Es ist der Transfer-Hammer des Winters. Edin Dzeko ist zurück im deutschen Fußball. Einst gelang ihm unter Felix Magath der Durchbruch.
Beim VfL Wolfsburg gewannen beide gemeinsam 2009 die deutsche Meisterschaft, der bosnische Angreifer steuerte 26 Tore bei. Nach der Saison trennten sich die Wege, weil Magath die Wölfe verließ – in Richtung Schalke. Dort sorgt Dzeko im Spätherbst seiner Karriere derzeit für einen enormen Hype.
Ich habe Edin immer mal wieder verfolgt auf seinen Stationen bisher und werde das jetzt noch intensiver tun. Es freut mich, dass er nach Deutschland zurückkommt“, betonte Magath im Gespräch mit Bild und fügte schmunzelnd an: „Es hat ja mal ein Fußball-Experte gesagt, ich würde die Spieler kaputt trainieren. Wenn man jetzt sieht, dass etwa aus der Wolfsburger Meistermannschaft ein Andrea Barzagli und ein Makoto Hasebe auch bis fast 40 gespielt haben, dass Dzeko mit 39 noch spielt – dann zeigt mir das im Nachhinein, dass ich doch ganz gut trainiert habe.“
Magath: „Wird auch wichtig sein, dass Dzeko Bälle bekommt“
„Edin weiß, wo das Tor steht. Das hat er sicher nicht verlernt“, zeigte sich Magath weiterhin voll überzeugt vom 39-Jährigen: „Er kann der entscheidende Spieler sein, seine Verpflichtung die entscheidende Maßnahme, die den FC Schalke wieder in die Bundesliga bringt.“
In der Meistersaison bildete Dzeko gemeinsam mit Grafite, der 28-mal traf, das beste Sturmduo der Ligageschichte. Magath denkt gerne an seine Top-Angreifer zurück: „Er (Dzeko) war der spielerisch Stärkere, hatte mehr Einfluss aufs Spiel. Beide haben aber auch von ihren Mittelfeldspielern profitiert. Der Brasilianer Grafite vom Brasilianer Josue, der Bosnier Dzeko vom Bosnier Misimovic. Die haben sich gut verstanden, das hatte schon eine Bedeutung. Auf Schalke wird es auch wichtig sein, dass Dzeko Bälle bekommt und in Szene gesetzt wird.“

Die mangelnde Torgefahr war in letzter Zeit das große Problem des Tabellenführers. Die Offensive war viel zu harmlos, brachte zuletzt gegen Hertha BSC keinen einzigen Schuss aufs Tor zustande. Diese Blockade soll Dzeko als Zielspieler lösen. Schon beim anstehenden Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern könnte der Bosnier im Kader stehen.

