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90PLUS » Vereins-Boss schlägt Ausgaben-Alarm: Premier League vor Katastrophe?
Premier League

Vereins-Boss schlägt Ausgaben-Alarm: Premier League vor Katastrophe?

Till Gabriel
18.10.25, 18:43
Till Gabriel
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Tony Bloom
Foto: Getty Images

Droht der Premier League der finanzielle Kollaps? Für Brighton-Eigentümer Tony Bloom ein durchaus realistisches Szenario.

Im Gespräch mit The Athletic schlug der 55-Jährige Alarm. „Es kommt zu einem Punkt, an dem die Einnahmen der Liga um einen bestimmten Prozentsatz steigen und die Transfergebühren und Gehälter um einen höheren Prozentsatz steigen. Das ist insofern nicht nachhaltig, als dass die Regeln, über die wir bald abstimmen werden, wirklich wichtig sind“, erklärte Bloom und fügte an: „Wenn die Verluste der Vereine noch schneller steigen, wird das nur in einer Katastrophe enden.“

Im November sollen die Vereine der Premier League darüber entscheiden, ob die aktuellen Regeln zur Rentabilität und Nachhaltigkeit ausreichen oder durch sogenannte Squad-Cost-Ratio-Regeln abgelöst werden. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag, der den Klubs gestattet, bis zu 85% der Einnahmen aus dem Fußball investieren.

Premier League knackt erstmals 3-Milliarden-Marke

Wie Blooms Brighton abstimmen wird, ist noch offen. „Wir prüfen das wirklich sehr genau. Kein System ist perfekt. Wir wollen das bestmögliche System. Es handelt sich um äußerst komplizierte Regeln, aber man versucht, sie so vernünftig wie möglich zu gestalten“, erläuterte der Poker-Millionär, der auch am belgischen Top-Klub Royal Union St. Gilloise beteiligt ist.

Die Transferausgaben in der Premier League haben im Sommer einen neuen Höhepunkt erreicht. Insgesamt investierten die 20 Teams erstmals über drei Milliarden Euro in neue Spieler. Am tiefsten griff Meister Liverpool in die Tasche und ließ sich seine Transferoffensive mit Stars wie Alexander Isak und Florian Wirtz rund 480 Millionen Euro kosten.

Liverpools Neuzugänge auf Schals
Foto: Getty Images

Die Liga lebe laut Bloom davon, dass Tabellenspitze und -ende nah beieinander liegen und jeder jeder schlagen kann. „Wenn diese Kluft zu groß wird, sinkt das Interesse an der Premier League und die Einnahmen der Premier League gehen zurück, was sich nicht nur auf die Premier-League-Teams auswirkt, sondern auf alle Teams in der Pyramide“, betonte Bloom: „Das ist für mich von größter Bedeutung, und genau auf diese Details werde ich achten, um sicherzustellen, dass dies auch in den kommenden Jahrzehnten so bleibt.“

THEMENBrighton and Hove AlbionPremier LeagueTony Bloom
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