#NGAARG: Drama, Baby!

Spielanalysen

Der Traum vom großen Titel mit Argentinien geht für Lionel Messi weiter. Allerdings sah es im entscheidenden letzten Gruppenspiel lange nicht danach aus. Denn die Selecion mühte sich lange gegen Nigeria und gewann erst kurz vor Schluss mit 2:1 – in erster Linie dank zweier Spieler die nach den enttäuschenden ersten beiden Spielen wieder in die Mannschaft gekommen waren.

Argentinien zitterte sich in diesem hochdramatischen Spiel ins Achtelfinale gegen Frankreich, Nigeria muss dagegen die Koffer packen.

Wir analysieren hier bei Kick in Russ auf meinsportradio.de dieses nicht hochklassige, aber höchst packende Duell mit unserem Kollegen von 90PLUS, mit Manuel Behlert.

Spielbericht:

Der in der Kritik stehende Jorge Sampaoli hatte seine argentinische Truppe umgebaut, gab Franco Armani im Tor den Vorzug vor dem schwachen Willy Caballero, brachte wieder Marcos Rojo in der Verteidigung sowie Ever Banega im Mittelfeld und Angel di Maria auf dem Flügel. Nigeria vertraute dem eingespielten Team – und hatte gegen die nervös startenden Argentinier auch die erste Chance der Partie. Oghenekaro Etebos Schuss wurde jedoch geblockt – und im Gegenzug rutschte Nicolas Tagliafico der Ball beim Abschluss aus 16 Metern über den Fuß.

In der Folge bemühten sich die Argentinier um Ballkontrolle, Nigeria versuchte den Spielaufbau des Gegners früh zu stören und auf Umschaltmomente zu lauern. Und das klappte nach einem Fauxpas von Mascherano vor dem Strafraum auch fast. Kelechi Iheanacho nutzte die Möglichkeit jedoch nicht aus. Mascherano korrigierte seinen Fehler.
Und ausgerechnet Ever Banega bediente dann mit einem wunderschönen Steilpass Lionel Messi. Der nahm den Ball toll an und schloss zum 1:0 für Argentinien ab (14.).

Das Tor tat Argentiniens Spiel gut.Die Quote der gewonnenen Zweikampf wurde höher und die Pässe sicherer. Messi bediente aus dem Stand den gestarteten Gonzalo Higuain, der jedoch am nigerianischen Keeper scheiterte (27.). Dann setzte erneut Banega seinen Mitspieler Di Maria ein, der auf dem Weg zum Tor gelegt wurde. Den folgenden Freistoß setzte Messi an den Pfosten (34.). Beweis der Kontrolle, die Argentinien mittlerweile über das Spiel hatte gegen harmlose Nigerianer.

Doch die entglitt ihnen kurz nach dem Seitenwechsel, als Mascherano im Strafraum gegen Balogun klammerte und den Nigerianer zu Boden brachte. Schiedsrichter Cüneyt Cakir zeigte auf den Punkt und Victor Moses verwandelte eiskalt zum 1:1 (51.). Damit hatte der Kicker des FC Chelsea seine Mannschaft zumindest virtuell ins Achtelfinale und Argentinien nach Hause geschossen. Nigeria tauchte in der Folge wieder vemehrt in der gegnerischen Hälfte auf. Die Antwort der Argentinier lautete: Noch häufiger Messi zu suchen, der allerdings alleine auch etwas zu viel Last tragen musste.

Argentinien hatte dann aber auch Glück: Beim versuchten Kopfball im Strafraum sprang Rojo der Ball an die Hand. Cakir und der VAR entschieden sich aber diesmal gegen den Pfiff und gegen einen Handelfmeter (76.). Argentinien drückte auf den Sieg, Nigeria fand kaum mehr Entlastung. Doch die Angriffsversuchen der Südamerikaner fehlten ein guter Plan und vor allem die nötige Präzision, um die Afrikaner zu gefährden. Doch dann schaltete sich Rojo ein. Er bekam den Ball von rechts von Gabriel Mercado und schoss flach und platziert zum 2:1 ein (86.).

(Photo by Richard Heathcote/Getty Images)

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