Manchester City hatte am Sonntag den FC Chelsea in der Premier League zu Gast. Die Blues kamen mit einem Interimstrainer, weil zuletzt Enzo Maresca entlassen wurde.
Während Chelsea zwischen Trainersuche und Anschlussfindung unterwegs war, was die vorderen vier Plätze in der Liga anging, wollte Manchester City an Tabellenführer Arsenal dranbleiben. Die Gunners hatten gegen Bournemouth mit einem 3:2-Sieg vorgelegt.
Und Manchester City hatte zuletzt einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Plan war klar, ein Sieg gegen Chelsea sollte her, um Arsenal weiter unter Druck zu setzen. Auf die Gunners kommen nämlich auch interessante Wochen mit vielen guten Spielen zu.
Manchester City dominiert, Reijnders trifft
Von Beginn an war Manchester City etwas besser im Spiel. Die Blues wollten physisch gut dagegenhalten und gewannen auch einige Zweikämpfe. So verschaffte man sich Respekt, aber nach vorne ging bei Chelsea nicht allzu viel. Ganz anders bei City: Phil Foden hatte eine herausragende Chance, als er den Ball perfekt annahm und mitnahm und dann am Tor vorbeischoss. Wenn City das Tempo anzog, hatten sie Abschlüsse, aber die ganz großen Chancen gab es nicht regelmäßig.
Chelsea wollte schnell umschalten, das gelang in einigen Phasen aber nicht gut. Weil City auch sehr aufmerksam gegen den Ball agierte. Erling Haaland, Topstürmer von City und auch in der Premier League, tauchte immer wieder ab, wurde gut in Schach gehalten. Wenn er nicht trifft, dann müssen bei City andere Verantwortung übernehmen. Und einer, der das in dieser Saison schon häufiger machte, ist Tijjani Reijnders. Der Milan-Neuzugang war es auch diesmal, der kurz vor der Pause den Treffer zum 1:0 erzielte. Er schloss sehr wuchtig aus spitzem Winkel ab und traf sehenswert. Dieses 1:0 war auch der Stand zur Halbzeit.
Chelsea-Anpassungen fruchten nur teilweise
Zur zweiten Halbzeit wechselte Chelsea, stellte das System um und nahm einige Veränderungen bei den Rollen der Spieler vor. Das fruchtete zunächst gut, City musste sich erst einmal sortieren. Pedro Neto hatte sofort mehr Einfluss und wurde aktiver, er hatte auch einen Abschluss für die Blues in petto. Aber insgesamt war auffällig: Chelsea war etwas näher dran, City hatte dennoch mehr Torchancen und versuchte, das Tempo zu diktieren.

Die Entscheidung fiel allerdings nicht. Die Konter wurden nicht perfekt ausgespielt, sodass Chelsea immer noch im Spiel blieb. Das Spiel lebte von der Spannung, weil jeder Fehler der Skyblues den Ausgleich hätte bedeuten können. Und siehe da: Chelsea hatte noch einen interessanten Angriff in petto. Die Blues spielten sich über rechts durch, der Ball wurde von Malo Gusto in die Mitte gebracht und dort rutschte die Kugel irgendwie zu Enzo Fernandez durch. Dieser trat erst über den Ball, scheiterte dann an Gianluigi Donnarumma und machte den Ball im dritten Versuch rein! Danach wurde noch gut zwei Minuten gespielt, es passierte aber nichts mehr. Der Gewinner dieses Spieltags heißt also Arsenal.

