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90PLUS » 2. Bundesliga: Wahnsinn in Nürnberg, KSC und Dresden gewinnen
2. Bundesliga

2. Bundesliga: Wahnsinn in Nürnberg, KSC und Dresden gewinnen

Manuel Behlert
17.01.26, 15:02
Manuel Behlert
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3 Spiele fanden am Samstagmittag in der 2. Bundesliga statt. Unter anderem spielte der 1. FC Nürnberg gegen die SV Elversberg und wollte nach der Winterpause einen guten Auftritt hinlegen. 

Außerdem spielte Dynamo Dresden zuhause gegen Greuther Fürth. Auch Preußen Münster war im Einsatz und wollte gegen den Karlsruher SC ein gutes Spiel zeigen.

Dresden mit wichtigem Sieg

Dynamo Dresden hat die Rote Laterne in der 2. Fußball-Bundesliga an die SpVgg Greuther Fürth weitergereicht. Die Sachsen gewannen das Kellerduell zum Start der Rückrunde mit 2:0 (1:0) und haben als Vorletzter nun drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Thomas Keller (35.) und Jakob Lemmer (50.) erzielten die Treffer des Aufsteigers. Fürth liegt nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg nun mit einem Zähler hinter Dresden auf dem letzten Rang. Für den neuen Trainer Heiko Vogel war es auch schon die vierte Partie ohne Erfolgserlebnis.

Die Gastgeber dominierten nach zuletzt drei Niederlagen in Folge die ersten Halbzeit. Keller vergab aber die erste Großchance (25.). Zehn Minuten später machte es der Neuzugang aus Heidenheim besser, als er eine Ecke von Alexander Rossipal zur Führung einköpfte. Den Innenverteidiger bekam Fürth bei Standardsituationen auch in der Folge nicht in den Griff. Bei Kellers nächstem Kopfball war aber Torhüter Timo Schlieck zur Stelle (44.).

Dynamo kam auch schwungvoll aus der Pause. Lemmer traf aus der Distanz, Schlieck machte dabei nicht die beste Figur. Fürth tat danach mehr für das Spiel, es mangelte aber an Ideen und Präzision.

Nürnberg-Wahnsinn gegen Elversberg

Kein Ebnoutalib, kein Erfolg: Die SV Elversberg hat im ersten Spiel ohne ihren Toptorjäger einen bitteren Rückschlag kassiert und den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. In einem turbulenten Schlagabtausch verloren die Saarländer beim 1. FC Nürnberg trotz zweimaliger Führung mit 2:3 (1:0). Herbstmeister Schalke 04 könnte seinen Vorsprung am Abend (20.30 Uhr/RTL und Sky) bei Hertha BSC ausbauen.

Tom Zimmerschied (39.) und Jarzinho Malanga (65.) bescherten den lange harmlosen Gästen zwei schmeichelhafte Führungen. Der FCN von Trainer Miroslav Kloseb schlug dank Julian Justvan (56.) und Piet Scobel (71.) zurück. Dann überschlugen sich die Ereignisse: SVE-Angreifer Otto Stange scheiterte mit einen Foulelfmeter an Jan Reichert (85.), Klose hatte sich unmittelbar zuvor wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte eingehandelt. Scobel bescherte Nürnberg spät den Dreier (90.+3).

Ohne Angreifer Younes Ebnoutalib, der im Winter zu Eintracht Frankfurt gewechselt war, fehlte Elversberg der Offensivdrang. Zugang David Mokwa konnte daran zunächst nichts ändern. Stattdessen sahen sich die Gäste von Beginn an den Angriffen des FCN ausgesetzt. Kloses Team erspielte sich ein klares Chancenplus, Justvan traf unter anderem die Latte (19.). Die SVE zeigte sich aber eiskalt, als Zimmerschied einen Konter vollendete.

Auch in der zweiten Halbzeit war Elversbergs Torhüter Nicolas Kristof immer wieder gefordert. Bei Justvans Ausgleichstreffer war er jedoch machtlos. Auf der Gegenseite bekam Malanga zu viel Platz und brachte die Gäste wieder in Führung. Doch Nürnberg schlug abermals zurück, nach einem Pfostentreffer von Rafael Lubach staubte Scobel ab. In einer turbulenten Schlussphase riss Berkay Yilmaz Frederik Schmahl um, Klose protestierte zu vehement nach dem Elfmeterpfiff. Scobel ließ den FCN dank seines Kopfballtreffers jubeln.

KSC feiert nächsten Sieg

Der Karlsruher SC hat seine Ergebniskrise in der 2. Fußball-Bundesliga beendet und darf aufatmen. Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner siegte bei Preußen Münster glücklich mit 2:0 (0:0) und feierte den ersten Ligasieg seit dem 1. November. Zuvor war der KSC sechs Partien (fünf Niederlagen) ohne Erfolg geblieben.

Kapitän Marvin Wanitzek (79.) sorgte per Freistoß und Foulelfmeter (87.) für den erlösenden Sieg der Karlsruher, die nun komfortable sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang haben. Unmittelbar vor dem ersten Gegentreffer hatte Münsters Paul Jaeckel (77.) für eine Notbremse die Rote Karte gesehen. Die Westfalen bleiben trotz einer couragierten Vorstellung und vielen Chancen tief im Abstiegskampf stecken und liegen nur einen Zähler vor Tabellenplatz 16.

Die Gastgeber waren von Beginn an das bessere Team, doch Zidan Sertdemir (18.) und Marcel Benger (21., 22.) ließen das 1:0 teils fahrlässig liegen. Der KSC durfte sich bei Keeper Hans Christian Bernat bedanken, dass es torlos in die Pause ging.

In der zweiten Halbzeit hielt der KSC dann besser dagegen und kam selbst zu Chancen. Nach einem Fehler im Aufbau brachte Jaeckel als letzter Mann Lilian Egloff zu Fall – und Wanitzek traf per Freistoß. Wenig später legte er vom Punkt nach.

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