Kapitän Reese, der kompromisslos den Ball versenkte. Ähnlich gut herausgespielt war auch der Treffer von Eitschberger. Die Herthaner belohnten sich damit für eine furiose Anfangsphase.
Darmstadt fand durch einen Foulelfmeter, verursacht von Pascal Klemens, aus dem Nichts zurück ins Spiel. Die Gastgeber kamen nicht gut aus der Pause und gaben den Lilien mehrfach die Chance zum Ausgleich – eine nutzte Hornby. In Überzahl war Darmstadt nah am Sieg.

