Konzerte und Transfers: So entging Schalke einem Punktabzug
21. März 2025 | News | BY Gardijan Wenger

Es ist ein kleiner, aber nicht unwichtiger Erfolg für Schalke 04. Der Revierklub gab bekannt, seine Eigenkapitalquote um die geforderten fünf Prozent verbessert zu haben. Ein möglicher Punktabzug wurde abgewendet. Die Gründe sind nicht nur sportlicher Natur.
Schalke 04: Schuldenabbau ein „Kraftakt“
Von 103,3 Millionen Euro auf 98,1 Millionen Euro konnte Schalke 04 das negative Eigenkapital innerhalb des Jahres 2024 senken. Was sich im ersten Moment nach nicht sonderlich viel anhört, ist für die krisengeplagten Schalker dennoch ein beachtlicher Schritt. Denn nur so konnte ein möglicher Punktabzug für Königsblau in der Saison 2025/2026 abgewendet werden. Schließlich muss das negative Eigenkapital Jahr für Jahr um mindestens fünf Prozent gesenkt werden. Wie Finanzchefin Christina Rühl-Hamers bekannt gab, gelang Schalke im vergangenen Jahr eine „Punktlandung“: „Wir haben es aber geschafft – unter anderem durch ein außergewöhnliches Konzertjahr in der Veltins-Arena sowie für die zweite Bundesliga beachtliche Transfereinnahmen.“
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Die beachtlichen Transfereinnahmen, von denen Rühl-Hamers spricht, entfallen größtenteils auf den Abgang von Assan Ouédraogo. Der 18-Jährige wechselte vor der Saison für zehn Millionen Euro zu RB Leipzig. Und auch Taylor Swift trug ihren Teil zur Konsolidierung der Schalker Kassen bei: Am 18. Juli 2024 gastierte sie mit der „The Eras Tour“ in der – selbstverständlich restlos ausverkauften – Veltins-Arena.
Somit ist der Schuldenabbau im Jahr 2024 ein Achtungserfolg – mehr aber auch nicht. Denn die weiterhin geringen TV-Einnahmen in der 2. Bundesliga und jährliche Tilgungszinsen in Höhe von satten 16 Millionen Euro lassen kaum finanziellen Spielraum zu. Eine weitere Aufbesserung der Finanzlage wäre vermutlich nur durch steigende Einnahmen zu erreichen. Entweder aus sportlichem Erfolg, oder aus weiteren Transfererlösen. Zumindest ersteres ist in naher Zukunft nicht zu erwarten. Schalke wird aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison wieder im Unterhaus antreten. Immerhin ein zwischenzeitlich befürchteter Totalabsturz in die 3. Liga dürfte mit zehn Punkten Vorsprung auf Rang 16 bei noch acht verbleibenden Spielen kein realistisches Szenario mehr sein.
(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)