Der Sensationstransfer von Edin Dzeko ist in trockenen Tüchern. Schalke-Sportvorstand Frank Baumann hat dennoch alle Hände voll zu tun.
Gemeinsam mit Sportdirektor Youri Mulder und Scoutingchef Maximilian Lüftl fahndet S04 noch nach einem kreativen Offensivspieler, der das biedere Angriffsspiel beleben und Dzeko mit Assists füttern soll. Doch auch die Zukunft mehrerer aktueller Spieler beschäftigt die Entscheidungsträger bei den Königsblauen.
Besonders spannend ist die Personalie Loris Karius. Der routinierte Keeper ist in dieser Saison die klare Nummer eins der Knappen und rettete mit seinen Glanzleistungen bereits etliche Punkte. Zuletzt sorgte der ehemalige Mainzer fast im Alleingang dafür, dass Schalke trotz einer ganz schwachen Vorstellung gegen Hertha BSC noch einen Punkt aus dem Olympiastadion mitnahm.
Becker und Wallentowitz: Schalke will Talente binden
Der Vertrag des Führungsspielers läuft noch bis 2027, soll aber verlängert werden.“Wir würden uns freuen, wenn Loris auf diesem Niveau noch einige Jahre für Schalke spielen würde“, zitiert die Sport Bild Baumann. Karius fühlt sich wohl in Gelsenkirchen und weiß zu schätzen, dass Schalke ihm eine neue Chance nach längerer Vereinslosigkeit und wenig Spielpraxis gegeben hat. A
llerdings lebt die Familie des Torhüters weiterhin in Italien. Karius‘ Ehefrau, die Sportmoderatorin Diletta Leotta erwartet aktuell das zweite gemeinsame Kind. Dennoch ist S04 nicht chancenlos, eine Rückkehr in die Bundesliga würde einen Verbleib des Schlussmanns deutlich wahrscheinlicher machen.
Ausgeschlossen ist dagegen, dass Amin Younes weiterhin in Königsblau ausläuft. Der ehemalige Nationalspieler durfte in Berlin zwar mal wieder ran, kommt unter Miron Muslic aber kaum zum Zug. Der Vertrag des Dribblers läuft aus und wird ebenso wenig verlängert wie der von Publikumsliebling Henning Matriciani.

Langfristig plant S04 dagegen mit den Talenten Vitalie Becker und Mika Wallentowitz. Becker, 20 Jahre jung, ist einer der Gewinner unter Muslic und auf der linken Schiene eine feste Größe. Mehrere Klubs aus Russland buhlen um den Youngster, ein Wechsel in das Herkunftsland seiner Familie ist aber derzeit kein Thema. Der erst 18-jährige Wallentowitz hat sich im Laufe der Hinrunde zu einer echten Option entwickelt und soll bald seinen ersten Profivertrag unterschreiben.

