Jose Mourinho ist einer der bekanntesten Fußballtrainer der Welt. „The Special One“ kann schon jetzt auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. 2004 gewann er beispielsweise die UEFA Champions League mit dem FC Porto. Sechs Jahre später führte er auch Inter Mailand zum Triumph in der Königsklasse, als Diego Milito den FC Bayern München mit einem Doppelpack besiegte. Des Weiteren coachte Mourinho seine Mannschaften dreimal zum Premier-League-, zweimal zum italienischen und einmal zum spanischen Meistertitel.
Mittlerweile ist er zwar schon 62 Jahre alt, noch immer aber im Profifußball tätig. Seit September hat „The Special One“ das Traineramt von Benfica Lissabon inne. Mit den portugiesischen Hauptstädtern belegt er aktuell den dritten Tabellenplatz in der heimischen Liga. Stadtrivale Sporting steht mit drei Punkten Vorsprung auf dem zweiten Rang, während der FC Porto sogar zehn Zähler Luft auf Benfica hat und somit Spitzenreiter ist. Zuletzt war die Mannschaft von Mourinho im Ligapokal gegen Sporting Braga gefordert. Man unterlag dem Tabellenfünften überraschend mit 1:3. Nach Abpfiff ließ Mourinho seinem Unmut deshalb freien Lauf!
Mourinho: „Nicht Braga hat gewonnen, sondern wir haben verloren“
Jose Mourinho (62) ist überaus unzufrieden mit der Leistung, die seine Mannschaft am Mittwochabend im Halbfinale des portugiesischen Ligapokals gegen Sporting Braga gezeigt hat. The Guardian zitiert den Trainer von Benfica Lissabon im Zusammenhang der Pressekonferenz nach der Partie: „Ich hoffe, die Spieler schlafen so gut wie ich – das heißt, sie schlafen überhaupt nicht. Das wünsche ich ihnen. Ich hoffe, sie können nicht schlafen und werden stattdessen viel nachdenken. So wie ich.“ Benfica unterlag Braga mit 1:3 und verpasste somit den Einzug in das Endspiel. Ex-Schalke-Spieler Rodrigo Zalazar war an allen drei Treffern des Underdogs beteiligt.

„Die erste Halbzeit war schrecklich, unerklärlich“, resümierte Mourinho den Spielverlauf. Braga konnte sich im ersten Durchgang eine 2:0-Führung erspielen. „Ich kann in der ersten Halbzeit außer den ersten fünf Minuten nichts Positives finden. Die zweite Halbzeit gehörte dann uns. Wäre also ein Unentschieden ein gerechtes Ergebnis gewesen? Nein. Wer so schlecht spielt wie wir in der ersten Halbzeit, verdient es zu verlieren“, so der 62-Jährige. Und weiter: „Es wäre viel einfacher gewesen, hierher zu kommen und Braga zu gratulieren, aber das kann ich nicht sagen. Nicht Braga hat gewonnen, sondern wir haben verloren.“
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Seinem Unmut ließ Mourinho offenbar auch direkt nach Abpfiff in der Kabine freien Lauf. Er schilderte: „Es hat so viel Enttäuschung geherrscht, dass es am Ende zu einem Monolog wurde.“ Dass die überraschende Niederlage seiner Mannschaft möglicherweise auf Nervosität zurückzuführen sein könnte, wollte er nicht wahrhaben. „Ich möchte nicht glauben, dass ein Spieler von Benfica vor einem Halbfinale im Ligapokal nervös ist, denn dann ist er kein Spieler für Benfica“, untermauerte er. Als nächstes trifft Benfica am Mittwochabend im Viertelfinale des anderen portugiesischen Pokalwettbewerbs auf den FC Porto.

