In der 2. Bundesliga fanden am Sonntag drei Spiele statt. Dabei wollten einige Topteams den Patzer von Schalke 04 in Berlin nutzen. Kaiserslautern und Hannover standen sich im direkten Duell gegenüber und wollten oben ran.
Außerdem war Paderborn auswärts bei Holstein Kiel gefordert. Hinzu kam das Spiel von Darmstadt 98 in Bochum. Und eines vorweg: Es sollte extrem unterhaltsam werden.
Spektakel zwischen Bochum und Darmstadt
Darmstadt 98 hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga einen Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt kam beim VfL Bochum nur zu einem 3:3 (2:2) und verpasste es, näher an den Spitzenreiter Schalke 04 heranzurücken.
Fraser Hornby (7.), Isac Lidberg (36.) und Bochums Leandro Morgalla mit einem Eigentor (68.) trafen für die Darmstädter, die mit 34 Punkten weiter oben mitmischen. Den Patzer von Schalke bei Hertha BSC am Vortag (0:0) konnten die Lilien allerdings nicht nutzen, um ihren Rückstand von vier Punkten zu verkleinern.
Francis Onyeka (11.), Philipp Hofmann (27.) und Callum Marshall (82.) waren für die Bochumer erfolgreich, deren Blick sich mit 22 Punkten auf dem Konto nach unten richtet. Der Abstand zum Tabellen-16. Arminia Bielefeld beträgt nur drei Zähler.
Darmstadt startete selbstbewusst in die Partie und ging durch Hornby sogleich in Führung. Zwei Abwehrfehler brachten die Bochumer aber wieder ins Spiel. Beim ersten Gegentor verteidigten die Gäste Farid Alfa-Ruprecht nicht konsequent genug. Der Flügelspieler scheiterte zunächst an 98-Keeper Marcel Schuhen, Onyeka staubte ab. Anschließend spielte Marco Richter einen Pass in den eigenen Strafraum, den Hofmann eiskalt nutzte.
Doch auch Bochum zeigte sich defensiv anfällig, Lidberg glich aus. Nach einer munteren ersten Hälfte erwischte Bochum den besseren Start in den zweiten Durchgang, doch unter Mithilfe von Morgalla gingen die Gäste wieder in Führung. Marshall glich in einer unterhaltsamen Schlussphase aus.
Hannover verspielt Sieg in Kaiserslautern – Rote Teufel jubeln
Misslungenes Comeback für Jörg Schmadtke: Hannover 96 hat mit zehn Mann im ersten Pflichtspiel seit der Amtsübernahme des alten und neuen Sportchefs eine Last-Minute-Pleite kassiert. Die Niedersachsen verloren zum Rückrundenauftakt der 2. Fußball-Bundesliga trotz Führung 1:3 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Der erst in der 64. Minute eingewechselte Waniss Taibi sah in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.
Der lange verletzt fehlende Torjäger Ivan Prtajin (74.) und Semih Sahin (90.+2) trafen beide als Joker für den FCK, der nach einem schwachen Jahresausklang 2025 wieder den Aufstieg ins Visier nehmen darf. Naatan Skyttä sorgte für den Endstand (90.+5). Die Pfälzer überholten die Hannoveraner, die nahtlos an ihren schwachen Dezember (nur zwei Punkte aus drei Spielen) anknüpften und seit fast zehn Jahren auf einen Sieg auf dem Betzenberg warten. Enzo Leopold (67.) hatte Hannover in Führung gebracht.
Hannover war in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft. Benedikt Pichler vergab per Kopf eine gute Gelegenheit für die Gäste (4.). Danach wurden die Roten Teufel stärker. Der Finne Skyttä konnte zwei Großchancen nicht verwerten (28. und 32.).
Im zweiten Durchgang waren zunächst wieder die Gäste am Drücker. Die erste gute Möglichkeit vergab allerdings FCK-Profi Mika Haas (62.). Besser machte es Leopold bei seinem ersten Saisontreffer. Dabei wurden die aufgerückten Gastgeber ausgekontert. Prtajin sorgte per Kopf für den Ausgleich, Sahin und Skyttä legten nach.
Paderborn verliert – Sorgen um Brackelmann
Rückschlag im Aufstiegsrennen für den SC Paderborn: Die Ostwestfalen um Trainer Ralf Kettemann haben zum Rückrundenstart mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage bei Holstein Kiel gepatzt. Damit verpasste es der SCP, seine Position im Verfolgerfeld von Tabellenführer Schalke 04 zu verbessern.
Die Partie wurde in der Schlussphase überschattet von einem schweren Sturz des Paderborners Calvin Brackelmann. Der Verteidiger wurde minutenlang behandelt und dann unter Applaus mit einer Trage vom Feld gebracht.
Steven Skrzybski brachte Holstein aus kurzer Distanz per Kopfballtreffer in Führung (19.). Es war der erste Abschluss der Kieler – und der sorgte im Holstein-Stadion direkt für Jubel. Lasse Rosenboom (67.) legte im zweiten Durchgang für die Norddeutschen nach.
Paderborn hatte durch Sebastian Klaas die erste Chance der Partie (8.). Nach gelungener Kombination kam er aus 16 Metern zum Abschluss, Torwart Jonas Krumrey klärte zur Ecke. Im Verlauf der ersten Hälfte ging der Schwung der Gäste aber verloren und Kiel arbeitete sich in die Partie. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte baute der SCP dann wieder mehr Druck auf, aber die Kieler trafen erneut.

