Zum Auftakt in den 26. Spieltag ließen in der 2. Bundesliga zwei Top-Klubs Punkte liegen. Grund zur Freude hatte dagegen erneut die SpVgg Greuther Fürth.
Gleich zweimal gab es am Freitagabend in der 2. Bundesliga das Duell Abstiegskampf gegen Aufstiegsrennen. Der Tabellenzweite SV Darmstadt 98 war zu Gast bei Schlusslicht 1. FC Magdeburg und wollte den FC Schalke 04 zumindest bis Sonntag von Platz eins verdrängen. Die SpVgg Greuther Fürth empfing zeitgleich die SV Elversberg im Sportpark Ronhof. Beide Teams belegten vor dem Spieltag einen Relegationsplatz, das Kleeblatt unten, die Elv oben in der Tabelle.
1. FC Magdeburg – SV Darmstadt 98 1:1
Die Favoritenrolle war in Magdeburg klar verteilt, der Spielverlauf sprach im ersten Durchgang aber eine andere Sprache. Die Lilien präsentierten sich nicht wie ein Team, das auf den ersten Tabellenplatz springen konnte. Der FCM hatte die besseren Chancen und wäre durch Mateusz Zukowski und Dariusz Stalmach binnen zwei Minuten zweimal fast in Führung gegangen. Zukowski setzte das Leder nach einem schlimmen Fehlpass von Kai Klefisch deutlich über den Kasten, Stalmach scheiterte kurz darauf am glänzend reagierenden Marcel Schuhen. Es ging mit einem 0:0 in die Kabine, mit dem sich Darmstadt glücklich schätzen konnte.
In der laufenden Saison drehte die Mannschaft von Florian Kohfeldt regelmäßig erst nach dem Seitenwechsel auf, in Magdeburg blieb der Aufschwung jedoch aus. Petrik Sanders Team blieb die bessere Mannschaft und belohnte sich nach einer Stunde endlich für den enormen Aufwand. Alexander Nollenberger bediente Baris Atik, der dem einstartenden 28-Jährigen den Ball eigentlich auf einer unangenehmen Höhe zurückspielte. Doch Nollenberger hielt den Kopf rein und verlängerte so in Richtung Gehäuse, wo Fabian Nürnberger im Luftzweikampf mit Philipp Hercher ein Eigentor unterlief (63.).

Darmstadt war um eine schnelle Antwort bemüht, Luca Marseiler schloss aber zunächst zu zentral ab. Dennoch waren die Lilien plötzlich da und egalisierten den Rückstand nur vier Minuten nach dem Gegentor. Nürnberger – kurz zuvor noch mit dem Eigentor – schloss aus 18 Metern mit links ab, abgefälscht schlug die Kugel unhaltbar für Dominik Reimann oben links ein (67.). Nach dem Ausgleich war Darmstadt zwar deutlich besser im Spiel, das immer zerfahrener wurde. Der Siegtreffer gelang keiner der beiden Mannschaften mehr.
SpVgg Greuther Fürth – SV Elversberg 2:0
Auch in Fürth war der Gast eigentlich der klare Favorit, die Elversberger waren nach den letzten Wochen aber gewarnt. Das Kleeblatt hatte zunächst Spitzenreiter Schalke 04 einen Punkt abgeknüpft und eine Woche später Hannover 96 sogar geschlagen. Die SVE übernahm dennoch wie erwartet die Kontrolle und kam zu guten Chancen. David Mokwa fand seinen Meister schon nach fünf Minuten in Fürth-Schlussmann Silas Prüfrock, Lukas Petkovs Versuch aus 14 Metern und Immanuel Pherais Kopfball verpassten das Ziel knapp.
Die Gastgeber taten sich in der Offensive lange schwer, schlugen dann aber eiskalt zu. Nachdem sich die Mannschaft von Heiko Vogel nach 21 Minuten durch Sayfallah Ltaief erstmals dem Gäste-Tor annäherten, nutzte Branimir Hrgota seinen ersten Abschluss zur überraschenden Führung. Der Routinier zog aus 20 Metern ab und traf rechts unten ins Eck, allerdings sah SVE-Keeper Nicolas Kristof beim haltbaren Schuss des Schweden nicht glücklich aus (42.).

Auch im zweiten Durchgang hatte Elversberg die besseren Gelegenheiten, haderte aber weiter mit der Chancenverwertung. Erst verpasste Mokwa per Hacke ein Traumtor nur knapp, dann schoss Pherai nach einem starken Konter rechts vorbei. Zu allem Überfluss jagte Petkov auch noch einen Foulelfmeter über das Tor, nachdem Prüfrock zuvor Maximilian Rohr zu Fall gebracht hatte (69.). In der Schlussphase traf Frederik Schmahl nochmal die Latte, doch tief in der Nachspielzeit besiegelte Lukas Reich mit dem 2:0 den Heimsieg für das Kleeblatt (90+6.).
Die Freitagsspiele der 2. Bundesliga im Überblick
1. FC Magdeburg – SV Darmstadt 98 1:1
Tore: 1:0 Nürnberger (63., Eigentor), 1:1 Nürnberger (67.)
SpVgg Greuther Fürth – SV Elversberg 2:0
Tore: 1:0 Hrgota (42.), 2:0 Reich (90+6.)
Bes. Vorkommnis: Petkov (Elversberg) schießt Foulelfmeter über das Tor (69.)

