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90PLUS » Verloren und doch gewonnen: Was die Eintracht aus Barcelona mitnimmt
Champions League

Verloren und doch gewonnen: Was die Eintracht aus Barcelona mitnimmt

Michael Bojkov
11.12.25, 05:00
Michael Bojkov
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Die Eintracht verliert erneut, verkauft sich bei der knappen 1:2-Niederlage in Barcelona aber teuer. Warum der vermeintlich nächste Rückschlag eigentlich ein Mutmacher für die SGE ist. Eine kommentierende Analyse.

Aus Barcelona berichtet Michael Bojkov

Diesmal waren es nur knapp 2.500 Frankfurter Fans, die ihre Mannschaft in Barcelona unterstützen durften, und dennoch konnte man sich nicht gegen den Eindruck wehren, dass manches an den 14. April 2022 erinnerte – den Tag, an dem die Eintracht samt ihren Anhängern das Camp Nou eroberte und sensationell ins Halbfinale der Europas League einzog. Zumindest die spielerische Herangehensweise war am Dienstagabend zu jener damals bauähnlich: Die Eintracht stand gegen den Ball in einem kompakten 5-4-1, verteidigte aufopferungsvoll und machte so dem FC Barcelona das Leben maximal schwer.

Frankfurt hält hinten dicht und sticht vorne zu

Die Hausherren hatten große Mühe, die eng gestaffelten Ketten der Frankfurter aufzubrechen, Lamine Yamal wurde von einem defensiv herausragenden Nathaniel Brown weitestgehend kaltgestellt. Wie sehr Barca an der Eintracht zu knabbern hatte, spiegelten auch die Halbzeitstatistiken wider: Mit fast 80 Prozent Ballbesitz dominierte Blaugrana das Spielgeschehen klar, ohne sich jedoch eine Großchance herauszuspielen.

Die Eintracht versuchte indes, über schnelle Gegenstöße Nadelstiche zu setzen – und führte zur Pause, wie schon 2022. Weil es diesmal Ansgar Knauff war, der den tödlichen Laufweg hinter die weit aufgerückte Kette des Gegners machte und eine starke Einzelaktion mit dem 1:0 für die Seinen abschloss. So mancher mitgereister Eintracht-Anhänger dürfte beim Torjubel ein Déjà-vu gehabt haben.

fc-barcelona-v-eintracht-frankfurt-uefa-champions-league-2025-26-league-phase-md6-3-1-scaled.jpg (Photo by Judit Cartiel/Getty Images)

„Als wir uns zur Halbzeit in der Kabine getroffen haben, war da schon das Gefühl: ‚Da geht was!‘“, sagte auch Dino Toppmöller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Wir haben das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. In der Defensive haben wir es überragend umgesetzt“, lobte der 45-jährige Fußballlehrer. Makellos befand Toppmöller die zweifelsohne starke erste Hälfte dann aber doch nicht: „Nadelstiche hätte ich mir den einen oder anderen mehr erhofft.“ Tatsächlich gaben die Adler nur zwei Torschüsse ab und stellten die in dieser Saison notorisch anfällige Defensive der Katalanen zu selten vor Herausforderungen.

Eintracht kann sich für guten Auftritt nicht belohnen

Ob mit etwas mehr Mut im Spiel nach vorne sogar eine 2:0-Führung zum Halbzeitpfiff drin gewesen wäre, wie das 2022 der Fall war, ist spekulativ und nicht als Vorwurf an die Mannschaft zu verstehen, die nach dem desolaten 0:6 in Leipzig mit einem völlig veränderten Gesicht auftrat. Und dennoch reichte es am Ende nicht zu Punkten, weil nach der Pause Jules Koundé zweimal auf bauähnliche Weise per Kopf traf und damit das Spiel zugunsten der Blaugrana drehte. 

Beide Treffer entstanden durch Hereingaben von der linken Seite an den zweiten Pfosten, was Toppmöller insofern „ein bisschen schade“ fand, als dass er in der Halbzeitanalyse mit der Mannschaft „genau diesen Raum angesprochen“ habe. Es war ein Mix aus fehlender Abstimmung in der Frankfurter Defensive und der individuellen Klasse der Gastgeber, bei denen sowohl die Vorlagengeber Marcus Rashford und Lamine Yamal als auch selbstredend Doppeltorschütze Koundé in den jeweiligen Szenen glänzten. Kleinigkeiten, die unterm Strich aber zuungunsten der SGE spielentscheidend waren. 

„So ist Fußball manchmal“, brach Brown das Geschehene später in der Mixed Zone herunter. „Jetzt müssen wir die nächsten beiden Spiele eben gewinnen.“ In der Tat steht die Eintracht in der Champions-League-Tabelle spätestens jetzt mit dem Rücken zur Wand. Vorbehaltlich der heutigen Mittwochabendspiele sind es mindestens zwei Punkte, die der Eintracht zu den Play-off-Plätzen fehlen. Nach der Winterpause ist der aktuelle Tabellen-30. in Baku gegen Qarabag zum Siegen verdammt und selbst im Falle eines Erfolges müssen womöglich auch anschließend im finalen Spiel gegen Tottenham drei Punkte her. 

imago1070153445-scaled.jpg (Photo by Imago Images)

Wo die Eintracht dennoch gewonnen hat

Und doch können die Adler trotz vier sieglosen Spielen am Stück und noch ohne Dreier in der Champions League erhobenen Hauptes in den Flieger zurück nach Frankfurt steigen. Weil die Gangart die richtige war und man eine gute Visitenkarte gegen einen der schweren Gegner im Weltfußball abgegeben hat. Auch Brown sprach von einem „guten Gefühl“, das die Mannschaft aus Barcelona mitnehme – „weil wir verteidigen können“. Und weil die von Toppmöller vor dem Spiel dringlich eingeforderten Grundtugenden wie Mut und Leidenschaft gestimmt haben. Das ist ein wichtiges und vielleicht noch unterschätztes Signal, unmittelbar nach dem Debakel in Leipzig und nachdem man sich bereits im vorigen Saisonverlauf unter anderem von Atlético und Liverpool hat abfrühstücken lassen. 

Arthur Theate sprach nach dem Spiel von einem „Selbstbewusstseinsboost“, den er sich nach dieser Leistung für die Mannschaft erhoffe. Ein positiver Energieschub, der beweist, dass der aktuelle Tabellensiebte der Bundesliga an guten Tagen also doch mit den ganz Großen mithalten kann. Und der die nötige Energie freisetzen soll, um auch in der Liga die Versäumnisse vergangener Wochen wieder geradezurücken. Und das kann im Zweifel sogar mehr Wert sein als ein Punktgewinn im Camp Nou.

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